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Ölkatastrophe

BP will Ölquelle vor US-Küste rasch schließen

29.07.2010 | 07:38 Uhr
BP will Ölquelle vor US-Küste rasch schließen
Der US-Amerikaner Robert Dudley wird künftig an der Spitze des Ölkonzerns stehen.

Houston.Der Ölkonzern BP will möglicherweise am Montag versuchen, das für die Ölpest im Golf von Mexiko verantwortliche Bohrloch endgültig mit Schlamm und Zement zu verschließen. Bis Mitte August soll ein Entlastungsbohrloch fertig sein.

Der Ölkonzern BP will das für die Ölpest vor der US-Küste verantwortliche Bohrlosch möglichst bald schließen. Es sei möglich, dass am Montag oder Dienstag die Ölquelle verstopft werden könne, sagte der künftige BP-Chef, Bob Dudley, am Mittwoch im National Public Radio. Dann sollen Schlamm und Zement in das Bohrloch in rund 1500 Metern Tiefe gepresst und die Öffnung versiegelt werden.

Zudem soll bis Mitte August ein Entlastungsbohrloch fertig sein. BP werde sich auch dann noch an den Aufräumarbeiten beteiligen, wenn das Bohrloch schon lange verschlossen sei, versicherte Dudley.

Die Pläne des Konzerns, Kosten für die Aufräumarbeiten von der Steuer abzusetzen, stießen auf heftige Kritik. Der Senator von Florida, Bill Nelson, forderte, der US-Kongress müsse das Vorhaben von BP überprüfen, in den USA fast zehn Milliarden Dollar weniger Steuern zu zahlen. Er sei entsetzt gewesen, als er davon erfahren habe, sagte Nelson, der dem Finanzausschuss des US-Senats angehört.

Richter prüfen 200 Einzelklagen von Betroffenen

Zudem bereiten mehrere US-Behörden einem Zeitungsbericht zufolge strafrechtliche Ermittlungen gegen mindestens drei Firmen im Zusammenhang mit der Ölkatastrophe vor. Die Untersuchungen richteten sich gegen BP, Transocean und Halliburton, berichtete die „Washington Post“ und berief sich unter anderem auf Polizeikreise. Bis es zu Anklagen kommen könne, werde aber möglicherweise mehr als ein Jahr vergehen.

Gut drei Monate nach dem Untergang einer Ölbohrinsel im Golf von Mexiko im April beginnt am Donnerstag die juristische Aufarbeitung der Katastrophe. Sieben Bundesrichter in Boise in Idaho sehen sich rund 200 Einzelklagen von Betroffenen aus mehreren Bundesstaaten gegenüber. Die Richter müssen sich zunächst mit zwei Hauptfragen auseinandersetzen: Lassen sich die Klagen zu einer Sammelklage zusammenfassen? An welchem Gerichtsort und unter welchem Vorsitz werden die Anhörungen im Vorfeld des möglichen Prozesses angesiedelt? Eine Entscheidung wird allerdings erst in zwei Wochen erwartet. Doch schon in Idaho werden Vertreter aller Beteiligten zugegen sein: vom Mineralölkonzern BP ebenso wie von Seiten der Opfer der Ölpest.(afp/rtr)

DerWesten

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Kommentare
29.07.2010
19:18
Blockierter Kommentar.
von Sanjo | #5

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

29.07.2010
10:18
BP will Ölquelle vor US-Küste rasch schließen
von Pit01 | #4

Wie? Schon am Montag? Mein Gott, das geht ja fix.

29.07.2010
08:03
BP will Ölquelle vor US-Küste rasch schließen
von imaz | #3

Das ist ja wirklich sensationell. Da will BP das
Bohrloch rasch schließen.
Ich dachte immer, sie würden es schon seit
3 Monaten erfolglos versuchen. Da bin ich aber beruhigt.

29.07.2010
08:00
BP will Ölquelle vor US-Küste rasch schließen
von Werner | #2

Solange mit Erdöl Geld zu verdienen ist, wird sich nicht viel ändern. Probleme wie Verseuchung der Meere sind sog. Kollateralschäden.
Erst wenn wir Verbraucher entscheidend weniger Produkte, die aus Öl hergestellt werden, nachfragen, wird sich was ändern. Leider ist die Liste derer Produkte sehr lang.

29.07.2010
07:34
BP will Ölquelle vor US-Küste rasch schließen
von bla | #1

Das eine Loch machen sie zu und vor Lybien wird ein neues aufgemacht.

Wartet nur ab, in wenigen Jahren haben wir dann unseren Öl-Teppich im Mittelmeer.

Prost.

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