Bewährung für Tochter von Korean-Air-Chef

Seoul..  Im Berufungsprozess um die „Nussaffäre“ in einem südkoreanischen Flugzeug ist die Tochter des Chefs von Korean Air zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Im Februar war die 40-jährige Cho Hyun Ah unter anderem wegen Verstoßes gegen die Flugsicherheit zu einem Jahr Haft verurteilt worden. Das Seouler Landgericht sprach Cho jedoch von dem Vorwurf frei, eine Änderung der Flugroute veranlasst zu haben. Fast fünf Monate nach ihrer Verhaftung wurde sie in die Freiheit entlassen.

Auslöser des Vorfalls, der in dem Land und international hohe Wellen schlug, waren Macademia-Nüsse. Cho war in einer Passagiermaschine von Korean Air in Rage geraten, als ihr eine Flugbegleiterin die Nüsse in einer Tüte und nicht in einer Schale reichte. Als Folge des sich daraus entwickelten Streits wurde das Flugzeug mit Ziel Seoul 2014 von der Startbahn auf dem Flughafen John F. Kennedy in New York wieder zum Gate gezogen. Cho hatte dafür gesorgt, dass der Chefsteward die Maschine kurz vor dem Start wieder verlassen musste.

Die Tochter des Chefs von Korean Air wurde jetzt in zweiter Instanz zu einer zehnmonatigen Haftstrafe verurteilt, die zwei Jahre zur Bewährung ausgesetzt ist. Cho habe ihre Tat offenbar bereut und über ihre Schäden, die sie bei anderen Menschen angerichtet habe, ernsthaft nachgedacht, wurde der Richter vom Rundfunksender KBS zitiert. Das Gericht befand sie wegen Gewaltanwendung und Einschüchterung des Flugzeugpersonals sowie der Geschäftsbehinderung für schuldig.