Amerikaner kaufen nach Amoklauf mehr Waffen
03.01.2013 | 08:40 Uhr 2013-01-03T08:40:22+0100
Washington. In den USA sind nach dem Amoklauf in Newtown offenbar mehr Waffen verkauft worden. Knapp 2,8 Millionen Zulassungsprüfungen hat es im Dezember gegeben. Die Prüfung durch den FBI ist nötig, um in den USA Waffen kaufen zu können. Eine genaue Zahl über Waffenverkäufe gibt es aber nicht.
Neue Daten des FBI deuten auf eine starke Zunahme von Schusswaffenkäufen in den USA nach dem Massaker an einer Schule in Connecticut hin. Im Dezember seien knapp 2,8 Millionen gesetzlich vorgeschriebene Zulassungsprüfungen ("background checks") vorgenommen worden, teilte die Bundespolizei am Mittwoch mit.
Dies sei ein Anstieg von 49 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum und ein Rekord. Insgesamt seien 2012 19,6 Millionen Prüfungen vorgenommen worden, ebenfalls ein Rekord und eine Zunahme von 19 Prozent im Vergleich zu 2011.
Bewaffnete Wachleute in allen Schulen der USA hat der Waffenlobby-Verband NRA als Konsequenz nach dem Schul-Massaker in Newtown verlangt. Der Vize-Präsident der "National Rifle Association" warf der Politik vor, Amokläufe zu begünstigen, weil sie Schulen zu waffenfreien Zonen erklärt habe.
Die Prüfung durch den FBI ist seit 1998 landesweit eine Voraussetzungen dafür, bei einem Händler eine Schusswaffe kaufen zu dürfen. Die Zahl der Waffenverkäufe selbst wird in den USA nicht erfasst.
Weniger Haushalte haben Waffen
Am 14. Dezember war ein Mann in eine Grundschule in Newtown im Bundesstaat Connecticut eingedrungen. Er tötete 20 Kinder und sechs Erwachsene, bevor er Selbstmord beging. Das Massaker löste vorübergehend eine Diskussion über Waffengesetze aus. Ob es zu Gesetzesänderungen kommen wird, ist unklar.
Nach Amokläufen werden in den USA mehr Schusswaffen gekauft, weil strengere Vorschriften oder gar Verbote befürchtet werden. Allgemein sinkt seit Jahrzehnten die Zahl der US-Haushalte, in denen es Schusswaffen gibt: Im Jahr 1977 betrug die Quote nach Angaben der University of Chicago 54 Prozent, 2010 lag sie bei 32 Prozent. (rtr)

11:25
Schon interessant, wie die Waffenverkäufe nach Amokläufen in die Höhe schießen. Eine skrupellose Waffenlobby würde möglicherweise nicht einmal davor zurückschrecken, selbst Amokläufe zu inszenieren, um die Verkäufe in die Höhe zu treiben.
Stellt sich nur die Frage, wie skrupellos ist die US-Waffenlobby.
11:22
Frei nach dem Motto "Uns steht das Wasser bis zu Hals, wir brauchen mehr Wasser". Wer als Amerikaner etwas auf sich hält stirbt mit der Waffe in der Hand.
11:14
Wo ist das Problem?
Wir wissen auch, dass zuckerhaltige Getränke Diabetes und Alkohol dumm macht und wir essen trinken immer weiter.
Hätte ich ein Kind und dürfte ich Waffen kaufen oder besitzen - ich täte es.
Schön blöd. Also ich versuche auf Lebensmittel mit zu viel ungesunden Inhaltsstoffen zu verzichten, funktioniert nicht immer, aber ich versuche es.
Ist doch kein Problem. Wenn Sie Waffen kaufen und besitzen (nicht in der Öffentlichkeit führen!) wollen werden Sie Mitglied in einem Schützenverein. Wie man Kinder macht erkläre ich lieber nicht ;-) Kinder und Waffen im selben Haushalt sind aber eine ganz schlechte Kombination.