Bahnfahrer müssen am Montag mit Zugausfällen rechnen

Zwischen sechs und acht Uhr werden Angehörige der Eisenbahner- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) an verschiedenen Standorten bundesweit streiken.
Zwischen sechs und acht Uhr werden Angehörige der Eisenbahner- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) an verschiedenen Standorten bundesweit streiken.
Foto: Kerstin Kokoska/WAZ FotoPool Essen
Was wir bereits wissen
Bahnreisende müssen sich am Montagmorgen auf Zugausfälle und Verspätungen einstellen. Zwischen 6 und 8 Uhr wollen Mitglieder der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) bundesweit in einen Warnstreik treten. Zu möglichen regionalen Schwerpunkten gab es keine genauen Angaben.

Berlin.. Wegen bundesweiter Warnstreiks müssen sich Bahnreisende am Montag auf Verspätungen und Zugausfälle einstellen: Zwischen sechs und acht Uhr werden Angehörige der Eisenbahner- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) an verschiedenen Standorten bundesweit streiken, wie ein Gewerkschaftssprecher am Samstag mitteilte. Betroffen sind Stellwerke, Werkstätten und die Reinigungsbetriebe. Vor dem Frankfurter Hauptbahnhof ist eine Kundgebung geplant.

"Wir werden die Reisenden nicht mehr als nötig verärgern", sagte EVG-Sprecher Uwe Reitz der Nachrichtenagentur AFP. Die Warnstreiks sollten zunächst "mit Augenmaß" ablaufen, betonte der Sprecher. Die Gewerkschaft sei aber bereit zu weiteren Arbeitsniederlegungen, "wenn sich auf Arbeitgeberseite nichts bewegt". Erwartet werde ""ein deutlich verbessertes Angebot", sagte Reitz.

Bahn-Sprecherin: "Absurd jetzt zu streiken"

Die Bahn und die EVG wollen am späten Montagnachmittag ihre Tarifverhandlungen für die 130.000 Bahn-Beschäftigten in Berlin fortsetzen. Die Gewerkschaft fordert unter anderem eine Lohnerhöhung von 6,5 Prozent mit einer Laufzeit von zwölf Monaten.

Die Bahn hatte zuletzt Steigerungen von 2,4 zum 1. Mai 2013 und weiteren 2,0 Prozent zum 1. April 2014 angeboten. Außerdem will sie die betriebliche Altersvorsorge erhöhen und eine Einmalzahlung von 400 Euro gewähren.

"Die Streikankündigungen sind bei dem von uns vorgelegten Angebot vollkommen unverständlich und unverhältnismäßig", erklärte eine Bahn-Sprecherin am Samstag in Berlin. Es sei "absurd jetzt zu streiken, obwohl über das aktuelle Angebot der DB noch nicht einmal verhandelt worden ist". Die Bahn werde versuchen, flexibel auf Arbeitsniederlegungen zu reagieren, "um die Auswirkungen für die Reisenden so weit möglich zu begrenzen". (afp/dpa)