Arte-Doku würdigt Film-Rock’n’Roller Fassbinder

Dokumentation: "FASSBINDER" Ein Dokumentarfilm von Annekatrin Hendel. Pressebilder.30. April 2015 im Verleih von Real Fiction
Dokumentation: "FASSBINDER" Ein Dokumentarfilm von Annekatrin Hendel. Pressebilder.30. April 2015 im Verleih von Real Fiction
Foto: Rainer Werner Fassbinder Foundat

Rainer Werner Fassbinder war der Rock’n’Roller unter den deutschen Filmemachern. Der Regie-Rebell traute sich was. Fassbinder griff Themen auf, die die Selbstzufriedenheit der jungen Bundesrepublik in Frage stellte. Der lange Schatten der Nazi-Vergangenheit beschäftigte den ungekrönten König der Autoren-Filmer, aber auch Ausländer-Hass – Themen, die leider Gottes an Aktualität nicht verloren haben. Fassbinder setzte aber auch eine neue Bildsprache durch, die sich fundamental vom Hollywood-Standard unterschied und ihm gerade deshalb in der amerikanischen Filmszene einen Kultstatus eingebracht hat.

Dazu kam, dass der junge Wilde eine ganze Generation aufstrebender Künstler förderte, die noch heute davon zehrt.

Lust, Leidenschaft, Selbstzerstörung

Dass er nicht nur künstlerische, sondern auch gesellschaftliche Konvention mit Lust, Leidenschaft und einer ordentlichen Dosis Selbstzerstörungsdrang in Frage stellte, machte Fassbinder vollends zum Mythos – und das bereits zu seinen Lebzeiten. Fassbinder starb mit 37.

Ein 90-minütiges Porträt würdigt den großen Film-Chronisten Westdeutschlands, der am 31. Mai 70 Jahre alt geworden wäre.

Mittwoch, Arte, 22.10 Uhr