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Bericht: Inzest-Vater aus Sachsen scheitert vor Gericht

07.10.2012 | 11:27 Uhr
Foto: /ddp/Thomas Lohnes

Ein Mann aus Leipzig ist einem Medienbericht zufolge mit seiner Beschwerde über das Inzest-Verbot in Deutschland gescheitert. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in Straßburg lehnte den Antrag von Patrick S. ab, seinen Inzest-Fall vor der Großen Kammer zu verhandeln, wie das Münchner Nachrichtenmagazin "Focus" am Sonntag vorab berichtete.

München (dapd). Ein Mann aus Leipzig ist einem Medienbericht zufolge mit seiner Beschwerde über das Inzest-Verbot in Deutschland gescheitert. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in Straßburg lehnte den Antrag von Patrick S. ab, seinen Inzest-Fall vor der Großen Kammer zu verhandeln, wie das Münchner Nachrichtenmagazin "Focus" am Sonntag vorab berichtete. Damit sei der Fall juristisch abgeschlossen, Inzest unter Geschwistern bleibe in Deutschland verboten.

Patrick S. hatte in einer Liebesbeziehung mit seiner Schwester vier Kinder gezeugt und war wegen Beischlafs zwischen Verwandten zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Das Paar lebt mittlerweile getrennt. Mit der Klage in Straßburg wollte Patrick S. das Inzest-Verbot in Deutschland kippen. Bereits im April hatte eine kleine Kammer des Straßburger Gerichts entschieden, dass Sex zwischen Verwandten auch dann verboten ist, wenn er einvernehmlich erfolgt.

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