Attentäter in Ludwigshafen tötete Lehrer aus Rache
19.02.2010 | 09:35 Uhr 2010-02-19T09:35:00+0100
Ludwigshafen.Bei einem Attentat in einer Ludwigshafener Berufsschule ist am Donnerstag ein Lehrer getötet worden. Der 58-Jährige war von einem 23-jährigen Ex-Schüler mit einem Messer angegriffen worden. Der Täter wurde festgenommen. Er gab als Motiv Rache an.
An einer Berufsschule in Ludwigshafen ist am Donnerstag ein Lehrer getötet worden. Die Polizei nahm einen 23-jährigen Mann als mutmaßlichen Täter fest. Wie Lothar Liebig, leitender Oberstaatsanwalt, am Nachmittag erklärte, hätte er die Tat eingeräumt. Weitere Opfer gab es offenbar nicht. Die Schule wurde weiträumig abgesperrt und durchsucht, um auszuschließen, dass sich nicht doch noch weitere Täter in dem weitläufigen Gebäudekomplex befanden.
Mit Schreckschuss-Pistole und einem Kampfmesser bewaffnet
Nach den bisherigen Erkenntnissen, war der 23-Jährige gegen 10 Uhr mit einer Schreckschusspistole und einem Kampfmesser bewaffnet zuerst in ein Nebengebäude der Schule eingedrungen, in dem Werkräume sind. Dort soll er im Treppenhaus auf den 58-jährigen Mathelehrer getroffen sein. „Es muss einen Kampf gegeben haben“, erklärte der leitende Oberstaatsanwalt Lothar Liebig. Der Lehrer verblutete trotz erster Hilfe noch an Ort und Stelle. Eine Obduktion soll die genaue Todesursache feststellen.
Nach der Tat soll der 23-Jährige dann im Hauptgebäude der Schule in mehreren Etagen mit der Schreckschusspistole um sich geschossen haben. Auf einem Flur im Dritten Geschoss soll er schließlich eine Brandfackel gezündet haben. Der Rauch habe dann Feueralarm ausgelöst und die Rettungskräfte alarmiert. Die Polizei konnte den Täter anschließend stellen, er habe sich ohne Widerstand festnehmen lassen.
Wie Liebig erklärte, handelt es sich bei dem 23-Jährigen um einen ehemaligen Schüler der Berufsschule. Er soll vor der Polizei einigeräumt haben, aus Rache gehandelte zu haben. Liebig: „Er hat gesagt, er hätte große Wut wegen viel zu schlechter Noten gehabt.“ Wie es weiter hieß, soll der 23-Jährige am Freitag dem Haftrichter vorgeführt werden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Mordes.
Lehrer waren für Amoksituationen geschult
Die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Doris Ahnen (SPD) zeigte sich tief betroffen von der Tat. In der Schule werde bis Montag kein Unterricht abgehalten, Schüler und Lehrer würden nun psychologisch betreut. Ludwigshafens Bürgermeister Wilhelm Zeiser erklärte, dass Lehrer in Ludwigshafen künftig Notfallhandys bekommen sollen, mit denen sich auf einer geschützen Frequenz Notsignale senden ließen: „Die Anschaffung war bereits geplant, aber noch nicht umgesetzt“, sagte Zeiser am Donnerstag. Zudem hätte das Kollegium der betroffenen Berufsbildenden Schule Technik II für Amoksituationen geschult gewesen.
Die betroffene Schule im Stadtteil Mundenheim hat nach eigenen Angaben 3200 Schüler und 130 Lehrer. Der Schwerpunkt liegt auf Technik und Naturwissenschaften. Auf der Internetseite der Schule heißt es: „Die Schüler unserer Schule kommen aus der Stadt Ludwigshafen und dem Rhein-Pfalz-Kreis sowie für spezielle Bildungsangebote teilweise aus dem gesamten Bundesland Rheinland-Pfalz, für den Wahlschulbereich unserer Berufsoberschule und Fachschule Gestaltung und Fachschule Veranstaltungs- und Eventmanagement sogar aus der gesamten Bundesrepublik Deutschland.“
Um 15 Uhr wollten Polizei und Staatsanwaltschaft auf einer Pressekonferenz über Einzelheiten informieren.Die Tat weckt Erinnerungen an den Amoklauf von Winnenden in Baden-Württemberg am 11. März 2009: An diesem Tag hatte der 17-jährige Tim K. in seiner Schule und auf seiner anschließenden Flucht 15 Menschen erschossen, ehe er selbst von der Polizei getötet wurde.
Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) wurde über den Vorfall informiert. Er begleitete heute Bundespräsident Horst Köhler bei dessen Regionalbesuch im Nordwesten von Rheinland-Pfalz.
Beim Online-Microblogging-Dienst Twitter kursieren zahlreiche Bilder, die das Geschehen vor Ort abbilden sollen. (afp/apn/ddp)
21:39
Liebe Meike _ Henseler,
Sie sollten sich nicht mit Personen, wie dr.einstein und antifaschist einlassen. Diese Personen wissen über Unterrichtwirklichkeit gar nicht, reden aber trotzdem darüber. Stammtischparolen oder politisch verbrämtes Gerede eben.
Wenn die beiden User eine A... in der Hose hätten, würden sie das Angebot nutzen und Unterricht besuchen. Dann wüssten sie genau, wer welches Vokabular benutzt. Ehre und Respekt benutzen die deutschen Schüler in der Tat sehr, sehr selten , wenn sie sich schlecht behandelt fühlen.
Na ja , es ist scheinbar en vogue Andersdenkende als Rassisten zu bezeichnen.
Wen kümmert es schon wirklich ...?
runningvalentino
21:33
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20:43
Schon komisch, dass es am Ende, egal welche Thematik im vorherstehenden Artikel behandelt wurde, immer um Ausländer geht. Da scheint ja ein immenser Gesprächsbedarf zu bestehen.
Bin mal gespannt was die Zukunft bringt!!
20:41
@Ach, ich hab keine Lust mehr, mir hier Einstellungen andichten zu lassen, die ich gar nicht habe.
Ich habe übrigens noch nie einen deutschstämmigen Schüler sich darüber beschweren hören, man würde ihm keinen Respekt entgegen bringen. Wenn er das ausdrücken wollen würde, würde er andere Begriffe verwenden wie etwa: die mag mich nicht, die disst mich, die macht mich fertig etc. Ich verallgemeinere gar nichts. Ich hab es anders nur noch nie wahrgenommen. Formulierungen wie die hat keinen Respekt vor mir oder die verletzt meine Ehre sind nicht die gängigen Formulierungen deutscher Schüler.
Ich habe keine Erinnerung daran, es je anders wahrgenommen zu haben.
Jetzt dichten Sie mir an, was Sie wollen....
20:30
Das sind in Deutschland Zustände wie im Wilden Westen.
20:25
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20:23
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20:23
@50
Besser kann man es nicht formulieren. Ich entstamme der gleichen Generation wie sie und wundere mich tagtäglich über die Verrohung unserer Gesellschaft.
Ungerechte Lehrer gab es schon immer, aber wären wir jemals auf die Idee gekommen ihn deswegen zu töten?? Niemals nicht.
Diese Unbill des Lebens gehört ganz einfach dazu, mit Frust fertig zu werden, um dann wieder nach vorne zu schauen. Können das unsere Jugendlichen heute noch? Wie viele sind denn in psychologischer Behandlung wegen Depressionen und Überforderung? Warum gab es das früher nicht?
Wir sind halt in unserer freien Zeit draussen rum gestreunert und auf Bäume geklettert, haben uns mit anderen auch mal gefetzt, aber niemals um jemanden zu verletzen.
Die Kinder von heute leben wirklich in einer Überflußgesellschaft in der Werte wie Freundschaft und Respekt voreinander nicht mehr vermittelt und kommuniziert werden.
20:06
@64: Als rassisch rein deutscher Schüler(würden sie das so formulieren? die Rasse scheint ja wichtig fürs Verhalten zu sein) kann ich ihnen sagen, dass es mir sehr wichtig ist, das meine Lehrer meine Meinung respektieren. Es ist einfach traurig, wenn Lehrer immer wieder denken sie wären Respektspersonen, nur weil sie in der Klasse vorne stehen, dass sind die über die dann hinter ihrem Rücken gelacht wird und die damit nicht klarkommen. Vielen Lehrern fällt es schwer zu akzeptieren, dass ihre Schüler Individuen sind und nicht eine homogene Masse, die man in faul und fleißig einteilen kann. Trotzdem ändert das nichts an der Tatsache.
19:55
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