Antoine Monot ist der charmante Neue beim Bremer „Tatort“
22.02.2013 | 14:04 Uhr 2013-02-22T14:04:00+0100
Berlin. Sabine Postel hat Frühlingsgefühle – zumindest als Kommissarin Inga Lürsen. Zwischen ihr und dem neuen Kollegen kribbelt es. Wer, bitte, ist der Neue am „Tatort“? Er heißt Leo Uljanoff und wird von Antoine Monot gespielt. Wir trafen ihn in Berlin.
Frühlingsgefühle am „Tatort“ (Sonntag, ARD, 20.15 Uhr) in Bremen: Kommissarin Inga Lürsen (Sabine Postel) verliebt sich – ausgerechnet in den komischen neuen Kollegen. In diesen Typ, der aussieht wie der junge Pavarotti und die kühle Hanseatin mit dem ältesten Trick der Welt erobert. Er bringt sie charmant aus der Fassung. Antoine Monot spielt diesen Leo Uljanoff – unverschämt und entwaffnend.
„Ich mag den nicht“, meckert Pathologe Katzmann (Matthias Brenner), „der ist mir zu freundlich.“ Bei der Bremer Kriminalpolizei fremdeln er erst mal. Und auch Inga Lürsen guckt am Anfang sparsam: Leo Uljanoff nervt. Er nötigt sie, grünen Tee statt Kaffee zu trinken. Nimmt im Büroturm die Treppe statt den Aufzug. Traktiert sie mit Spruchweisheiten seiner russischen Großmutter. Sprüht vor Tatendrang und Ermittlereifer. Doch Lürsen kann ihm nicht lange böse sein. Erst ist sie überrumpelt, dann verknallt.
Warum verliebt sich Inga Lürsen in einen 20 jahre jüngeren Mann?
Leo hat Stil. Dunkle Anzüge, weiße Oberhemden, frisch gewaschene Locken. Aber was um Himmelswillen, passiert dann? Wieso verliebt sich Lürsen in einen knapp 20 Jahre jüngeren Mann mit stattlicher Körperfülle? „Er entwaffnet sie.“ Antoine Monot ist zum Interview in die Bremer Landesvertretung nach Berlin gekommen.
Der Tatort ist längst zur Institution in deutschen Wohnzimmern geworden. Auch das Ruhrgebiet hat seinen eigenen Tatort in Dortmund. Alle Informationen rund ums Thema finden Sie hier.
„Leo ist sehr übergriffig. Nicht körperlich. Aber er redet immer ein bisschen zu viel und zu vorlaut.“ Meint er es denn ernst mit seiner Chefin? „Den hat’s richtig erwischt. Er findet sie spannend: ihre Ruhe und Erfahrung und Gelassenheit – und trotzdem dieses Getriebene.“ Das Schwierigste an dieser Rolle: „Leo so zu spielen, dass es am Ende charmant wirkt.“ Monot schafft das.
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00:55
Der hat mich sofort an Peter Ludolf erinnert^^
00:45
Ich fand den gut. Und für alle, die die Wirklichkeit mit der Fiktion verwechseln:
Stedefreund geht nur für ein halbes Jahr weg.
Gebt dem Neuen doch eine Chance
22:15
Wo ist der denn charmant? Und wie kann Frau sich in so einen Schmuddelmann verlieben?
Ich will den Stedefreund zurück und zwar schon im nächsten Tatort mit Inga.
22:04
Hier wird ja wohl Fiktion mit Realität verwechselt.
21:53
Ein spannender Tatort! Aber wieso wird die Figur Stedefreund durch die des Uljanoff ersetzt? Keine Spur charmant, dafür äußerst nervig. Stedefreund come back! Soon!