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Tierische Helfer

Brieftauben beliefern brasilianische Häftlinge mit Handys

31.03.2009 | 20:04 Uhr
Brieftauben beliefern brasilianische Häftlinge mit Handys

Sao Paulo. Um sich Handys in ihre Zellen liefern zu lassen, haben sich Häftlinge eines brasilianischen Gefängnisses einer sehr viel älteren Kommunikationsmethode bedient: Brieftauben.

Innerhalb von zwei Tagen fingen Beamte des Gefängnisses von Sorocaba, knapp 100 Kilometer westlich von São Paulo, zwei der tierischen Schmuggler ab, wie die Behörden am Montag mitteilten. Statt Briefen trugen die Tiere in Beuteln Handys und Aufladegeräte.

In beiden Fällen entdeckten Wächter die trainierten Vögel noch außerhalb der Gefängnismauern. «Glücklicherweise blieb ihnen keine Zeit mehr, ihre Fracht abzuliefern», sagte eine Sprecherin der Nachrichtenagentur AFP.

Häftlinge im Netzwerk

Inhaftierte Mitglieder krimineller Banden wie dem «Roten Kommando» in Rio de Janeiro oder dem «Ersten Hauptstadt-Kommando» in Sao Paulo führen in Brasiliens Gefängnissen oftmals ein wahres Luxusleben.

Sie verfügen über ein umfangreiches Netzwerk an Helfern, um sich mit allem Lebensnotwendigen versorgen zu lassen, darunter auch mit Drogen und Waffen. Zu ihren Komplizen gehören nicht selten Anwälte und korrupte Wächter, Brieftauben waren aber bisher nicht darunter. (AFP)

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