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Rundfunkbeitrag

Angeblich Abbuchungs-Chaos bei neuer Rundfunkgebühr

10.01.2013 | 08:09 Uhr
Angeblich Abbuchungs-Chaos bei neuer Rundfunkgebühr
Eine alte Rechnung der Gebühreneinzugszentrale der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten (GEZ) für Radio und Fernsehen.Foto: Angelika Warmuth/dpa

Berlin.   Abbuchungs-Chaos bei neuer Rundfunkgebühr? Laut Medienberichten gibt es beim neuen Rundfunkbeitrag von 17,98 Euro pro Monat Pannen bei der Abbuchung. So soll ein Paar, das in einem Haushalt lebt, doppelt zur Kasse gebeten worden sein. In einem anderen Fall sei am 2. Januar der Quartals-Beitrag eingezogen worden.

Seit dem 1. Januar hat der Rundfunkbeitrag die GEZ-Gebühr abgelöst. Jetzt gilt: ein Haushalt, ein Beitrag. Die neue Rundfunkgebühr („Haushaltsabgabe“) von 17,98 Euro pro Monat für ARD und ZDF sorgt weiterhin für Streit. Es soll ein Abbuchungs-Chaos herrschen, berichtet die „Bild“.

Der neue „Beitragsservice soll geschlampt haben. „Bild“ dokumentiert mehrere Fälle. Ein Rentner beschwert sich etwa darüber, dass nicht berücksichtigt worden sei, dass er jetzt mit seiner Freundin zusammenlebe. Abgebucht worden sei bei beiden für drei Monate jeweils 53,94 Euro, heißt es. Eigentlich wäre das Geld für das Paar nur einmal fällig geworden.

Zuständige Abteilung beim SWR weist Vorwürfe zurück

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Die GEZ-Gebühr wird ab 1. Januar 2013 reformiert. Dann muss jeder zahlen, auch wenn er keinen Fernseher und kein Radio besitzt. Doch warum wird das System überhaupt verändert? Und wie viel muss man in Zukunft zahlen? Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Der Fotograf Ronald S. beschwert sich darüber, dass die GEZ immer Mitte des Quartals abgebucht habe, das aber plötzlich geändert worden sei: „Ohne mich zu informieren, wurde jetzt am 2. Januar für das komplette erste Quartal abgebucht. Ich werde hier einfach als zinsloser Darlehensgeber genommen“, berichtet das Magazin „Focus“.

Die zuständige Abteilung beim SWR weist diese Vorwürfe zurück. Der „Bild“ liegen nach eigenen Angaben aber Kontoauszüge vor, die den Fall beweisen. Nach einem Medienexperten dürfe der Abbuchungstermin nicht einfach einseitig geändert werden.

Andere Bürger klagen in der „Bild“ darüber, dass Geld trotz gekündigter Einzugsermächtigung abgebucht wurde. Für die Umsetzung der Gebührenreform hat die GEZ 250 neue Mitarbeiter eingestellt.



Kommentare
10.01.2013
15:18
Angeblich Abbuchungs-Chaos bei neuer Rundfunkgebühr
von online-gedich.de | #19

Übrigens: Ich zahle mit der neuen Gebühr weniger als vorher.

10.01.2013
15:15
Angeblich Abbuchungs-Chaos bei neuer Rundfunkgebühr
von online-gedich.de | #18

Auch wenn ich zustimme, dass kleingeistiges GEZanke mit diesen Wegelagerern zu nichts führt. Die verfrühte Abbuchung war garantiert kein Versehen, sondern knallharte Kalkulation.

Natürlich sind für jeden einzelnen die Vorschuss- oder ggfls. auch Dispozinsen für einen Betrag von 17,98 EUR/Monat zu vernachlässigen.

Umgekehrt jedoch ist das ein enormer Zinsvorteil für die GEZ. Wieviele Einzugsermächtigungen die wohl haben? 5 oder 10 Millionen oder noch mehr? Bei nur einer Million Abbuchungen ergibt sich schon ein zinsfreies Darlehen in Höhe von 18 mio EUR. Hier sichert sich die GEZ durch verfrühte Abbuchung einen Zinsvorteil in Millionenhöhe, und das ohne Zustimmung der Gebührenzahler.

10.01.2013
13:54
Angeblich Abbuchungs-Chaos bei neuer Rundfunkgebühr
von nulpe2 | #17

auch ich wurde mit meiner betriebsstätte als selbstständiger erst einmal hoch gestuft und es wurde der volle beitrag für drei monate abgeducht....
ich habe es gewagt dort an zu rufen und man glaubt es nicht

nach einer minute war jemand am telefon und versuchte mir einzureden das ich mich als selbsständiger dort ummelden müsse
auf meinen einwand das die doch es wissen weil ich da so gemeldet gab die dame mir recht und versprach mir das zu ändern
und man glaubt es nicht gesetrn schon den bescheid in der post
geht auch anders

10.01.2013
13:47
@ Herby52 | #13
von Okling | #16

Na, ganz einfach. Die öffentlichen Sender bekommen eine Summe x für ihr Angebot zugesprochen.

Das ist also kein gewinnorientiertes Unternehmen oder eine Abofalle, sondern der Gesetzgeber hat die Einziehung dieser indirekten Steuer an die GEZ übertragen.

Da kann man machen kann was man will - die Summe, die die Fernsehanstalten bewilligt bekommen haben, werden durch die Anzahl der Gebührenzahler geteilt, und heraus kommt die Gebühr.

Wenn man der GEZ frustriert Knüppel zwischen die Beine wirft, tut das zwar dem eigenen Ego gut, aber jeder Euro, der so weniger reinkommt, wird zeitnah durch eine höhere Gebühr wieder reingeholt.

Ist doch eigentlich logisch. Bedarf = bewilligter Etat der Anstalten. Gesamteinnahmen = eingezogene Gebühren minus Kosten der GEZ.

Die Zinsen der Vorauszahlung, die einfacheren Einzugsermächtigungen sind mit eingerechnet. Wird das Einziehen teurer, wird eben zum Ausgleich die Gebühr erhöht werden. Ergo: Trick 17 mit Selbstverarsche, wenn man auf stur stellt.

10.01.2013
13:25
Die GEZ hatte bislang 1.100 Mitarbeiter!
von Querdenker79 | #15

und sie benötigten weitere 250 Mitarbeiter?!

Was machen die eigentlich alle?! Ich hätte den ganzen Laden eingedampft und den Einzug den Kommunen oder irgendeiner Einrichtung überlassen, die ohnehin einziehen. Das kann doch wohl nicht so schwer sein?

10.01.2013
13:02
Angeblich Abbuchungs-Chaos bei neuer Rundfunkgebühr
von CaptainFuture | #14

Hat den wer geglaubt das die Umstellung fehlerfrei funktioniert, bei den Leuten die dort arbeiten? Kein Kind sagt: wenn ich groß bin will ich bei der GEZ arbeiten, das sind halt alles Leute die sonst nix geworden sind ;-)

10.01.2013
12:39
Angeblich Abbuchungs-Chaos bei neuer Rundfunkgebühr
von Herby52 | #13

#Okling
nicht der einzelne, sondern die Masse macht es.

Leider habe ich nicht verstanden, wie sich eine Gebühr nach dem offiziellen Bedarf vs.Gesamteinnahmen berechnet.

10.01.2013
12:27
Angeblich Abbuchungs-Chaos bei neuer Rundfunkgebühr
von SimonvonUtrecht | #12

Warum nennt man denn das Kind nicht beim Namen:
Fernsehsteuer !

1 Antwort
Kein Radio?
von sichau1 | #12-1

Sagen sie bloß, Sie haben kein Radio und auch kein Internet, mit dem Radio- und Fernsehempfang möglich ist?
Oder schauen Sie ausschließlich die sogenannten Junk-Sender, die einen besonderen Beitrag zu einem humanen Miteinander in Deutschland leisten, via Werbung über den Konsum finanziert werden und diese Kosten als Betriebskosten auch noch von der Steuer absetzen können?

10.01.2013
12:00
Angeblich Abbuchungs-Chaos bei neuer Rundfunkgebühr
von Formeleins | #11

Wer der GEZ oder neuerdings Beitragsservive eine Einzugsgenehmigung erteilt ist nicht mehr zu helfen. Solche Eintreiber erhalten erst auf Aufforderung Geld. Sollen ruhig für meinen Beitrag eine Leistung erbringen. Ich breche mir keinen Zacken aus der Krone für eine Überweisung.

2 Antworten
Angeblich Abbuchungs-Chaos bei neuer Rundfunkgebühr
von Jorgel | #11-1

Eine EinzugsermächtigungAbbuchungserlaubnis ist überhapt kein Risiko

Angeblich Abbuchungs-Chaos bei neuer Rundfunkgebühr
von Jorgel | #11-2

Sorry, die Kommentarfunktion spinnt mal wieder.

Eine Einzugsermächtigung ist überhaupt kein Risiko, kostet den Kunden kein Geld und macht erheblich weniger Arbeit.

Innerhalb 6 Wochen kann jede Abbuchung für den Kunden kostenfrei zurückgebucht werden. Die Kosten dafür trägt der Abbuchende.

Schreibfehler bei einer Überweisung gibt es nicht mehr. Das Geld landet keinesfalls auf einem falschen Konto, der Rechnungsbetrag kann nicht falsch angegeben werden. Kryptische Rechnungsnummern gibt´s auch nicht mehr. Überweisungskosten fallen weg.

Das einzige was der Kunde tun muß, ist mindestens einmal im Monat seine Kontoauszüge überprüfen. Tätig werden braucht er nur wenn fehlerhafte Abbuchungen stattgefunden haben. Das passierte bei mir genau einmal in den letzten 10 Jahren.

Wer sich da die Mühe macht und ständig Überweisungen an alle möglichen Stellen tätigt, ist selbst Schuld. Übrigens, fehlerhafte Überweisungen kann man nicht wie Einzugsermächtigungen einfach zurückbuchen...

10.01.2013
11:58
Die Rache des kleinen Mannes folgt auf dem Fusse ;-))
von Okling | #10

So ein Kappes, sich nur rein aus Prinzip und Frust mit der GEZ herum zu kloppen.

Wenn die Haushaltsabgabe erstmal eingespielt ist, und die Kinderkrankheiten ausgemerzt, dann wird es in der Tat für den normalen Bürger recht einfach. Nichts mehr mit Ummeldungen, wenn der Sohn sein eigenes Geld verdient oder ähnlich.

Was für ein Unfug, es der GEZ mal so richtig zeigen zu wollen (nach eigener Meinung zumindest), indem man Einzugsermächtigungen widerruft und erst auf den letzten gesetzlich erlaubten Drücker per Überweisung zahlt - haben die Leute nichts anderes zu tun?

Das ist wie bei Kindern, die mit dem Fuß aufstampfen, weil sie ins Bett sollen. Allein dieses Argument des kostenlosen Kredits, weil man für knapp 20 Euro der GEZ für 45 Tage Zinsen schenke - so ein Blödsinn.

Und wem es noch nicht aufgefallen ist: mit jedem so zurückgehaltenen Cent wird die Gebühr halt irgendwann (noch) teurer, denn die berechnet sich dummerweise nach dem offiziellen Bedarf vs.Gesamteinnahmen.

1 Antwort
Angeblich Abbuchungs-Chaos bei neuer Rundfunkgebühr
von doddl2 | #10-1

Bester Beitrag hier! So sieht es nämlich aus.

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