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Hochwasser-Lage im Süden und Osten weiter verschärft

03.06.2013 | 06:53 Uhr
Überschwemmte Straßen in Passau: An der Donau droht ein historischer Pegelhochstand.Foto: Getty

München/Prag.  Wassermassen fluten Straßen, die Energieversorgung bricht zusammen, Menschen werden in Sicherheit gebracht: Vor allem Süd- und Ostdeutschland versinken im Hochwasser. Bange Erinnerungen an die Jahrhundertflut 2002 werden wach. Auch Nachbarländer leiden massiv unter den Fluten.

Die Hochwasserlage hat sich im Süden und Osten Deutschlands sowie in Österreich am Montag weiter verschärft. Bei den Überschwemmungen nach starkem Dauerregen kamen im In- und Ausland bereits mehrere Menschen ums Leben. Überall sind viele hundert Helfer unermüdlich dabei, Sandsäcke zum Schutz gegen die Fluten aufzuschichten. Tausende Menschen mussten sich in Sicherheit bringen; ganze Ortschaften wurden evakuiert. Im thüringischen Serbitz brach ein Damm; in Kolbermoor bei Rosenheim drohte der Damm zu brechen. In vielen Haushalten fiel der Strom aus. Schulen blieben am Montag geschlossen.

In Passau steigen die Wasserstände unaufhörlich. "Wir rechnen damit, dass im Laufe des Tages an Inn und Donau die historischen Höchststände von 1954 erreicht werden", sagte ein Sprecher des Passauer Krisenstabs. Am Inn betrug der Wasserstand am Morgen bereits 9,60 Meter, an der Donau 12 Meter. Auch in Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen bleibt die Lage an den Flüssen kritisch.

Hochwasser behindert auch den Bahnverkehr

Das Hochwasser behindert auch den Bahnverkehr. Insbesondere in Süd- und Niederbayern seien einige Strecken unterbrochen, sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn. Betroffen sind unter anderem die Verbindungen München-Salzburg, Traunstein-Ruhpolding sowie zwischen Weilheim und Garmisch-Partenkirchen. Der Bahnhof Rosenheim wurde komplett gesperrt; dort stehen die Züge seit Sonntagabend still. Der Flugverkehr in München, Nürnberg und Augsburg lief normal.

Hochwasser
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In Thüringen unterstützen Soldaten der Bundeswehr seit Sonntagabend die Einsatzkräfte. In Passau wurden 150 Soldaten am Morgen erwartet. Weite Teile des Zentrums der Dreiflüssestadt sind großflächig überspült. In der Altstadt wurde der Strom abgestellt. Am Mittag sollte der Krisenstab der bayerischen Landesregierung zusammenkommen.

Lage im Süden Sachsen-Anhalts kritisch

Seit Sonntagabend helfen 50 Soldaten in Bad Köstritz nahe Greiz bei der Deichsicherung, wie das Thüringer Landeskommando mitteilte. Weitere 70 Soldaten sind seit der Nacht in Gera im Einsatz.

Im Süden Sachsen-Anhalts blieb die Lage an den Flüssen ebenfalls kritisch. Entlang der Weißen Elster und der Saale gelte überall die Hochwasserwarnstufe 4, hieß es aus der Landeshochwasserzentrale. Die Werte an den Pegeln steigen weiter. Der Katastrophenschutzleiter des Burgenlandkreises, Lutz Blech, bezeichnete die Lage in Zeitz am Morgen als dramatisch.

Hochwasser hält Deutschland in Atem

Komplette Innenstadt von Eilenburg in Nordsachsen evakuiert

Auch im Landkreis Nordsachsen ist die Hochwassersituation an der Mulde weiter kritisch. Die Pegel steigen weiter, sagte der Sprecher des Landkreises, Rayk Bergner. Von den Werten des Hochwasser von 2002 sei man nicht mehr weit entfernt. Besonders betroffen ist laut Bergner die Stadt Eilenburg. Die gesamte Innenstadt wurde evakuiert. Rund 7000 Menschen kamen unter anderem in Notquartieren unter.

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Kommentare
03.06.2013
13:03
Jahrhundertflut
von kumpelanton | #9

Ich warte schon darauf, dass die Journalisten in ihrem großzügigen Umgang mit Superlative von "Jahrtausendflut" sprechen.

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Hochwasser-Lage im Süden und Osten weiter verschärft
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http://www.derwesten.de/panorama/angst-vor-jahrhundert-hochwasser-in-deutschland-id8022422.html
2013-06-03 06:53
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