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August-Sonne rettet die Sommer-Bilanz 2012

30.08.2012 | 14:32 Uhr
So sonnig sah der Sommer 2012 viel zu selten aus.Foto: dapd

Offenbach.   Der Sommer 2012 war laut Statistik nur Durchschnitt. Das geht aus den Daten hervor, die der Deutsche Wetterdienst am Donnerstag vorgestellt hat. Dabei hat der August die regnerischen Monate Juni und Juli weitgehend ausgeglichen. Experten erwarten einen ausgeprägten Spätsommer.

Gefühlt ist der Sommer bislang zu kühl und zu trüb - statistisch gesehen ist er aber einfach nur Durchschnitt. Mit 17,2 Grad Celsius und 591 Stunden Sonnenschein wichen die Durchschnittswerte in den Sommerwochen im Juni, Juli und August nur geringfügig vom langjährigen Mittel ab, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Donnerstag in Offenbach mitteilte. Die Daten basieren auf den ersten Auswertungen der Ergebnisse, die der DWD in seinen bundesweit rund 2000 Messstationen aufzeichnete.

In puncto Sonnenschein konnte das weitgehend freundliche August-Wetter demnach ein im Juni und Juli entstandenes Defizit fast ausgleichen. Nicht ganz falsch lagen allerdings jene, denen der Sommer zu nass erschien: Mit 263 Litern pro Quadratmeter wurde das Regensoll von 239 Litern um immerhin zehn Prozent übertroffen. Mehr aber auch nicht, was so manchem 'gefühlten Eindruck' wiedersprechen dürfte.

Am 1. September beginnt der meteorologische Herbst

Während es im Juni anfangs noch kühl gewesen sei, habe es im Juli einen eher "typisch deutschen, unbeständigen Schaukelsommer" gegeben, sagte der Meteorologe des DWD, Gerhard Lux. Im Durchschnitt sei der Sommer wenige Tage vor Beginn des meteorologischen Herbstes am 1. September bezüglich Niederschlagsmenge, Sonnenscheindauer und Lufttemperatur mit knapp einem Grad mehr "ein wenig wärmer, aber sonst recht nahe an den Sollwerten" gewesen, sagte Lux. Das langjährige Mittel der Sommermonate Juni bis August liegt nach DWD-Angaben bei 16,3 Grad Celsius.

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Der Sommer ist da, zumindestens kurzzeitig, doch die letzten Wochen haben für viel Frust bei den Menschen im Pott gesorgt. Im Essener Grugabad haben wir nachgefragt.

Die heißesten Tage des Jahres waren laut Lux im Westen Deutschlands der 19. und im Osten der 20. August. Der höchste amtlich gemessene Wert sei in Dresden-Hosterwitz mit 39,8 Grad Celsius gewesen, sagte der Meteorologe. Die Sonne habe mit 604 Stunden bislang 98 Prozent der durchschnittlichen Sonnenscheindauer der Sommermonate erreicht.

Ausgeprägter Spät- und Altweibersommer erwartet

'Bei den Niederschlägen habe es nach Angaben des Wetterdienstes wetter.net große Unterschiede gegeben. So seien etwa in Dresden 85 Prozent der üblichen Regenmenge gefallen. In Berlin habe es dagegen mit 150 Prozent ein Drittel mehr Niederschläge gegeben als sonst.

Der perfekte Sommer

Während der DWD keine Prognose für den Herbst wagen möchte, erwartet der Wetterdienst Meteogroup überwiegend freundliches Wetter für die kommenden Monate. Nach dem Ausbleiben eines längeren Hochdruckgebiets bis Mitte August seien die Chancen für einen ausgeprägten Spätsommer und Altweibersommer gut, sagte Meteorologe Jörg Riemann.

Auch wetter.net geht von einem überwiegend freundlichen Herbst aus. Den Langfristmodellen zufolge werde er insgesamt sonniger und wärmer als im langjährigen Durchschnitt ausfallen, hieß es. Erst der November werde demnach "vielfach trüb und grau verlaufen". Insgesamt soll der Monat nach Ansicht des Wetterdienstes kälter und ungemütlicher als im letzten Jahr ausfallen. (dapd/afp)

 



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