"Alphas" - Ermittler kämpfen mit Superkräften gegen das Böse

Rachel (Azita Ghanizada, M.),  Bill (MaliK Yoba, l.) und Dr. Rosen (David Strathairn, r.) .
Rachel (Azita Ghanizada, M.), Bill (MaliK Yoba, l.) und Dr. Rosen (David Strathairn, r.) .
Foto: Pro Sieben
Was wir bereits wissen
Am Montag treten die„Alphas“ im deutschen Fernsehen bei Pro7 Maxx ihren Dienst an. Damit geht ein sehr spezielles Ermittlerteam auf Verbrecherjagd.

Essen.. Sie sind keine Polizisten, Soldaten oder Agenten. Sie sind auch nicht normal. Das ist aber nicht schlimm. Im Gegenteil. Mit ihren ganz speziellen Fähigkeiten können sie Verbrecher jagen, die sonst keiner fangen kann. Bis Ganoven kommen, die selber ungewöhnliche Fähigkeiten besitzen. „Alphas“ heißt das als TV-Serie und läuft ab heute bei ProSiebenMaxx.

Extrem geschärfte Sinne

Heute kann man sie kennenlernen. Nina (Laura Mennell), die Telepathin, die jedem, der sie ansieht, ihren Willen aufzwingen kann. Gary (Ryan Cartwright), den Autisten, der elektromagnetische Wellen sieht und auswerten kann. Oder Rachel (Azita Ghanizada), die Frau mit den extrem geschärften fünf Sinnen. Und natürlich Cameron (Warren Christie) und Bill (Malik Yoba). Extrem schnell und zielgenau ist der eine, unglaublich stark der andere. Zusammengebracht hat sie der Neurologe Dr. Lee Rosen (David Strathairn). Nun muss er auf sie aufpassen, muss sie beschützen. Vor anderen. Manchmal aber auch vor sich selber. Denn die Alphas sind schwierig.

TV-Serien Zugegeben, da ist jemand oft im Kino gewesen. Und hat auch viel Fernsehen geguckt. „Leverage“ trifft „X-Men“ und heraus kommt eine Art „CSI-Superhelden“. Nur geht es meist einer Nummer kleiner zu, als bei den Vorbildern. Vor allem bei den Spezialeffekten, die manchmal etwas schlicht aussehen. Zum Glück verlangen viele der im Drehbuch stehenden Superkräfte nicht nach einer spektakulären Umsetzung.

"Alphas" fehlt ein Bösewicht von Format

Die einzelnen Charaktere brauchen zwar Zeit, bis sie an Tiefe und Kontur gewinnen, werden dann aber von Folge zu Folge interessanter. Weil sie nicht perfekt sind, sondern Defizite aufweisen. Vor allem im zwischenmenschlichen Bereich. Aber auch die meisten Fähigkeiten funktionieren nicht ohne Komplikationen. Das sorgt dann im Laufe der Zeit doch für diverse Spannungsmomente. Obwohl man vor dem Bildschirm ja ahnt – ach was: weiß – dass die Sache gut ausgeht. Ist ja nicht Game of Thrones, wo jeder Darsteller in jeder Folge in Gefahr ist, ins Gras zu beißen.

Was Alphas fehlt, ist ein Böser von Format, eine Art Superschurke. Zumindest in der ersten Folgen bleiben die Gegner blass, selbst wenn sie über eigene Superkräfte verfügen. Dafür ist die Grundstimmung der Serie nicht allzu düster, Drehbuch und Darsteller nehmen sich oft selbst nicht ernst ohne in Klamauk zu verfallen.

Fazit: Mit Superkräften gegen das Böse. Alphas ist gut besetzt, hat Tempo, viele nette Ideen und eine Prise Humor. Klar, ist das Blödsinn. Aber sehr unterhaltsamer Blödsinn.

Pro7 Maxx, Montag, 13. Juli, 20.15 Uhr