Bauchfrei ist wieder "in" - Das sind die Sommertrends 2014

Der Girlie-Look der 90er-Jahre hat es zurückgeschafft: Bauchfreie Tops sind wieder in Mode.
Der Girlie-Look der 90er-Jahre hat es zurückgeschafft: Bauchfreie Tops sind wieder in Mode.
Foto: Rainer Jensen/dpa
Was wir bereits wissen
Das Frühjahr und der Sommer werden leicht, weich und sinnlich. Wir reden hier von der Damenmode, die zudem bunt oder abstrakt bedruckt sein darf. Ein Alleskönner für jede Figur meldet sich zurück: der Bleistiftrock. Er ist auch für Frauen jenseits von Modelmaßen ein echter Gewinn.

Essen.. Ist das Kunst oder kann das weg? Diese Frage mag man sich stellen beim Anblick vieler knallbunter, abstrakter Drucke in der Frühjahrsmode 2014. Das weibliche Beinkleid als Leinwand kreativer Designfantasien? Warum nicht. Von Kopf bis Fuß darf die bedruckte Kleidung getragen werden. Oder aber als Blickfang zu ebenfalls angesagten Statement-Sweatern, also zu Shirts mit markanten Sprüchen. Gerne auch in XXL, das wirkt cool zu Jeans, Microshorts oder Minirock und bricht die strenge Silhouette eines klassischen Bleistiftrocks auf.

Der Aufstieg des Bleistiftrocks begann in den 50er-Jahren

Auch als Pencilskirt bekannt, begann dieser seine Biografie in den 50er-Jahren und sichert bis heute der modebewussten Businessfrau einen souveränen Auftritt. Aber er kann weit mehr, als einen korrekten Eindruck zu hinterlassen. Der extrem körperbetonte Rock versprüht eine subtile Sexiness und edle Materialien, wie z.B. Spitze und Seidenbrokat, verleihen seiner Trägerin kultivierten Glamour. Die aktuelle Überknielänge verlangt nach High Heels, mit denen, d ank komfortablem Stretchanteil, auch größere Sprünge möglich sind.

Related content „Der Bleistiftrock ist für jeden Figurtyp geeignet. Problemzonen können mit weit geschnittenen Oberteilen, z.B. Pullis, kaschiert werden“ empfiehlt Brian Rennie, Chefdesigner aus dem Hause Basler, der mit seinem mutmachenden Modestatement trendambitionierten Frauen jenseits von 90-60-90 aus dem Herzen spricht. Und das ist auch gut so, bedenkt man, dass in Deutschland durchschnittlich jede zweite Frau eine wohlproportionierte Größe 42 trägt.

Auch Nadja Klug mit ihrem Label „Frauenlust“ (www.frauenlust.de) weiß, dass jede Frau ihre ganz individuellen Ansprüche an Mode hat. „Die Frühjahr- und Sommersaison feiert die Einzigartigkeit der Frau“, schwärmt die Designerin. „Mode ist für mich Sinnlichkeit, Lust und Freude zugleich und weit mehr als nur ein saisonbedingter Aufschrei über die neuesten Trends.“

Related content Und genau aus diesem Grund huldigt die Fashion-Elite in diesem Jahr einem der wohl weiblichsten Kleidungsstücke schlechthin. Das Wrapdress oder Wickelkleid feiert, 1974 entworfen von Diane von Fürstenberg, seinen 40. Geburtstag. Seit vier Jahrzehnten trotzt der feminine Designklassiker flüchtigen Strömungen. Was als Showdown in den eher wilden 70er- Modejahren begann, hat sich zum beständigen Lieblingsstück mehrerer Generationen und Gelegenheiten etabliert.

„Das Wrapdress von Diane von Fürstenberg ist ein wundervolles Basic für jeden Kleiderschrank und kleidet jede Frau perfekt“, stimmt Nadja Klug zu. „Alternativ dazu sind Jerseykleider, besonders als Maxidress im Sommer, ein Traum von Flexibilität.“ Das weich fließende Material ist Koffers Liebling, erfreulich pflegeleicht und damit das ideale Reiseoutfit.

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Stulpen zu High Heels, bauchfreie Tops und Falten-Miniröcke. Der Generation „Levi’s 501“ wird ein Schauer über den Rücken laufen. Ob wohlig oder entsetzt, da werden die Meinungen auseinandergehen. Der typische Girlie-Look der 90er-Jahre hat es jedenfalls zurück auf den Laufsteg geschafft. Mode, die nicht jeder Altersklasse gerecht werden kann, aber sicherlich den Trendkosmos vieler Teenager und junger Twens bereichern wird.

Zeitloser präsentiert sich der Oversize-Blazer. Zunächst maskulin-kantig in seiner Anmutung, entpuppt er sich als schmeichelhafter Protagonist zu tiefblauen Skinny Jeans, Röcken in A-Linie und – wer hätte das gedacht – zu Jogginghosen. Wer dabei an ballonseidenen Flodder-Chic denkt, sei beruhigt. Der neu interpretierte Freizeitlook kommt in edler Seide und weich fließender Viskose salonfähig daher. Dezente Nuancen von Nude bis Taupe unterstreichen seine elegante Leichtigkeit.

Farben

Gelb ist definitiv das neue Rot, und aufgrund der vielen unterschiedlichen Nuancen dürfen sich alle Frauen modisch von der Sonne geküsst fühlen. Gelb ist durchaus eine kritische Farbe, aber mit Mais, Zitronengelb, Senf oder Safran dürfte für jeden Haut- und Haartyp etwas dabei sein.

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Es sind die Details, die jedes Erscheinungsbild rund machen. Oder besser gesagt: Accessoires. „Frau enlust“ kombiniert in dieser Saison auffallende Gürtel, bestickte Colliers, Statementketten, Schals mit Lederfransen und kleine Lederboleros oder Westen. Witzige Shirts bieten unzählige Möglichkeiten, Basics und Klassiker aufzuwerten und so dem Look einen einzigartigen, unverwechselbaren Style zu geben, ganz so, wie sich jede Frau am wohlsten fühlt.