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Doping-Vorwürfe

Armstrong beichtet Oprah Winfrey offenbar Dopingmissbrauch

15.01.2013 | 06:38 Uhr
Armstrong beichtet Oprah Winfrey offenbar Dopingmissbrauch
Der ehemalige Radprofi Lance Armstrong soll in einem TV-Interview ein umfassendes Dopinggeständnis gemacht haben.Foto: ap

Austin.  Der ehemalige Radprofi Lance Armstrong hat offenbar die Einnahme von Dopingmitteln während seiner Karriere gestanden. Laut US-Medienberichten gab er das in einem Fernseh-Interview mit Oprah Winfrey zu. Am Donnerstag soll die Sendung ausgestrahlt werden. Schon am Dienstag will die Moderatorin Inhalte des Gespräch bekanntgeben.

Das große Schweigen ist gebrochen - und die langerwartete Dopingbeichte von Lance Armstrong Medienberichten zufolge auf dem Tisch. In einem Interview mit Star-Moderatorin Oprah Winfrey hat der ehemalige US-Radprofi demnach am Montag eingeräumt, bei seinen Tour-de-France-Siegen leistungssteigernde Mittel genommen zu haben.

Das berichteten die Nachrichtenagentur AP und die Zeitung "USA Today" unter Berufung auf mit der Sendung vertraute Quellen. Das Interview wird an diesem Donnerstag im US-Fernsehkanal OWN ausgestrahlt.

Weder Armstrong noch Winfrey gaben über den Inhalt des Gesprächs Auskunft. Die 58-Jährige ließ lediglich über den Kurznachrichtendienst Twitter wissen: "Habe gerade zweieinhalb Stunden mit @lancearmstrong unter Dach und Fach gebracht. Er war VORBEREITET". Man werde derzeit keine genauen Einzelheiten über das Interview bekanntgeben, betonte ein Sprecher von OWN. Winfrey wollte am Dienstag in der Morgen-Show "CBS This Morning" des TV-Senders CBS über das Interview sprechen.

Armstrong will keine Details und Namen nennen

Armstrong war mit einer Gruppe von etwa zehn Begleitern zur TV-Aufzeichnung erschienen. An seiner Seite waren unter anderem seine Anwälte Tim Herman und Sean Breen sowie sein langjähriger Berater, Manager und Business-Partner Bob Stapleton. Ursprünglich sollte das Gespräch in seinem Haus in Austin (Texas) stattfinden. Da das Grundstück jedoch von etlichen Journalisten umlagert war, entschied man sich, in ein örtliches Hotel auszuweichen.

Gegenüber AP hatte Armstrong am Samstag erklärt, dass er Winfrey gesagt habe, sie könne "fragen, was immer sie will, und ich werde direkt, ehrlich und offen antworten." Im Vorfeld wurde jedoch auch bekannt, dass der 41-Jährige keine umfangreichen Details oder Namen nennen wollte.

Armstrong entschuldigte sich bei Mitarbeitern seiner "Livestrong"-Stiftung

Vor dem Gespräch mit Winfrey hatte sich Armstrong bereits bei den Mitarbeitern der von ihm gegründeten Krebsstiftung entschuldigt. Der Texaner besuchte die Büros der "Livestrong"-Stiftung in seiner Heimatstadt Austin, wo er bei den Mitarbeitern um Verzeihung bat. Armstrong, dem seine sieben Siege bei der Tour de France aberkannt worden waren, habe mehrmals um Fassung gerungen, einige Mitarbeiter hätten geweint, berichtete AP. Auf die Vorwürfe des jahrelangen Dopings als Radprofi sei er jedoch nicht eingegangen, hieß es.

Armstrong hatte in der Vergangenheit vehement die Einnahme verbotener Mittel bestritten. Die amerikanische Anti Doping-Agentur USADA hatte ihm jedoch in einem mehr als 1000 Seiten starken Dossier unter anderem dank der Zeugenaussagen ehemaliger Teamkollegen das Gegenteil beweisen können.

Meldung vom 23.12.2012
Sunday Times verklagt Lance Armstrong auf Millionensumme

Dem gefallenen Rad-Helden Lance Armstrong steht neuer Ärger ins Haus. Die britische Zeitung Sunday Times verklagt den Amerikaner auf die Zahlung einer Millionensumme. Hintergrund ist ein Verfahren aus dem Jahr 2004.

Radprofi Armstrong droht eine Schadensersatzklage

Armstrong soll jahrelang gedopt haben, unter anderem mit EPO, Testosteron und Kortison. Außerdem soll er andere Fahrer bei den Rennställen US Postal und Discovery Channel zum Dopen genötigt haben. USADA-Chef Travis Tygart sprach vom "ausgeklügelsten, professionellsten und erfolgreichsten Dopingprogramm, das die Welt jemals gesehen hat."

Der Radsport-Weltverband UCI hatte im Oktober alle Armstrong-Ergebnisse von August 1998 an im Nachhinein gestrichen und ihn lebenslang gesperrt. Ihm drohen nun Schadensersatzklagen und wegen Meineids sogar eine Gefängnisstrafe. (dpa)


Kommentare
15.01.2013
16:48
Armstrong beichtet Oprah Winfrey offenbar Dopingmissbrauch
von cvoertzen | #5

Kann mir bitte mal ein Journalist erklären, wie man "Doping missbrauchen" kann? Ich kriege das einfach nicht auf die Reihe.

15.01.2013
10:43
Offenbar ist die Bar offen
von KeinKommentar | #4

Offenbar berichtet derwesten.de über offenbare Geständnisse.
Keiner weiß, was Armstrong gesagt hat, aber offenbar kann man ja munter spekulieren.
Diese Art von Berichterstattung ist so überflüssig wie ein Pinguin in der Sahara.

15.01.2013
10:42
Armstrong beichtet Oprah Winfrey offenbar Dopingmissbrauch
von zool | #3

Gibt wahrscheinlich ne Menge Dollars für Armstrong. Denke mal, das nach so einer Ankündigung die Sendung am Donnerstag absolute Rekordquoten bringt. Danach wird das Material noch Weltweit vermarktet. Genaues kann er da nicht gesagt haben, dafür hat sein Anwalt sicherlich gesorgt. Der wird dem Staatsanwalt bestimmt keine Vorlage liefern. Also alles nur eine ordentlich eingestielte PR.

15.01.2013
09:19
Armstrong beichtet Oprah Winfrey offenbar Dopingmissbrauch
von ruhrgebieti | #2

So ein Geständnis braucht kein Mensch.

Wenn er keine Namen nennt, ist das wertlos. Das er gedopt hat, haben schon vorher alle gewußt.

15.01.2013
09:01
Armstrong beichtet Oprah Winfrey offenbar Dopingmissbrauch
von buntspecht2 | #1

Was heißt beichtet wenn schon dann soll Amstrong auch nahmen nennen sonst ist das ganze wieder nur Heuchelei.

1 Antwort
@ buntspecht2
von cui.bono | #1-1

"nn soll Amstrong auch nahmen nennen sonst ist....."


Schreibt man "Namen" wirklich mit "h" und klein?

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