Arte-Komödie – „Schwestern“ sagen sich die Meinung

Marie Leuenberger spielt in der Komödie die "Kati", und Kati will ins Kloster.
Marie Leuenberger spielt in der Komödie die "Kati", und Kati will ins Kloster.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Halleluja! Arte zeigt eine Familien-Bande zickend und zoffend in klösterlicher Umgebung. Und das alles, weil die junge Kati Schwester werden will.

Eine junge Frau (Marie Leuenberger) will ins Kloster. Um Himmels willen, sagt ihre Familie. Befinden wir uns in einem Special der gleichnamigen ARD-Serie auf ungewohntem Sendeplatz? Keineswegs.

Vielmehr nutzt Drehbuchautorin Anne Wild, die gemeinsam mit Felix Zackor Regie führt, die Entscheidung von Kati Kerkhoff dazu, am Beispiel ihrer Familie moderne Lebensentwürfe aufeinanderprallen zu lassen. Gott sei Dank erspart uns Anne Wild eine Therapiesitzung vorm Flachbildschirm.

Debatten toben vor beruhigender Kulisse

Stattdessen gibt es zwischen den Mitgliedern von Katis Familie einen himmlischen Schlagabtausch mit gelegentlich höllischen Bosheiten im Stil amerikanischer Screwball-Comedys. Dabei hat die Szenerie mit Hollywood so viel zu tun wie ein Ei mit einem iPad. Die familiären Debatten toben nämlich vor der beruhigend-ländlichen Kulisse eines wunderschönen Barock-Klosters im Oberschwäbischen.

Die Kinokoproduktion lebt von Figuren, die bis an die Grenze der Karikatur klar von einander abgesetzt sind – und einem spielfreudigen Ensemble, darunter Maria Schrader.

Freitag, Arte, 20.15 Uhr