Das aktuelle Wetter NRW 8°C
Panorama

Bisher 17 Todesfälle wegen Grippe in Deutschland

14.02.2013 | 14:38 Uhr
Foto: /dapd/Philipp Guelland

Seit Beginn der Grippesaison Anfang Oktober sind mindestens 17 Menschen in Deutschland an den Folgen von Influenza gestorben. Dem Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin wurden insgesamt knapp 15.000 Grippefälle gemeldet, wie das Institut am Donnerstag mitteilte. In etwas weniger als 50 Prozent der Fälle handelte es sich um Schweinegrippe.

Berlin (dapd). Seit Beginn der Grippesaison Anfang Oktober sind mindestens 17 Menschen in Deutschland an den Folgen von Influenza gestorben. Dem Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin wurden insgesamt knapp 15.000 Grippefälle gemeldet, wie das Institut am Donnerstag mitteilte. In etwas weniger als 50 Prozent der Fälle handelte es sich um Schweinegrippe. Die Influenza-Aktivität sei weiterhin stark erhöht, erklärte das RKI.

Das Durchschnittsalter der an Grippe gestorbenen Patienten lag bei 55 Jahren. Dem RKI wurden 17 Todesfälle gemeldet. Es ist nicht auszuschließen, dass die Zahl höher liegt. Bei mehr als der Hälfte der Todesopfer wurde das Schweinegrippe-Virus nachgewiesen.

Von den knapp 15.000 Influenza-Patienten kamen rund 2.000 ins Krankenhaus, wie es weiter hieß. In der ersten Februarwoche (2. bis 8. Februar) wurden bislang 2.958 Grippefälle an das RKI gemeldet, davon mussten rund 360 im Krankenhaus behandelt werden. Im Vergleich zur Vorwoche ging die Gesamtzahl der Neuerkrankungen zurück, allerdings liegen möglicherweise noch nicht alle Daten vor.

Die von Influenza-Viren ausgelöste Grippe macht sich in aller Regel zunächst mit trockenem Husten bemerkbar. Innerhalb weniger Stunden verschlechtert sich der Gesamtzustand des Patienten rapide: Er leidet an hohem Fieber, Muskel- und Kopfschmerzen, Schüttelfrost und totaler Erschöpfung. Die Symptome können ein bis zwei Wochen andauern, ein allgemeines Schwächegefühl hält sich oft noch länger.

Gerne verwechselt wird die Influenza mit einem grippalen Infekt. Während dieser aber meist rasch und folgenlos abklingt, kann eine Influenza im Extremfall lebensgefährlich werden. Europaweit wird die Zahl der jährlichen Grippetoten auf 40.000 bis 220.000 geschätzt - je nachdem, wie schwerwiegend die Grippewelle ausfällt.

dapd

dapd

Facebook
Kommentare
Umfrage
Weil sie laut sind und Feinstaub aufwirbeln hat die Stadt Graz vor kurzem Laubbläser verboten. Würden Sie sich ein solches Verbot auch im Revier wünschen?

Weil sie laut sind und Feinstaub aufwirbeln hat die Stadt Graz vor kurzem Laubbläser verboten. Würden Sie sich ein solches Verbot auch im Revier wünschen?

 
Aus dem Ressort
In Deutschland melden sich wenige Helfer für Ebola-Einsatz
Ebola
Händeringend sucht das Deutsche Rote Kreuz nach freiwilligen Helfern gegen Ebola. Doch die Zahl der Bewerber reicht bislang "bei Weitem nicht aus", um Kliniken in Afrika zu betreiben. In Sierra Leone ist die Hilfsorganisation bereits im Einsatz, Liberia soll folgen.
FBI stoppt drei Mädchen in Frankfurt auf Reise zu IS-Milizen
Ausreißer
Im US-Bundesstaat Colorado sind drei Mädchen - 15, 16 und 17 Jahre alt - ihren Eltern ausgebüxt und haben sich auf eine Reise nach Syrien gemacht. Offenbar um sich der Terrormiliz Islamischer Staat anzuschließen. Das FBI ließ die drei am Flughafen Frankfurt festsetzen.
Unwetter über Deutschland - Sturmflut im Norden erwartet
Hurrikan
Der erste richtige Herbststurm hat vielerorts Verkehrsbehinderungen, umgestürzte Bäume und abgedeckte Dächer nach sich gezogen. Besonders betroffen von Ausläufern des Hurrikans "Gonzalo" war der Süden Deutschlands. Am Mittwoch könnte in höheren Lagen der erste Schnee des Jahres fallen.
Gerichtsbeschluss - Überholvorgang im Zweifel abbrechen
Verkehr
Was macht ein Autofahrer, wenn während eines Überholvorgangs ein Überholverbotszeichen auftaucht? Ordentlich auf das Gaspedal treten und den Überholvorgang schnell beenden oder abbremsen und wieder einscheren? Das Oberlandesgericht Hamm hat jetzt eine Entscheidung getroffen.
Oscar de la Renta – der Mann, der die Reichen anzog
Mode
Sein Gefühl für Farben war legendär. Oscar de la Renta galt als der Maler unter den Modemachern. Und er war der Hausschneider der First Ladys dieser Welt. Jetzt erlag der Star-Designer im US-Staat Connecticut den Folgen einer Krebserkrankung.