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Wieder Anschlag auf Büro der "Linken"

29.08.2008 | 16:13 Uhr

Dortmund. Wieder hat es einen Anschlag auf das Büro der Dortmunderin Ulla Jelpke gegeben, die für "Die Linke" im Bundestag sitzt. Nach Angaben Jelpkes gibt es Hinweise auf Täter aus der rechten Szene.

In der Nacht zum Freitag hat es zum zweiten Mal innerhalb von zwei Wochen einen möglicherweise rechtsextrem motivierten Anschlag auf das Dortmunder Wahlkreisbüro der Linke-Bundestagsabgeordneten Ulla Jelpke gegeben. Wie die Abgeordnete mitteilte, wurde dabei die Scheibe des Büros mit einem Geschoss zerschlagen. Die Handschrift des Überfalls sei identisch mit dem Angriff vom 15. August, bei dem Neonazis zusätzlich Aufkleber mit rechtsextremem Inhalt auf die Scheibe geklebt hatten, sagte Jelpke.

Ein Polizeisprecher bestätigte, dass eine Scheibe des Büros zerstört worden sei. Derzeit werde das Motiv der Tat ermittelt. Damit sei die Staatsschutzabteilung der Dortmunder Polizei befasst. Der Sprecher widersprach damit der Darstellung von Jelpke. Diese hatte mitgeteilt, dass die Staatsschutzabteilung sich weigere, den Tatort kriminaltechnisch zu untersuchen. «Die Beamten haben meinen Mitarbeitern erklärt, es sei ja nicht sicher, ob es wirklich einen politischen Hintergrund für den Angriff gebe», hatte Jelpke gesagt.

Bereits im Jahr 2007 gab es nach Angaben Jelpkes zwei Anschläge auf das Wahlkreisbüro. Beide Male seien die Scheibe zerstört und rechtsextreme Aufkleber geklebt oder Parolen gesprüht worden, hieß es. «Darüber hinaus erhalte ich in beinahe regelmäßigen Abständen neofaschistische Hass- und Drohbriefe», sagte Jelpke. In Dortmund gibt es seit Jahren eine aktive Neonaziszene. (ddp)

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