Ben Affleck verschweigt böse Ahnen

Los Angeles..  Über das Talent des Schauspielers Ben Affleck sind Filmkritiker geteilter Ansicht, sein gesellschaftliches Engagement steht indes außer Frage. Der 42-Jährige gilt als linksliberal, unterstützte Barack Obama im Präsidentschaftswahlkampf, inszeniert sich gerne als einer von Hollywoods Guten. Doch nun gerät Affleck wegen eines dunklen Familiengeheimnisses unter Druck.

Wie mehrere Medien unter Berufung auf die Enthüllungsplattform Wikileaks übereinstimmend berichteten, hatte der US-Sender PBS Affleck im Rahmen der Sendereihe „Finding Your Roots“ („Finde Deine Wurzeln“) gefragt, ob dieser Interesse daran hätte, die Geschichte seiner Familie zu erforschen und die Ergebnisse anschließend in der TV-Sendung zu veröffentlichen. Als während der Recherche jedoch herauskam, dass einer seiner Vorfahren Sklavenhalter war, wollte Affleck dieses Detail verschweigen. In einer E-Mail bat er den Sender, die historische Altlast aus dem Beitrag herauszuschneiden. Affleck, der immer wieder damit kokettiert, in die Politik zu gehen, war offenbar daran gelegen, einen „sauberen“ Stammbaum zu präsentieren. PBS-Moderator Henry Louis Gates jr. fragte daraufhin Sony-Chef Michael Lynton um Rat. Der erklärte in einer E-Mail: „Ich würde es herausschneiden, wenn es noch niemand weiß.“ Der später ausgestrahlte Beitrag ließ Afflecks Vorfahren dann tatsächlich außen vor – angeblich, weil andere Ahnen des Schauspielers für interessanter befunden wurden. Affleck rechtfertigte sich inzwischen auf Facebook: „Ich habe mich geschämt.“