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Auch Biergarten-Besucher müssen Benimm-Regeln einhalten

09.08.2012 | 18:17 Uhr
Prost! Der Himmel ist blau, das Bier schön kalt. Alles perfekt. Doch Vorsicht: Auch im Biergarten muss man sich an Regeln halten.Foto: dapd

Essen.   Richtiges Benehmen an Tischen und Bänken. Darf ich eigenes Essen mitbringen? Kann ich mich überall hinsetzen? Auch im Biergarten, diesem Sammelplatz der guten Laune, kann die Stimmung kippen. Hier die wichtigsten Tipps von Knigge-Fachmann Dr. Hans Michael Klein.

Ein gut gefülltes Glas, dazu etwas Leckeres vom Grill in gemütlicher Runde. Herrlich! Einer der schönsten Wege des Sommers ist der Abstecher in den Biergarten. Aber aufgepasst! Auch an diesem Sammelplatz der guten Laune kann die Stimmung kippen.

Wie weit darf ich fremden Menschen auf die Pelle rücken? Ist es erlaubt, die eigene Stulle mitzubringen, weil ich Rostbratwürstchen nicht mehr riechen kann? Und wer gewinnt das Rennen um die schönsten Plätze? Ein Fall für Dr. Hans-Michael Klein. Als Leiter der Knigge-Akademie in Essen kennt er die Antworten auf knifflige Fragen im Umgang mit den lieben Mitmenschen.

Ist es okay, sich zu Fremden an den Tisch zu setzen?

Da muss man differenzieren. Es gibt zwei Arten von Tischen. Die kleineren, oft sind es Vierertische, sind die intimeren Bereiche. Die größeren, oft sind es Bierzeltgarnituren, die freizügigeren. „An den langen Bänken geht es kommunikativ zu. Sie sind dazu gedacht, Fremde kennen zu lernen“, sagt Hans-Michael Klein.

Biergärten im Revier

Bei den kleineren Tischen sei viel Fingerspitzengefühl gefragt. „Wenn ich sehe, dass da ein Paar sitzt und Sternchen in den Augen hat, sollte ich mich zurückhalten“, rät der Benimm-Experte. Grundsätzlich gilt: Nicht einfach hinsetzen, sondern zuerst fragen.
 

Und wie frage ich nach einem freien Platz?

Oberstes Gebot: „Freundlich, mit Herzenswärme“, empfiehlt der Fachmann. Er schlägt folgende Formulierungen vor: „Hallo, ist der Platz noch frei?“ oder „Hätten Sie etwas dagegen, wenn wir uns dazu setzen?“ Auch ein schlichtes „Darf ich?“ sei in Ordnung, sofern man das mit einem Lächeln begleitet.

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Kommentare
10.08.2012
17:12
Auch Biergarten-Besucher müssen Benimm-Regeln einhalten
von Graf90 | #4

Jetzt hab ich als Oberbayer vom Lago di Bonzo, dem Münchner Ausflugsziel Nr. 1, vieles gelernt. Wow!

Logisch, dass man höflich fragt, wenn man irgendwo an einen Tisch möchte, wenn kein Platz mehr frei ist und man „zamruckt“. Das machen wir so in Bayern. Keine Frage, dass hier abgelehnt wird – es sei denn, die Plätze sind tatsächlich besetzt. Egal ob Preiß oder Bayer. Da ist man sehr weltoffen. Aber wenn man sich trotz eines „Neins“ dazua hockt, dann wird’s grantig.

Herr Knigge, bzw. der Fachmann, wird sich aber in München schnell „a drum Fotzn oder Watschn beim Wirt abholen, wenn er sein Essen mitbringt und dort verzehrt. Das ist nicht in allen Biergärten erlaubt, sondern nur in bestimmten und da gibt es bestimmte Plätze und Regeln dafür. Rot-Weiße Tischdecken lol. Der Herr Fachmann bestellt sich in Bayern sicher „o Moaßl“! 1 Liter Bier heißt in Bayern „a Maß“ und wird auch so ausgesprochen. Das Zauberwort „Bitte“ findet hier auch Anklang.

Sehr schlecht recherchiert!

1 Antwort
Auch Biergarten-Besucher müssen Benimm-Regeln einhalten
von Forumspolizei | #4-1

in einem hast du allerdings Unrecht, du Bayer. "a Maß" ist kein Liter, sondern i.d.R. ein halbvolles Literglas. Das ist ein Unterschied, der in Preußen im Fach Mathematik - Volumenberechnung gelehrt wird.

10.08.2012
14:00
Tischdecken
von SteB | #3

Wenn in Bayern überhaupt jemand auf die Idee kommt, sich eine Tischdecke mitzubringen, sind diese überwiegend weiß-blau und nicht rot-weiß.

10.08.2012
13:41
Auch Biergarten-Besucher müssen Benimm-Regeln einhalten
von Pase_Lacki | #2

Interessant, dass irgendwer meint, mit seinen Regeln festlegen zu können, wie man sich hier und da zu benehmen hat. Jeder sollte sich so benehmen, wie er es für richtig hält und dadurch Dritte nicht gestört werden, vollkommen egal, was der Knigge dazu sagt. Überholt wie die Bibel...

2 Antworten
Auch Biergarten-Besucher müssen Benimm-Regeln einhalten
von Eduard79 | #2-1

Der Knigge war noch nie ein Regelwerk, sondern schon immer ein Ratgeber. Und es geht darin um genau den Gedanken, den Sie skizzieren: Wie sorge ich dafür, dass man Verhalten niemanden stört oder gar behindert?
Der Vergleich mit der Bibel ist insofern absurd, als dass der Knigge natürlich aktualisiert wird. Ich glaube z.B. kaum, dass die Originalausgabe von 1788 Tipps zum Umgang mit dem Handy enthält.
Ich bin auch kein Freund von BenimmVORSCHRIFTEN, aber wenn man sich anschaut wieviele Menschen nicht mal eine ordentliche Begrüßung oder regelmäßiges "Bitte" und "Danke" beherrschen, kann es nicht schlecht sein, wenn jemand ein paar Tipps gibt.

Auch Biergarten-Besucher müssen Benimm-Regeln einhalten
von Eduard79 | #2-2

"mein Verhalten" muss es heissen...

10.08.2012
13:19
trotz NEIN dazusetzen
von Wurstilein | #1

*lol* - wozu fragt der Herr Knigge dann überhaupt noch?

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