Bau des Berliner Einheitsdenkmals verzögert sich weiter

Ein Modelbild des Freiheits- und Einheitsdenkmals in Berlin. Mit der Fertigstellung ist allerdings nicht vor 2017 zu rechnen.
Ein Modelbild des Freiheits- und Einheitsdenkmals in Berlin. Mit der Fertigstellung ist allerdings nicht vor 2017 zu rechnen.
Foto: Milla & Partner/ dpa
Was wir bereits wissen
Eigentlich sollte es schon längst stehen, doch der Bau des Einheits- und Freiheitsdenkmals in Berlin verzögert sich mindestens noch bis 2017.

Berlin.. Deutschland hat mit seinen Denkmälern zur Deutschen Einheit kein Glück. In Leipzig wurde das Projekt vergangenes Jahr ganz abgeblasen, in Berlin verzögert sich der Bau immer weiter.

Bautermin wurde mehrfach verschoben

Das seit 2007 geplante Einheits- und Freiheitsdenkmal in Berlin wird frühestens 2017 fertig - vier Jahre später als geplant. Wie Senatsbaudirektorin Regula Lüscher am Donnerstag auf eine schriftliche Anfrage der Linken mitteilte, läuft immer noch das Genehmigungsverfahren. Danach sei mit einer Bauzeit von rund zwei Jahren zu rechnen.

Das Denkmal, das an die deutsch-deutsche Vereinigung erinnern soll, hatte ursprünglich schon 2013 fertig werden sollen. Mehrfach wurde der Termin verschoben - zuletzt auf 2016.

Mauerfall Zuerst war ein Wettbewerb gescheitert, dann trennten sich die beauftragten Künstler. Schließlich sorgten die Entdeckung wilhelminischer Mosaike und ein Völkchen seltener Wasserfledermäuse für Verzögerungen.

Leipzig hatte zuvor ganz aufgegeben

Nach Angaben von Lüscher läuft die Abstimmung zwischen den Ämtern um die Zukunft der Fledermäuse noch. Auch die "Schnittstellenabstimmung" mit den benachbarten Baustellen von Berliner Schloss und U5 sei noch nicht abgeschlossen.

Das Denkmal soll auf dem Sockel des früheren Kaiser-Wilhelm-Standbildes entstehen. Es ist in Form einer riesigen goldschimmernden Wippe geplant, auf der Oberseite soll der Satz stehen "Wir sind ein Volk. Wir sind das Volk".

In Leipzig hatte der Stadtrat nach quälenden Debatten das dort geplante Einheitsdenkmal im vergangenen Jahr vorerst ganz auf Eis gelegt. (dpa)