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Klimawandel

Bevölkerungswachstum verschärft die Klimaprobleme

18.11.2009 | 14:06 Uhr
Bevölkerungswachstum verschärft die Klimaprobleme

Berlin/Wiesbaden. Mit der wachsenden Weltbevölkerung steigen auch die Treibhausgas-Emissionen und damit die Risiken von Hunger, Armut und neuen Konflikten. Experten raten, die Fortpflanzung in Ländern der Dritten Welt stärker zu kontrollieren. Die deutsche Gesellschaft wird dagegen immer älter.

Zum erfolgreichen Kampf gegen den Klimawandel bedarf es weltweit einer besseren Familienplanung, konsequenten Gesundheitspolitik und einer stärkeren Frauenförderung. So lautet die Schlussfolgerung des Weltbevölkerungsberichts 2009, den der UN-Bevölkerungsfonds (UNFPA), die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) und das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) am Mittwoch - rund drei Wochen vor dem UN-Klimagipfel in Kopenhagen - in Berlin vorstellten.

Schnelles Bevölkerungswachstum und Industrialisierung im Laufe des vergangenen halben Jahrhunderts haben dem Bericht zufolge zu einem raschen Anstieg klimaschädlicher Treibhausgas-Emissionen geführt. Ein langsameres Bevölkerungswachstum helfe, sich kurz- und mittelfristig besser an Klimaveränderungen anzupassen, denn langfristig trage es zur Verringerung des Klimagas-Ausstoßes bei. Nach Einschätzung von Experten würden bei einem Anstieg der Weltbevölkerung bis 2050 auf acht Milliarden anstelle der bislang projizierten neun Milliarden Menschen etwa ein bis zwei Milliarden Tonnen weniger Kohlendioxid (CO2) freigesetzt.

Frauen in armen Ländern am stärksten betroffen

Laut DSW-Geschäftsführerin Renate Bähr werden in den Entwicklungsländern jährlich nach wie vor 76 Millionen Frauen ungewollt schwanger. Das Bevölkerungswachstum drohe in vielen Regionen zur Verknappung natürlicher Ressourcen wie Wasser und Ackerland zu führen und damit die Folgen des Klimawandels zu verschärfen. Für die armen Länder entstünden dadurch zusätzliche Hürden beim Kampf gegen die Armut und der Umsetzung von Entwicklungszielen.

UNFPA-Vertreterin Bettina Maas erklärte, arme Frauen in armen Ländern seien am stärksten von den Folgen des Klimawandels betroffen, obwohl sie am wenigsten dazu beigetragen hätten. Frauen müsse dabei geholfen werden, „selbstständig Entscheidungen über ihr eigenes Leben zu treffen“. Gefragt sei vor allem mehr Unterstützung bei Bildung und Gesundheit. Mädchen mit einer höheren Schulbildung beispielsweise hätten später eher kleinere und gesündere Familien.

Nur noch 65 bis 70 Millionen Deutsche

Die Deutschen werden immer älter. Foto: Nikos Kimerlis

Unterdessen kommt das Statistische Bundesamt in seiner neuen Bevölkerungsvorausberechnung zu dem Ergebnis, dass im Jahr 2060 jeder dritte Bundesbürger 65 Jahre oder älter sein wird. Demnach steigt vor allem der Anteil der Hochbetagten über 80 Jahre deutlich an: 2060 werden es den Berechnungen zufolge 14 Prozent sein, gegenüber derzeit 7 Prozent. Insgesamt werden in Deutschland 65 bis 70 Millionen Menschen leben, heute sind es etwa 82 Millionen.

Die Zahl der in Deutschland lebenden Menschen geht den Angaben zufolge zurück, weil die Zahl der Geburten bis 2060 stetig sinken und die Zahl der Sterbefälle bis Anfang der 2050er Jahre ansteigen wird. Das jährliche Geburtendefizit - der Überschuss der Sterbefälle über die Geburten - werde bis 2060 auf mehr als das Dreifache zunehmen, erklärte die Behörde.

Weder Zuwanderung noch Kinder bringen Trendwende

An dieser Entwicklung habe die aktuelle Altersstruktur der Bevölkerung einen erheblichen Anteil, hieß es beim Statistischen Bundesamt. Der Bevölkerungsrückgang könne weder durch Zuwanderung noch durch eine höhere Kinderzahl aufgehalten werden.

Während derzeit rund 50 Millionen Menschen im erwerbsfähigen Alter zwischen 20 bis 64 Jahren sind, werden es den Angaben zufolge 2060 etwa 27 bis 34 Prozent weniger sein. Die Zahl der über 65-Jährigen werde nach 2020 sehr stark ansteigen, weil dann die geburtenstarken Jahrgänge in dieses Alter kämen.

Damit werde auch der Altenquotient - die Anzahl der Menschen im Rentenalter je 100 Personen im Erwerbsalter - erheblich zunehmen: Von heute 34 auf über 50 im Jahr 2030 und dann auf 63 bis 67 im Jahr 2060. Im Falle einer Rente ab 67 werde der Altenquotient 2030 bei 43 oder 44 liegen, 2060 bei 56 oder 59. (afp/ap)

DerWesten

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Kommentare
24.11.2009
15:15
Bevölkerungswachstum verschärft die Klimaprobleme
von Eskimo2012 | #18

UNFPA-Vertreterin Bettina Maas erklärte, ... Frauen müsse dabei geholfen werden, „selbstständig Entscheidungen über ihr eigenes Leben zu treffen“.

Volle Zustimmung! Erster Schritt: Abschaffung der frauenverachtenden Scharia in Saudi-Arabien, globale Ächtung von Zwangsheiraten Minderjähriger, als Zeichen für die globale Gleichberechtigung, wies in der UN-Charta steht. Sollte Frau Bettina M. eigentlich geläufig sein.

Daß Frauenrechte jetzt unter sog. Klimaschutz VERKAUFT werden sollen, ist grotesk und perfide.

24.11.2009
15:04
Bevölkerungswachstum verschärft die Klimaprobleme
von Eskimo2012 | #17

WAZ: Bevölkerungswachstum verschärft die Klimaprobleme

Da hilft TAMIFLU mit Nano-Squalen und Aluminiumhydroxid, auch mit Quecksilber-Thiomersal gibts beste Erfahrungen, die allerdings der Geheimhaltung unterliegen (Datenschutz!). ;-) Vielleicht findet sich ja ein begabter Hacker ...

Nachdem wir nun ja fast alle sog. Klimaexperten und Apokalypseexperten sind, soll auch mal ein ausgewiesener Nichtexperte zu Worte kommen:

Zugegeben ich bin kein Physiker, kein Biologe, kein Klimatologe und auch kein Chemiker. Aber ich besitze Augen und Ohren und ein Gehirn.
Wenn ich mir einfach nur die Zahlen ansehe, wer wieviel CO2 produziert, und ich dann sehe, dass der Mensch knapp 1% des CO2s das durch Insektenatmung entsteht produziert (und das ganze CO2 in der Atmosphere so etwa 0,035% der Atmosphere ist)... nun ja, da kann ich beim besten Willen nicht an den menschgemachten Treibhauseffekt glauben.


Habs nachgeprüft: Der Nichtexperte hat recht.
Mehr noch: CO2, Grundbaustein allen Lebens, ist 1,52x schwerer als Luft.

Die Klima-Lüge war gar zu plump.
Kleinigkeit am Rande:

Von 1998 bis 2008 ist die globale Temperatur um 0,2°C zurückgegangen.

Die Nordhalbkugel hat sich um 0,1°C, die Südhalbkugel sogar um 0,3°C abgekühlt.

24.11.2009
11:40
Bevölkerungswachstum verschärft die Klimaprobleme
von bramme7 | #16

... als vorbildlich ist hier die Stadt Duisburg zu nennen.
Die Stadt geht aktiv gegen die klimabeeinträchtigende Überbevölkerung vor, indem nur widerwillig und zögerlich bei Herzinfarkten Hilfe geleistet wird!
Man sikeht, das Problem läßt sich auch so lösen!

19.11.2009
14:35
Bevölkerungswachstum verschärft die Klimaprobleme
von halali01 | #15

Da können sich UvdL nebst Ehemann ja schämen.Mit ihren sieben Blagen sind sie dann wohl für diese bittere Erkenntnis mitverantwortlich.

19.11.2009
13:35
Bevölkerungswachstum verschärft die Klimaprobleme
von bbirke | #14

Deutschland hat doch die ideale Lösung für das Bevölkerungsproblem gefunden:

Einerseits leichter Zugang zu Verhütungsmitteln, dazu gute Sexualaufklärung und ein hohes Maß an unverbindlicher Sexualität, bei der das Kinderkriegen von vorneherein ausgeschlossen ist.

Bevölkerungswachstum in der 3.Welt kontrollieren klingt nach Zwangsmaßnahmen wie in China, nach Zwangssterilisationen und dergleichen, und das darf nun wirklich keine Option sein!

Wir haben eine schrumpfende Bevölkerung und dabei trotzdem ein Höchstmaß an sexueller Lust und Lebensqualität! In vielen Drittwelt-Ländern herrscht dagegen noch eine Sexualmoral wie bei uns vor etlichen Jahrzehnten, die teils aus der Kolonialzeit übernommen wurde. Also kaum Sexualaufklärung, Sex darf es offiziell nur in der Ehe geben, und Verhütung ist auch kaum verfügbar.

Bei uns sind eben Mädchen und Frauen oft standardmäßig per Pille auf unfruchtbar gestellt, und bei einschlägigen Begegnungen haben die Menschen gleich Kondome dabei. Das funktioniert viel besser als der Versuch, mit rigiger Sexalmoral und gleichzeitig Zwang das Bevölkerungswachstum in den Griff zu kriegen.

19.11.2009
04:54
Bevölkerungswachstum verschärft die Klimaprobleme
von mobel | #13

#8 von rumpelpilzchen,genau!

19.11.2009
00:57
Bevölkerungswachstum verschärft die Klimaprobleme
von rumpelpilzchen | #12

Wer ist überhaupt zuständig für die Beurteilung des Klimawandels ????
Deutschland, das Merkel, oder welche Institution ?

Will das kleine Deutschland mit 84 Mio. Einwohnern die Welt retten ??
O.K. ggfs. die UN, aber dass sind ja nur Denksportaufgaben...

Im Grunde ist das eine theoretische Quadratur des Kreises: heisst eine unlösbare Aufgabe, denn wie will man diese (theoretische) Aufgabe lösen ??
Will man ggfs. jeweils einen Polizisten neben die Ehebetten stellen ????
Leute, ihr habt sie nicht mehr alle !
Kümmert euch um Deutschland und lasst diesen theoretischen Firlefanz...

18.11.2009
22:16
Bevölkerungswachstum verschärft die Klimaprobleme
von inquisition | #11

Bevölkerungswachstum verschärft die Klimaprobleme
Ach so, damit die ungehemmt bumsen dürfen, mit den bekannten Folgen, sollen wir aufs autofahren verzichten? Ich glaub, ich spinne?

18.11.2009
21:52
Blockierter Kommentar.
von Thomas.Lau | #10

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18.11.2009
21:51
Blockierter Kommentar.
von PeerQuastt | #9

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