Aleviten predigen Toleranz und Gleichberechtigung
30.12.2007 | 20:35 Uhr 2007-12-30T20:35:08+0100Frauen tragen kein Kopftuch. Auch tägliche Pflichtgebete oder die Pilgerfahrt nach Mekka sind nicht vorgesehen
Ankara. Die Glaubensgemeinschaft der Aleviten hat ihren Ursprung im Islam. In ihrer Religion spielen aber auch vorislamische und mystische Elemente, alte anatolische Traditionen sowie Motive aus anderen Religionen eine Rolle.
Wesentliche Elemente des in der Türkei vorherrschenden sunnitischen Islam, wie die Scharia, das religiöse Gesetz, lehnen die Aleviten ab. Sie legen den Koran nicht wortwörtlich aus, sondern interpretieren ihn spirituell. Rituale wie die Pilgerfahrt nach Mekka oder die fünf täglichen Pflichtgebete kennen sie nicht, die alevitischen Frauen tragen auch kein Kopftuch. Die Aleviten beten nicht in prächtigen Moscheen, sondern in schlichten Gemeindehäusern. Zu zentralen Werten des alevitischen Glaubens gehören Toleranz und Gleichberechtigung. Christentum und Judentum erkennen sie als gleichberechtigte Offenbarungen an.
Bereits aus der Zeit des Osmanenreichs datiert das Brandmal der Blutschande, mit dem die Aleviten diffamiert werden. Im Gegensatz etwa zu den Sunniten feiern bei den Aleviten Männer, Frauen und Kinder gemeinsam den Gottesdienst. Bei diesen Feiern wird auch musiziert, gesungen und getanzt. Daraus konstruierten fundamentalistische Sunniten das Stigma, bei den Gottesdiensten komme es zu Gruppensex und Inzest.
12:09
Jo,was hat es jetzt gebracht ?
Der näste Tatort wird schon gedreht !
wo drüber (...........) keine Ahnung !