Asien-Welt-Eröffnung erst im Frühjahr 2010
26.02.2009 | 21:38 Uhr 2009-02-26T21:38:00+0100
Gelsenkirchen. Erst die Folie, dann der Frost: Die Eröffnung der neuen Zoom-Erlebniswelt Asien mit der großen Tropenhalle verzögert sich bis zum Frühjahr 2010. Den neuen Termin hat der Aufsichtsrat der Gesellschaft für Energie und Wirtschaft als städtische Betreiberin des Zoos jetzt festgelegt.
„Das ist ärgerlich, aber nicht dramatisch”, meint GEW-Prokurist Ulrich Köllmann zur erneuten Verschiebung des Starttermins für die dritte und letzte Erlebniswelt in dem Bismarcker Zoo. Ferner hat der Aufsichtsrat beschlossen, auch die geplante Erhöhung der Eintrittspreise auf das kommende Jahr zu verschieben. Aktuell rechnet die GEW aus, welche finanziellen Folgen das nach sich ziehen wird und will den Finanzplan für 2009 überarbeiten.
„Auch das wird aber nicht dramatisch sein und keine Schieflage bringen”, so Köllmann weiter. Mit der dritten Erlebniswelt nach Alaska (Sommer 2005) und Afrika (Sommer 2006) hat der Zoo eigentlich dauerhaft mit einer Millionen Besucher kalkuliert. Eine Zahl, die 2007 schon über Plan erreicht wurde. 2008 lag die Besucherzahl wieder darunter, aber dennoch über den angesetzten 850 000.
Ursprünglich sollte die fünf Hektar große Erlebniswelt Asien schon im Sommer diesen Jahres öffnen. Eine erste Verzögerung brachte im November vergangenen Jahres die fehlende Einzelgenehmigung für die Folien-Konstruktion, die das Herzstück Asiens, die 4500 qm großen Tropenhalle, überspannen soll. Dadurch rutschte das gesamte Bauvorhaben in den diesmal strengen Winter, so dass nun auch das Stahlgerippe für das Foliendach bislang nicht aufgebaut werden konnte. Im Januar sollte eigentlich damit begonnen werden
Bis zum Saisonstart 2010 warten
„Wir haben es zweimal versucht, mussten die Baustelle wegen der Witterung aber wieder stilllegen”, so Köllmann. Bei den Temperaturen können die schon gelieferten Einzelteile der 34 Träger, die auf das Hallen-Oval gesetzt werden sollen, nicht geschweißt werden. Bei der Genehmigung für die Folien – strittig ist ihre Traglast bei großen Schneemassen – sieht Köllmann unterdessen keine Probleme mehr: „Das läuft”. Den Plan, parallel bis zum endgültigen Okay schon das Stahlgerüst einzubauen, machte jetzt allerdings der Winter zunichte. Köllmann: „Die Halle wird zwar wohl schon im Spätherbst fertig, aber dann ist es vernünftig, nicht im November zu eröffnen, sondern damit bis zum Saisonstart im März 2010 zu warten.”
Warten mit dem Umzug müssen dann auch die Orang Utans aus einem Schweizer Zoo. „Das wird kein Problem”, so Zoo-Chef Jörg Plischka. Zumal die Affen schon Ende des Jahres in die Tropenhalle einziehen und sich ungestört in ihrer neuen Heimat einleben können.
- Fotostrecke: Asien im Winterkleid
07:56
@2, schön, dass man sich einbildet, andere beurteilen zu können, wenn man den Sinn des Kommentares verfehlt. Meine Kinder lernen aus Büchern und - sicher auch - mal einer Doku über Tiere. Es gibt Menschen, denen die Ausgaben einer Jahreskarte zuviel sind oder - vielleicht für Besitzer einer solchen UNVORSTELLBAR - auch andere Interessen haben und ihren Kindern auch Dinge außerhalb eines Zoos zeigen wollen. Meiner Meinung nach haben viele Tiere ohnehin nichts im Zoo zu suchen - in ihrer natürlichen Umwelt legen diese Tiere Wanderungen über Hunderte von Kilometern zurück - sei es zu Land, in der Luft oder auch im Wasser. So groß kann das Gehege also nicht sein, dass die Tiere sich dort wohlfühlen. Mein hauptsächlicher Kritikpunkt ging dahin, dass die Preise viel zu hoch sind.
@4 Der Tipp mit den Ferngläsern ist klasse, die haben wir sogar zu Hause, weil wir den Kindern schon diverse Tiere in freier Natur, wie z.B. den Alpen und Pyrenäen gezeigt haben. Das werden wir in nächster Zeit einfach mal ausprobieren, die Idee ist uns noch nicht gekommen. Vom letzten Gruppenbesuch im Zoom mit dem Kindergarten des Kleinen habe ich keine gute Erinnerung - erstmal war das für einige Eltern immer noch viel zu teuer, so dass nur verhältnismäßig wenige Kinder mitkonnten - und statt eines in die Gehege sehens wurde daraus zusehends ein daran-vorbei-rennen, eben weil die Kinder auch um die Wette keine Tiere gefunden haben und dann der direkt am Eingang untergebrachte Spielplatz viel mehr Anziehungskraft entwickelt hat..
Einen großen Teil der Verpflegung nehmen wir ohnehin mit, da unsere Kinder mit einigen Nahrungsmittel-Allergien ausgestattet sind und einfach so rauf los essen bei uns deshalb nicht üblich ist.
Alles in allem interessant, wie man hier z.B. von #2 persönlich angegriffen wird, wenn man seine Meinung äußert.
180 Euro für eine Jahreskarte ist auch nicht gerade günstig. Ich denke in der Hinsicht daran, wieviele Familien mit Kindern sich das - gerade hier im Ruhrgebiet - leisten können. Und nur bevor der nächste Spruch kommt: wir sind weder Hartz IV-Empfänger, noch rauchen oder trinken wir.
Im Gegenteil: unser Leben ist so ausgerichtet, dass unsere Kinder möglichst viel kennenlernen und - vor allem erklärt bekommen. Wenn ich dann in den Zoo gehe, möchte ich das entsprechende Tier aber auch zeigen können - sonst können wir bei unseren Büchern bleiben. Und wie gesagt - viele Tieren gehören nicht in den Zoo - da braucht mir keiner erzählen, dass unseretwegen ein Adler innem Käfig gepfercht werden soll.
Im alten Ruhrzoo waren wir übrigens mit unserem Großen, um ihm das Erscheinungsbild der Tierquälerei z.B. an dem kleinen Eisbären zu erklären. Vielleicht stammt daher sogar der gewisse Widerwille gegen Zoobesuche.
Also, jeder wie er mag - aber das Recht, die Meinung zu äußern, ohne auf so billige Art und Weise angegriffen zu werden, sollte respektiert werden.
07:48
Entgegen meiner Zweifel hat sich die ZOOM Erlebniswelt zu einem richtigen Publikumsmagneten entwickelt. Dass sich die Fertigstellung jetzt bis 2010 verzögert ist schade.
Der Ruhrzoo hatte auch seinen Reiz. Er war für uns mit seinen erschwinglichen Eintrittspreisen ein Naherholungsziel. Jetzt kommt ein Großteil der Besucher von Außerhalb - auch gut. Aber: Könnten nicht die Gelsenkirchener, die den Umbau ja aus ihrer Stadtkasse bezahlen, eine Eintrittermäßigung erhalten, die über die ELE-Card hinaus geht. Andere Gemeinden machen das doch auch in ihren Einrichtungen wie Volkshochschulen oder Schwimmbädern.
12:52
Tipp für #1
1. Mal in der Nachbarschaft, der Schule, dem/einen Verein fragen, ob Interesse an einem Zoo(m)-Besuch besteht. Dann gibt es Gruppenpreise und macht obendrein evtl. mehr Spaß für die Kinder. Denn jeder sieht etwas anderes oder schneller als der Andere und so werden die Kiddies angespornt, sich wirklich alles anzusehen
2. Auf Floh- und Trödelmärkten nach Ferngläsern schauen. So kommt auch richtiges Safari-Feeling auf
3. Gegen die Verlockungen einfach ein Picknick machen, inkl. Nachtisch. Verlockung können gemindert werden, wenn man diese von zuhause mitbringt
Also viel Spaß beim Besuch in der ZOOM Erlebniswelt
11:38
Gutes braucht eben Zeit!
11:14
Also lieber nen Adler mit 3m Spannweite in nem Käfig pferchen, damit Kind ihn auch richtig sehen kann...
Ich denk mit grausamsten Erinnerungen (wird wohl manchmal auch Trauma genannt) an den alten Zoo und freue mich auf 2010. Da ist dann hoffentlich alles fertig und der 1. Besuch im neuen Zoo ist angesagt!
Also wenn ich an die Preise denke?!?
Schon kurios, dass mein Bruder mit Frau und 2 Kiddies sich ne Jahreskarte zugelegt haben, und die Kiddies da gar nicht mehr raus zu kriegen sind... Fehlt da evtl. der Wille, mal dem Kind was zu erklären, oder können wir nur noch Mit TV und DVD arbeiten??
10:13
Schön, schön, die Umgestaltung war sicher teuer und das Ergebnis ist tiergerechter als zuvor. Allerdings - meine beiden Kinder gehen nicht mehr gerne hin, weil man viele Tiere, wenn überhaupt, nur aus weiter Ferne sehen kann. Und bei derzeitigen Preisen, die ja mit Eröffnung erhöht werden sollen, müssen wir als vierköpfige Familie mit einem Alleinverdiener schon überlegen, ob wir mal eben für einen Ausflug 45 Euro ausgeben können (Erw. 13,50 Euro, Kinder 9 Euro), abgesehen vonn den Verlockungen für die Kinder, die man auch nicht jedesmal verneinen kann...
Wenn es noch teurer wird, werden wir wohl eher nach Duisburg ausweichen oder gar keinen Zoo mehr besuchen.