Aufregung um das Funkhaus Europa

Köln..  Die geplante, in einigen Bereichen bereits umgesetzte, Programmreform des WDR sorgt für Aufregung. Nach einem Bericht der „taz“ soll es Pläne geben, das Funkhaus Europa, die „polyglotte Vorzeigewelle“ radikal zusammenstreichen. Vor allem die Minderheitensendungen in Arabisch, Türkisch, Spanisch seien betroffen, heißt es. Sie würden von 60 auf 30 Minuten gekürzt und auf den späten Abend geschoben. Auch die Musiksendungen des Funkhauses seien betroffen. Grundsätzlich ist von „radikalen Streichungen“ im Programm die Rede. Auf den ersten Blick klingt das nicht abwegig. Der WDR muss sparen, auch weil SPD und Grüne vor Kurzem eine Begrenzung der Radiowerbung im Kölner Sender beschlossen haben. Das werde zu „schmerzhaften Einschnitten“ führen, hatte WDR-Intendant Tom Buhrow im Januar gewarnt. Dennoch dementiert Ingrid Schmitz stellvertretende Unternehmenssprecherin des Senders, den „taz“-Bericht. Und zwar „entschieden“. Funkhaus Europa sei auf Grundlage des WDR Gesetzes „ein Hörfunkprogramm, das sich vor allem Themen des interkulturellen Zusammenlebens“ widme. Auf diesem Grundsatz beruhten sogar „Ausbaupläne“. „Diese werden derzeit in den Gremien beraten. Während solcher Prozesse äußern wir uns grundsätzlich nicht zu Details.“