Aus GEZ wird Beitragsservice - was sich jetzt ändert
27.11.2012 | 14:40 Uhr 2012-11-27T14:40:00+0100
Köln. Die GEZ wird Beitragsservice: neuer Intenet-Auftritt, neue Formulare. ARD, ZDF und Deutschlandfunk kämpfen für die Akzeptanz der Rundfunkgebühr. Dafür wird aus der GEZ der Beitragsservice, der mittelfristig Personal und Geld sparen will. Doch mehr Probleme liegen im Programm.
Ab 2013 gilt ein Rundfunkbeitrag pro Wohnung. Er wird nicht mehr an einzelnen Geräten festgemacht, sondern pro Wohnung fällig - dafür aber unabhängig davon, wie viele Menschen dort leben. Ab 2013 zahlt dann jeder Haushalt monatlich 17,98 Euro für die Rundfunknutzung.
Für die Zahler von Rundfunkgebühren beginnt ein neues Zeitalter. Ab 1. Januar 2013 werden die Gebühren nicht mehr pro Gerät berechnet. Stattdessen heißt es künftig: eine Wohnung, ein Beitrag. Die Geräte-Abdeckung liegt bei 98,9 Prozent. Die Gebühreneinzugszentrale (GEZ) in Köln wird bei dieser Gelegenheit umbenannt in Beitragsservice. Ab sofort sind die Gebühren-Dienstleister von ARD, ZDF und Deutschlandfunk im Netz erreichbar. Der Name ist Programm. Er soll vergessen machen, dass die GEZ so beliebt ist wie der Fuchs im Gänsestall.
Beitrag bleibt bei 17,98 Euro
Der neue Internet-Auftritt ist für die Gebührenverwalter nur der Auftakt eines tiefgreifenden Umbaus der Institution. Die nicht unumstrittene Hauptaufgabe der Einrichtung besteht in den nächsten beiden Jahren in einem einmaligen Daten-Abgleich mit den Einwohnermeldeämtern. Für die meisten Gebührenzahler ändert sich durch das neue System nichts. Für Radio und Fernsehen bleibt es bei 17,98 Euro pro Monat.
Vielmehr berücksichtigt das neue Gebührensystem den technischen Wandel der Empfangsgeräte. Zudem soll die Quote der Schwarzseher von bis 15 Prozent gegen null gehen. In Großstädten zahlen oft nur noch 75 Prozent der Haushalte für TV und Radio. Im vorigen Jahr wurden zehn Prozent der Gebührenpflichtigen von der Zahlung befreit. Ferner stellen die Beitragsverwalter Service in den Mittelpunkt. Neue, deutlich verständlichere Formulare sind entwickelt worden. GEZ-Chef Stefan Wolf verspricht, die Abläufe bei der Bearbeitung von An- und Ummeldungen und, noch wichtiger, von Beschwerden zu vereinfachen. Die Umstellung dauert insgesamt vier Jahre. Sie kostet laut Wolf insgesamt 79 Millionen – auch weil für den System-Wechsel 250 zusätzliche Mitarbeiter befristet eingestellt wurden.
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16:16
Es ist schon sehr wichtig, dass wir ein unabhängiges Fernsehen - insbesondere in Hinblick auf neutrale (also konsumunabhängige) Berichterstattung haben. Was aus Nachrichten wird, die von privaten Interessen/Interessenten gesteuert werden, sieht man in den USA am Beispiel des Senders FOX sehr deutlich - da kann man Angst bekommen. ABER: Wie und in welcher Form die GEZ unsere Gelder veruntreut ist ebenso skandalös wie größenwahnsinnig. Wer will und braucht so viele verschiedene - teils völlig überflüssig aufgebauschte Sender? Die früheren 3 Programme reichen doch völlig aus! Auch benötigen wir keine speziellen Spielfilm-Sparten, dafür gibt es andere TV-Sender. Jetzt haben wir ZDF Neo, ARD Dingsda Plus... etc. diverse Internetauftritte, die keinen interessieren. Anstatt die wesentlichen Informationen zu bündeln, haben wir einen Rattenschwanz an Sendern, die nur Geld kosten, aber keinen besonderen Nutzen haben. Das meine ich mit Veruntreuung.
Das sehe ich auch so.
In Erwartung des Geldflusses wurde kräftig ausgebaut. Die GEZ ist und bleibt ein Selbstbedienungsladen. Egal wie man ihn nennt.
13:12
Ich kann nachvollziehen, dass es so etwas wie eine Informationspflicht gibt - diese aber könnten 1-2 Fernsehsender und ein deutschlandweiter Radiosender absolut erfüllen, und dass für einen Beitrag pro Bürger von sagen wir € 1,00 / Monat.
Warum genau müssen wir drittklassige Polit-Talks finanzieren? Warum genau müssen wir pro Bundesland eine Sendeanstalt finanzieren, die in heutiger Zeit kaum noch eine Berechtigung erfüllt? Warum müssen wir niveauloses TV im Stile von Carmen Nebel finanzieren? Und überhaupt, welchen Informationsauftrag erfüllt Carmen Nebel? Warum gibt es in jedem Bundesland 4, 5 oder auch mehr staatliche Radiosender? Weder brauche ich diese, noch möchte ich diese finanzieren.
Es wird an der Zeit, dass das Verfassungsgericht diese Praktik des zwangsweisen Pay-TVs untersagt - besser heute denn morgen. Denn es ist nicht mehr als eine große Arbeitsbeschaffungsmaßnahme, an welcher sich wenige (siehe: Herrn Jauch) schamlos bereichern. Und dem gehört ein Riegel vorgeschoben
07:21
Günther Jauch bekommt für seine müde Talkrunde pro MINUTE 4.000 Euro. Soviel verdienen viele nicht in einem MONAT.
Ich sage lieber nicht was ich von der ARD und der GEZ halte. Sonst wird mein Beitrag nur wieder zensiert. Ach nein, bei der WAZ heisst das ja blockiert. Ist zwar das gleiche aber die WAZ denkt, die Leute sind zu blöd, um das zu merken.
22:02
Klingt für mich nach Neusprech.. Aus GEZ wird "Beitragsservice"... An der Zahlungsmoral der Bevölkerung (Bedingt durch fehlende Akzeptanz dieses Systems) wird sich sicher nichts ändern, im Gegenteil.
Die Hauptzollämter und Vollstreckungsstellen der Kommunen werden nun mit Sicherheit noch mehr zu tun bekommen, als es schon durch die GEZ der Fall war. Da kann man dann das Personal wieder einsetzen, welches man bei der GEZ eingespart hat..
Aber wenigstens sind damit nun die Zeiten vorbei, in denen "Gebührenbeauftrage" mit zweifelhaften Methoden hinter vermeintlichen Schwarzsehern her waren...
20:29
Nicht ZwangsGEBÜHR, ZwangsSTEUER
20:19
Wer die Musik bezahlt, muß mit der Leistung nicht zufrieden sein!
Aber noch schlimmer ist die optionslose, verpflichtende Zahlung, wenn ich die Leistung nicht will!
Der Wettbewerb ist ausgesetzt, weil der Kunde nicht abstimmt!
Unwählbar!
20:17
Die Informationspflicht ist sogar im GG vorgeschrieben, also wäre es angemessen, Rundfunk- & Fernsehgebühren vom Staat zu bezahlen, anstatt jede Familie immer wieder mit diesem Ärgernis zu belästigen. Und es gibt zunehmend Bürger, die nicht mehr "mal so eben" 17€ (34DM) bezahlen können, bei vielen reicht es nicht einmal mehr, extra Medikamente zu bezahlen, weil der Standard nicht bekömmlich ist.
Sie sind nicht arm genug, um befreit zu werden. Es gibt sogar Bürger, die kein Radio, keinen Fernseher und keinen PC haben, aus verschiedenen Gründen, taub, blind, gestreßt von dem Lärm und den schlechten Nachrichten usw.,will man von diesen Leuten das Geld vom Zoll oder der GSG9 abpressen, sie einsperren?
19:44
Genauso eine bescheuerte Umbennenung wie Agentur für Arbeit.
19:08
Man kämpft um Akzeptanz? Wo denn? Die Kohle kommt.
19:04
ob dann wenigstens die journalistische Qualität wieder steigt? Gestern hat sie jedenfalls ihren vorläufigen Tiefpunkt erreicht. http://www.3sat.de/mediathek/index.php?display=1&mode=play&obj=33708
Wer sich für den Beitrag an sich nicht interessiert, sollte sich aufjedenfall den Ausschnitt 2:50 - 3:00 anschauen. Mal schauen, wem es auffällt.
Ersatz-Link: http://www.vidup.de/v/f2xgt/
Was hat man sich denn dabei gedacht?!