An Madagaskars Stränden verenden die Buckelwale
04.09.2009 | 20:04 Uhr 2009-09-04T20:04:00+0200Essen/Hamburg. Eine Schiffshavarie gefährdet die Strände der Tropeninsel Madagaskar, die 400 Kilometer vor der ostafrikanischen Küste liegt. An die Küste Madagaskars angespülte Wale kämpfen um ihr Leben.
Bereits am 26. August war das 189 Meter lange und 30 Meter breite türkische Frachtschiff MS „Gulser Ana” vor der Südspitze der Insel in Seenot geraten. Als Ursache wird ein Brand an Bord vermutet. Die 23-köpfige Besatzung wurde gerettet. Das Schiff sank.
Die Folge des Unglücks: ölverseuchte Strände, tote Meerestiere. Stephan Lutter, Meeresbiologe der Umweltstiftung WWF: „Das ist tragisch. Die Buckelwale ziehen derzeit an Madagaskar vorbei zur Insel La Réunion, wo sie ihre Jungen zur Welt bringen.” Öl verstopft jetzt ihre Atemwege. An die Küste Madagaskars angespülte Wale kämpfen um ihr Leben. Verschmutzt ist der Insel-Küstenstreifen von Faux Cap bis zum Cap Sainte Marie. Urlauber kommen gerne hierher, um Buckelwale zu beobachten. Biologe Lutter sieht wenig Hoffnung für ölverschmutzte Tiere. „Vögel etwa versuchen, ihr Gefieder putzend zu reinigen und schlucken das Öl dabei herunter.”
Bei Rohöl wissen die Retter woran sie sind
Die „Gulser Ana” soll 39 000 Tonnen Phosphat geladen haben. An Bord sollen auch 500 000 Kubikmeter Diesel, 700 000 Liter Motoröl sowie Schweröl gewesen sein. „Besonders schlimm ist das Schweröl, das als Schiffstreibstoff eingesetzt wird, weil es billig ist. Schweröl ist ein giftiges Rückstandsprodukt aus Raffinerien”, erläutert Stephan Lutter. Das Problem bei Havarien: Bei Rohöl wissen Retter woran sie sind. Bei Schweröl muss erst analysiert werden, welche Stoffe man überhaupt bekämpfen muss. Angeblich war die „Gulser Ana” in einem solchen Zustand, dass sie keine EU-Häfen mehr anlaufen durfte.
Das Frachtschiff „Full City” machte am 31. Juli unrühmliche Schlagzeilen. Nahe der südnorwegischen Stadt Langesund war das in Panama registrierte Schiff im Bereich von Vogelschutzgebieten auf Grund gelaufen. Experten befürchten, dass 15 Jahre vergehen werden, bis sich die Natur von den Folgen der durch die „Full City” ausgelösten Ölpest erholen wird.
09:56
Durch Jahrzehnte lang andauernden Walfang wurden viele Wal- und Delfinarten an den Rand der Ausrottung gebracht. Auch heute sind diese faszinierenden Meeressäuger immer noch der Bejagung und zusätzlichen Belastungen ausgesetzt. Meeresverschmutzung, durch Boote und Unterwasserbohrungen verursachter Lärm, Verlust ihres Lebensraumes, Beifang in Fischnetzen und die globale Erwärmung, die unsere Meere verändert, sind einige der vom Menschen verursachten Bedrohungen.
13:28
Hallo zusammen,
kann es denn sein, dass diese Lebewesen grauenvoll sterben müsssen, weil wieder das Geld im Vordergrund steht?? Die Meere werden verschmutzt, die Fische, Wale, andere Meeresbewohner und am Ende wir sind die Leidtragenden- wir brauchen intakte Lebensräume, weil am Ende dieser langen Kette - - der Mensch - -
steht!!!
Nein, der Provit muss stimmen, allein das zählt aber diejenigen werden von einer höheren Instanz zur Rechenschaft gezogen dessen bin ich sicher.