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Betrug

Angeblich Toter betrog Versicherungen um über 100.000 Euro

25.10.2012 | 13:28 Uhr
Angeblich Toter betrog Versicherungen um über 100.000 Euro
Die Staatsanwaltschaft wirft einem 44-Jährigen 21 Fälle von Urkundenfälschung und Betrug vor.Foto: dapd

Aachen.  Ein 44-Jähriger soll seinen Tod vergetäuscht und bei verschiedenen Versicherungen abkassiert haben. Dabei soll er einen Gesamtschaden von über 100.000 Euro verursacht haben. 2006 hatte sich der Mann selbst einen Totenschein ausgestellt um einem Strafverfahren zu entgehen.

Er soll seinen Tod vorgetäuscht und dann mit gefälschten Unterlagen bei verschiedenen Versicherungen abkassiert haben: Seit Donnerstag muss sich ein 44-Jähriger aus Roetgen vor dem Aachener Landgericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft warf ihm zum Prozessauftakt 21 Fälle von Urkundenfälschung und Betrug vor. Dadurch soll ein Gesamtschaden von über 100.000 Euro entstanden sein.

So soll sich der Angeklagte 2006 zunächst selbst einen Totenschein ausgestellt haben, um einem Strafverfahren zu entgehen. Dieser Täuschungsversuch gelang, der Mann blieb unbehelligt. Ab 2007 habe er sich dann auf ein mit falschen Papieren eingerichtetes Konto per gefälschter Überweisungsträger von Rechtsanwälten Geld überweisen lassen. Insgesamt habe er auf diese Weise 45.000 Euro kassiert.

Berufsgenossenschaft entstand Schaden von 81.000 Euro

Bei der Hamburger Berufsgenossenschaft soll der Mann zudem Ansprüche seiner nicht existierenden Witwe eingereicht haben, um Sterbegeld und Rentenansprüche einzufordern. Der Berufsgenossenschaft, die zahlte, sei dadurch ein Schaden von 81.000 Euro entstanden, hieß es.

Zwei Jahre später habe der Mann dann einen Verkehrsunfall mit einem Mädchen erfunden. Bei seiner gerade abgeschlossenen Haftpflichtversicherung habe er eine gefälschte Arztbescheinigung eingereicht und damit vorgeblich im Namen der Eltern des Mädchens den Verlust eines Auges durch den Unfall belegt. Das Schmerzensgeld von 10.000 Euro ließ er nach Darstellung der Anklage auf ein eigenes Konto leiten, das er unter einem falschen Namen eröffnet hatte. Später habe der Mann auch noch den Tod des Mädchens bescheinigt und dafür 17.000 Euro kassiert, die für die vermeintlichen Eltern gedacht waren.

Der Prozess soll am 6. November fortgesetzt werden. (dapd)



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