Das aktuelle Wetter NRW 3°C
Kernenergie

Atomreaktor in Bulgarien nach Panne von Stromnetz genommen

27.05.2012 | 21:39 Uhr
Atomreaktor in Bulgarien nach Panne von Stromnetz genommen
In Bulgarien

Sofia.  Wegen einer Panne hat Bulgarien einen Atomreaktor vom Netz nehmen müssen. Radioaktivität ist nach offiziellen Angaben zwar keine ausgetreten. Dennoch wurde er sicherheitshalber abgeschaltet - vorerst.

Ein Reaktor im bulgarischen Atomkraftwerk Kosloduj ist nach einer Generatorenpanne vom Netz genommen worden. Wie die Verwaltung des Meilers am Sonntag mitteilte, wurde der Tausend-Megawatt-Reaktor Nummer sechs am Vorabend nach einer automatischen Warnmeldung vom Stromnetz getrennt.

Demnach liegt der betroffene Generator außerhalb des radioaktiven Kreislaufes des Reaktors. Es sei keine Radioaktivität ausgetreten, teilte das Kraftwerk mit.

Den Angaben zufolge schaltete sich der Reaktor nicht automatisch ab, sondern wurde manuell vom Netz getrennt. Das Problem sei "erkannt und behoben", so dass der Reaktor wieder ans Netz gehen könne. Erst am Donnerstag war in Kosloduj der Tausend-Megawatt-Reaktor Nummer fünf nach Wartungsarbeiten wieder zugeschaltet worden.

Am Dienstag war Bulgarien von einem Erdbeben der Stärke 5,8 erschüttert worden, das aber keine Auswirkungen auf Kosloduj gehabt haben soll. (afp)

Facebook
 
Kommentare
28.05.2012
12:55
Atomreaktor in Bulgarien nach Panne von Stromnetz genommen
von thewho | #2

@FB: Darum geht es ja auch gar nicht! Es soll weiter Propaganda gegen Kernenergie und für grüne Themen gemacht werden.
Wirklicher Journalismus wäre eine echte Kosten-Nutzen-Analyse aller Energieerzeugungsformen, auch der Kernenergie, um sich danach objektiv den richtigen Energiemix auszusuchen.
Nach dem Japan-Artikel in dem die Kosten für die Ersatzbeschaffung für die heruntergefahrenen KKWs beziffert wurden sollten die Leute schonmal nachdenken. Auch bei eventuellen Erfolgsmeldungen wie "Solar-an-Pfingsten 20GW" müssen sich die Leute mal informieren, was das bedeutet: Der Strom wird teuer subventioniert 30Cent, zwangseingespeist und ist an den Börsen nur 5 Cent wert, den Rest zahlt der Bürger mit der EEG-Umlage! UND: Dieser Strom ist nur kurzfristig da und ersetzt KEIN einziges Kraftwerk, auch wenn die 100-fache-Menge installiert wäre.

28.05.2012
10:59
Atomreaktor in Bulgarien nach Panne von Stromnetz genommen...
von FernerBeobachter | #1

Zitat: "Demnach liegt der betroffene Generator außerhalb des radioaktiven Kreislaufes des Reaktors. Es sei keine Radioaktivität ausgetreten, teilte das Kraftwerk mit..."

Das, liebe, fundiert recherchierende Redaktion, ist das Markenzeichen eines Druckwasserreaktors, (so wie auch z.B. Brokdorf, Isar II, Phillipsburg I, Biblis-A und -B, ..). Bei einer (Schnell-?)Abschaltung der Turbine bleibt der aktive Primärkreis weiterhin geschlossen, und keine Radioaktivität kann austreten.
Interessant wäre es mal gewesen, wie der Reaktor heruntergefahren wurde? REAS, Turbinen-Schnellschluss oder normales Abfahren? DAS zu vermelden, würde doch mal von echt fundiertem Journalismus zeugen:-)))

1 Antwort
Atomreaktor in Bulgarien nach Panne von Stromnetz genommen
von FernerBeobachter | #1-1

Korrigiere: KKP2 ist natürlich ein DWR, KKP1 ein Sieder. Meine Tastatur hatte das zweite I verschluckt

Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/6698782/create

Umfrage
Die Finalistinnen bei „Germanys next Topmodel“ stehen fest . Wer ist Ihre GNTM-Favoritin?
 
Fotos und Videos
Die schönsten Leserbilder
Bildgalerie
C-L-Finale
Die stärksten Bilder der Woche
Bildgalerie
Rückblick
Tödliche Familientragödie
Bildgalerie
Mord
Süße Alpaka-Babys
Bildgalerie
Tierisch
Aus dem Ressort
Angreifer verletzt französischen Soldaten in Paris
Angriff
Wenige Tage nach dem Mord an einem Soldaten in der britischen Hauptstadt London ist nun ein französischer Soldat in Paris angegriffen worden. Der Angreifer verletzte den Soldaten am Nacken. Ob ein Zusammenhang zu dem Verbrechen von London besteht, ist noch unklar.
Mann stirbt nach Schießerei bei Polizeikontrolle
Schießerei
Polizisten in Bayern wollen einen Wagen überprüfen. Dann fallen Schüsse. Ein Beamter wird verletzt, seine schusssichere Weste verhindert Schlimmeres. Seine Kollegen erwidern das Feuer und treffen den Schützen. Stunden später steht fest: Der Mann ist tot.