Aus für Motörhead nach dem Tod von Lemmy Kilmister

Vier Tage nach seinem 70. Geburtstag erlag Motörhead-Frontmann Lemmy Kilmister einem erst kurz zuvor diagnostizierten Krebsleiden.
Vier Tage nach seinem 70. Geburtstag erlag Motörhead-Frontmann Lemmy Kilmister einem erst kurz zuvor diagnostizierten Krebsleiden.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Nach dem Tod von Rock-Legende Lemmy Kilmister hat „Motörhead“-Drummer Mikkey Dee bekannt gegeben, dass sich die britische Band auflöst.

Los Angeles..  Es ist keine große Überraschung, aber jetzt ist es offiziell: Nach dem Tod von Frontmann Lemmy Kilmister löst sich die Band Motörhead auf. Das sagte der derzeitige Drummer Mikkey Dee der schwedischen Zeitung „Expressen“. „Motörhead ist natürlich vorbei“, sagte Dee dem Bericht zufolge, „Lemmy war Motörhead. Aber die Band wird in der Erinnerung vieler weiterleben.“

Bassist Ian „Lemmy“ Kilmister war am Montag gestorben – vier Tage nach seinem 70. Geburtstag an Heiligabend und nur zwei Tage, nachdem er nach Angaben seiner Band-Kollegen eine Krebs-Diagnose erhalten hatte. Die Rock’n’Roll-Legende war seit der Gründung 1975 das Gesicht von Motörhead, die es als lauteste Band der Welt ins Guinnessbuch der Rekorde geschafft hatte.

Das letzte Konzert hatte die britische Band am 11. Dezember in Berlin gegeben. Schon von der Krankheit gezeichnet hatte Kilmister sich durch die Europa-Tour gekämpft. Lemmy sei furchtbar hager gewesen und habe sich auf der Bühne völlig verausgabt, berichtete Dee der Zeitung: „Es ist unfassbar, dass er überhaupt spielen konnte, dass er die Europa-Tour beenden konnte. Das ist erst 20 Tage her – unglaublich!“

Kilmister war berühmt für sein von „Sex, Drugs and Rock’n’Roll“ getränktes Leben. Länger als von vielen erwartet war der Brite dem harten Bühnenjob gewachsen gewesen. „Ich brauche keinen Doktor“, hatte der Kettenraucher und Vieltrinker mal behauptet, „und die Bühne lässt mich jeden Abend aufs Neue überleben.“ (moi)