Amerika feiert Obama, den Superstar
19.01.2009 | 13:55 Uhr 2009-01-19T13:55:00+0100
Washington. "We are one" - einstimmig feierten mehrere hunderttausend Menschen am Sonntag den zukünfigen US-Präsidenten. Im Zentrum von Washington, am Lincoln Memorial, gaben Bruce Springsteen, U2 und Beyonce ein Open-Air-Konzert - und zelebrierten den anstehenden Amtsantritt von Barack Obama.
Mehrere hunderttausend Menschen haben am Sonntag im Zentrum von Washington ein Fest der Vorfreude auf den Amtsantritt des künftigen Präsidenten Barack Obama gefeiert. Die Menge versammelte sich zu dem zweieinhalbstündigen Spektakel «We Are One» am Lincoln Memorial. «Der wahre Charakter unserer Nation zeigt sich nicht in einfachen Zeiten, sondern darin, dass wir das Richtige tun, wenn die Zeiten hart sind», rief Obama.
Der Demokrat Obama wird nach acht Jahren der Präsidentschaft des Republikaners George W. Bush von einer beispiellosen Welle der Sympathie und des Vertrauens getragen. Nach einer von der «New York Times» veröffentlichten Umfrage äußerten sich 79 Prozent «optimistisch für die vier Jahre die mit Barack Obama als Präsident bevorstehen» - eine Wert, der von keinem seiner vier Vorgänger beim Amtsantritt erreicht wurde. Nur 22 Prozent beurteilen die Präsidentschaft Bushs insgesamt positiv.
«America the Beautiful»
Der von Obama als Präsidentensprecher ausgewählte Robert Gibbs kündigte im TV-Sender Fox an, Obamas Rede bei der Inaugurationsfeier am Dienstag werde im Zeichen der «Verantwortung» stehen. «Im Laufe unserer Geschichte haben nur wenige Generationen solch große Herausforderungen annehmen müssen wie wir jetzt», sagte Obama bei der Veranstaltung am Lincoln Memorial. «Unsere Nation steht im Krieg. Unsere Wirtschaft ist in der Krise.» Er gebe nicht vor, dass es einfach sein werde, diese Herausforderungen zu meistern. «Es wird länger als einen Monat oder ein Jahr dauern, es werden bestimmt viele Jahre sein.»
Pop-Größen wie Bruce Springsteen, Sheryl Crow und Steve Wonder, U2, Beyonce, Jon Bon Jovi und Shakira beteiligten sich an dem kostenlosen Freiluftkonzert. Obama, seine Frau Michelle und die beiden Töchter Malia und Sasha sangen mit. Die Musiker stimmten zum Teil patriotische Lieder an, neben Springsteen mit dem Song «This Land is Your Land» auch Beyonce mit dem Schlusschor «America the Beautiful». Hollywood-Größen wie Denzel Washington, Tom Hanks und Jamie Foxx lasen historische Texte.
Obama hatte in den vergangenen Tagen wiederholt deutlich gemacht, dass er sich in seiner Politik von dem früheren Präsidenten Abraham Lincoln inspirieren lässt. Am Wochenende reiste er mit einem Sonderzug von Philadelphia nach Washington und folgte dabei der Route, die 1861 von Lincoln ebenfalls zur Amtseinführung im Zug zurückgelegt worden war. (afp)
13:28
Warten wirs mal ab, was der amerikanische Strahlemann aus seinen Versprechungen umsetzt. Die Erwartungen sind hoch. Enttäuschung und Frust sind vorprogramiiert. Je höher sie Erwartungen, je größer die Enttäuschung.
Er hat keine leichtes Amt, das er jetzt antritt. Der Scherbenhaufen seines Vorgängers und die Bankengemachte Wirtschaftskrise sind keine gute Vorlage.
14:41
Die Vorschußlorbeeren die B.O. derzeit bekommt sind ganz schön heftig. Mal sehen was man nach den ersten 100 Amtstagen über ihn berichtet wird. Denn wie die Amis drauf sind konnte man ja in den diversen nachrichten lesen, nachdem bekannt wurde, das B.O. wahrscheinlich das Waffengesetz ändern will und sich die Bevölkerung mit Waffen eingedeckt hat.
12:21
#1 - Wer will den schon sehen, wie die Amis sich selbst feiern. Mit Massen-Feiern, Open-Air-Konzerten und markigen Sprüchen ist nichts getan - jedenfalls nicht Posítives.
Für mich sind die USA der Staat, der den meisten Unfrieden in die Welt bringt, die meisten Kriege führt (geführt hat) und die meisten Bluffs abgezogen hat.
Ob sich das ändert, nur weil der Präsident eine ander Hautfarbe hat, bleibt abzuwarten!
08:08
War wohl nicht spektakulär genug, dies im öffentlich-rechtlichen Fernsehen zu übertragen. Man musste sich schon zu N24 durchzappen.