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Energiewende

Bei der "Earth Hour" gehen rund um die Welt die Lichter aus

23.03.2013 | 00:15 Uhr
Kerzenschein statt elektrische Beleuchtung: Während der "Earth Hour" gehen weltweit um 20:30 Uhr Ortszeit die Lichter an Wahrzeichen der Stadt aus. Hier leuchtet eine Weltkugel aus Kerzen vor dem Brandenburger Tor in Berlin.Foto: Markus Schreiber/AP/dapd

Essen.  "Licht aus! Eine Stunde warten! Spot an!" Die Umweltorganisation WWF fordert bei der "Earth Hour" Menschen auf der ganzen Welt dazu auf, für eine Stunde den Lichtschalter umzulegen und auf "aus" zu stellen. Auch Städte an Rhein, Ruhr und im Sauerland machen bei der Aktion mit.

Was machen Sie für gewöhnlich an einem Samstagabend zwischen 20:30 Uhr und 21:30 Uhr? Fernsehen? Monopoly mit Freunden spielen? Sich vor dem Badezimmerspiegel aufhübschen für den Abend in der Kneipe oder die Disco? Wenn es nach der Umwelt-Organisation WWF (World Wildlife Fund) geht, sollten Sie das am 23. März alles im Dunkeln machen.

Dann läuft die "Earth Hour": Während dieser Stunde soll in Privathaushalten, aber auch an öffentlichen Plätzen, das Licht ausgeschaltet werden. Auch Städte an Rhein und Ruhr beteiligen sich an der Aktion.

Hier gehen die Lichter aus

Die Aktion steht in Deutschland diesem Jahr unter dem Motto "Ja zur Energiewende!". Neben der Forderung Energie zu sparen, möchte die Umweltschutzorganisation auch das Thema Energiewende weiter vorantreiben. Kanzlerin Angela Merkel und Kanzlerkandidat Peer Steinbrück sollen sich auch jenseits der anstehenden Bundestagswahl im September für das Thema Energiewende einsetzen.

Städte im Revier und Sauerland machen bei der Earth Hour mit

In Deutschland haben 140 Städte und Gemeinden ihre Teilnahme zugesagt, darunter auch Bottrop, Gelsenkirchen, Dortmund, Arnsberg und Castrop-Rauxel. Wahrzeichen der Stadt sollen für 60 Minuten nicht angestrahlt werden.

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Für die Städte im Revier ist die Earth Hour eher ein Signal, denn eine Aktion mit direkten Auswirkungen für die Haushaltskasse. "Mit Lichtausmachen Energie sparen - diese Zeiten sind vorbei", so Martin Schulmann von der Stadt Gelsenkirchen. "Wir wollen durch die Teilnahme an der Aktion ein Zeichen dafür setzen, dass die Energiewende bei jedem ankommen soll, bei den Stadt aber auch ihren Bewohnern. "

Wirkliche Stromeinsparungen durch das Lichtausmachen sind allerdings nicht zu erwarten: "Allein auf den Stromverbrauch bezogen, beträgt der Anteil des Energieverbrauchs bei der Beleuchtung rund 16 Prozent", erklärt Prof. Dr. Christoph Weber vom Lehrstuhl für Energiewirtschaft an der Universität Duisburg-Essen. "Davon wird aber mehr als drei Viertel im gewerblichen Bereich verbraucht. Dementsprechend wird das Licht löschen in Privathaushalten auch nur einen sehr begrenzten Effekt haben."

Auch zu Hause sollen die Lichter ausgeschaltet werden

Nicht nur Städte, auch Privatpersonen sollen sich an der Aktion beteiligen und für eine Stunde das Licht ausmachen. Im letzten Jahr waren in NRW knapp 1.600 Menschen dabei.

Licht aus zur Earth Hour

In Castrop-Rauxel war die Reaktion der Privathaushalte allerdings eher gering: "Im letzten Jahr haben wir auf unserer Facebook-Seite auf die Aktion aufmerksam gemacht, aber die Rückmeldung war verhalten", sagt Maresa Helleringmann von der Stadt. "Aber natürlich können wir nicht wissen, ob privat doch mehr Menschen mitgemacht haben."

Zur "Earth Hour" im Jahr 2012 verdunkelten über 6.950 Städte in 152 Ländern ihre wichtigsten Gebäude, darunter zum Beispiel die Pyramiden von Gizeh in Ägypten oder der Pariser Eiffelturm. Auch am Brandenburger Tor in Berlin leuchteten Kerzen statt starke Strahler vor dem Wahrzeichen der Hauptstadt.

Jennifer Rüdinger

Kommentare
24.03.2013
09:28
Hab ich versucht...
von uwekause | #7

aber die anderen Verkehrsteilnehmer haben gehupt und mich angeblinkt!

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Bei der "Earth Hour" gehen rund um die Welt die Lichter aus
Bei der "Earth Hour" gehen rund um die Welt die Lichter aus
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http://www.derwesten.de/panorama/bei-der-earth-hour-gehen-rund-um-die-welt-die-lichter-aus-id7709780.html
2013-03-23 00:15
Earth Hour, WWF, Strom, Energiewende,Bottrop, Essen, Dortmund, Gelsenkirchen
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