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„Autofasten“ kommt für die wenigsten Deutschen in Frage

16.02.2010 | 20:56 Uhr
„Autofasten“ kommt für die wenigsten Deutschen in Frage

Hamburg. Die Hälfte der Deutschen hat in ihrem Leben mindestens einmal gefastet, ergibt eine aktuelle Umfrage. Während viele auf Alkohol oder Süßigkeiten verzichten könnten, wollen die wenigsten den Wagen stehen lassen. Und auch beim Internet sind die Deutschen wenig enthaltsam.

Jeder zweite Bundesbürger hat schon mindestens einmal im Leben gefastet oder bewusst über längere Zeit auf Genussmittel verzichtet. Laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag der Krankenkasse DAK verzichten 64 Prozent der Befragten beim Fasten am ehesten auf Alkohol. 59 Prozent nannten Süßigkeiten und 39 Prozent Zigaretten. Nur jeder Vierte würde über Wochen Computer oder Internet ausschalten. In Bayern ist den Angaben zufolge die Begeisterung für das Fasten besonders groß, in den Ostdeutschland eher gering.

Frauen verzichten eher

“Das Ende der Karnevalszeit ist für viele Menschen ein guter Zeitpunkt, über ihren Lebensstil nachzudenken und die guten Vorsätze für 2010 aufzufrischen“klärte die DAK-Ehrnährungswissenschaftlerin Silke Willms. „Wer es in den nächsten sieben Wochen bis Ostern schafft, kein Bier zu trinken, nicht zu rauchen oder sich besser zu ernähren, der tut sich und seiner Gesundheit einen großen Gefallen.“ Der kurze Verzicht könne so zu einem anhaltenden Gewinn werden.

Den Angaben zufolge sind 15 Prozent dazu bereit, das Auto stehen zu lassen und auf alternative Verkehrsmittel umzusteigen. Frauen seien generell eher als Männer gewillt, für eine bestimmte Zeit Genussmittel und Konsumgüter zu streichen. Den jüngeren Befragten würde vor allem der Verzicht auf das Internet schwerfallen.

Mehrheit der Deutschen hat schon gefastet

In den vergangenen Jahren hat die Mehrheit der Bundesbürger laut Umfrage schon mindestens eine Fastenzeit eingelegt. 35 Prozent der Befragten gaben an, „schon öfter“ für mehrere Wochen auf ein Genussmittel oder Konsumgut verzichtet zu haben. In Bayern waren es 41 Prozent, in den ostdeutschen Bundesländern 30 Prozent.

Weitere 12 Prozent haben laut Umfrage noch nie gefastet, könnten sich dies aber durchaus vorstellen. Überhaupt nicht in Frage kommt der bewusste Verzicht für 34 Prozent der Befragten.

Für die Studie hat das Meinungsforschungsinstitut Forsa vom 10. bis 12. Februar dieses Jahres 1.004 Personen befragt. (apn)

DerWesten

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