Das aktuelle Wetter NRW 11°C
Notlandung

Air France bittet Passagiere in Damaskus um Bargeld für Kerosin

17.08.2012 | 16:43 Uhr
Air France bittet Passagiere in Damaskus um Bargeld für Kerosin
Air France bittet Passagiere in Damaskus um Bargeld für Kerosin.Foto: ap

Paris.  Doppelter Schrecken für Fluggäste von Air France. Zuerst musste ihr Flugzeug in dem vom Bürgerkrieg gezeichneten Land Syrien notlanden, dann wurden die Passagiere gebeten, ihr mitgenommenes Bargeld zu zählen. Eine Vorsichtmaßnahme, mit der man eine Flugzeug-Tankfüllung zahlen wollte.

Eine ungeplante Zwischenlandung in Syrien dürfte bei den Passagieren des Air France Linienflugs 562 angesichts des dortigen Bürgerkriegs schon für ein mulmiges Gefühl gesorgt haben. Doch dann sollten sie auch noch ihre Brieftaschen öffnen und nachschauen, ob das Geld für Extra-Sprit zum Weiterfliegen reicht. Was wie ein schlechter Scherz klingt, ist am Mittwoch tatsächlich passiert, wie ein Sprecher von Air France am Freitag zugeben musste.

Das Flugzeug befand sich auf dem Weg von Paris nach Beirut, als es wegen Spannungen nahe des Flughafens der libanesischen Hauptstadt umgeleitet werden musste. Das Kerosin ging zur Neige - also blieb nur die Landung in Syriens Hauptstadt Damaskus. Wegen der Sanktionen gegen das Land, die es vom internationalen Bankverkehr abschneiden, ist das Bezahlen dort aber alles andere als einfach.

Vorfall sei Air France noch nie passiert

Aufgrund der "sehr ungewöhnlichen Umstände" und "nur als "Vorsichtsmaßnahme" habe die Besatzung die Passagiere gebeten, das mitgeführte Bargeld zu zählen, sagte der Sprecher. Air France habe dann aber einen anderen Weg gefunden, für die Tankfüllung zu bezahlen. Solch ein Vorfall sei der Fluglinie noch nie passiert, fügte er hinzu und entschuldigte sich für Unannehmlichkeiten.

Am Donnerstag konnte das Flugzeug dann endlich tagsüber in Beirut landen, nachdem es von Damaskus zunächst Zypern angesteuert hatte, um dort über Nacht Station zu machen. (dapd)



Kommentare
18.08.2012
10:37
Air France bittet Passagiere in Damaskus um Bargeld für Kerosin
von ich_bin_es | #3

bei den Kraftstffpreisen hier in Deutschland werde wohl demnächst auch die Bus - und Taxifahrer ihrer Fahrgäste um Extrageld anschnorren

17.08.2012
17:32
Air France bittet Passagiere in Damaskus um Bargeld für Kerosin
von stefan48 | #2

auf diese art und weise kann man auch die preise erhöhen das ist jetzt schon die zweite Fluggesellschaft langsam kann man glauben das das bald die Tagesordnung ist oder wird

17.08.2012
17:00
Air France bittet Passagiere in Damaskus um Bargeld für Kerosin
von holmark | #1

Klingelbeutel-Airlines. Man muss halt dran glauben...;o)

Aus dem Ressort
Explosion in Londoner Hotel -"Plötzlich war es stockdunkel"
Unglück
Ein lauter Knall, bebende Fußböden und Dunkelheit: Kurz vor Mitternacht wurden die Gäste des Londoner Nobelhotels Hyatt Regency aus dem Schlaf gerissen. Die Explosion ist vermutlich von einer leckgeschlagenen Gasleitung verursacht worden. Einige mussten im Nachthemd das Haus verlassen.
Schütze von Newtown blieb vor Blutbad drei Monate im Zimmer
Massaker
Vor fast zwei Jahren löste das Massaker an der Grundschule in Newtown weltweit Erschütterung aus. Ein neuer US-Untersuchungsbericht gibt Einblicke in die Entwicklung des Täters. Es gab Warnzeichen, die offenbar nicht richtig verstanden wurden.
Hitler-Aquarell erzielt bei Versteigerung 130.000 Euro
Hitler-Aquarell
Für 130.000 Euro ist ein von Adolf Hitler gemaltes Aquarell am Samstag in Nürnberg von einem anonymen Käufer ersteigert worden. Das Bild gehe vermutlich in den Nahen Osten, sagte eine Sprecherin des Auktionshauses. Insgesamt zwölf Interessenten hätten bei der Versteigerung mit geboten.
Verband plant wegen E-Zigaretten-Warnung Millionenklage
Klage
Weil das NRW-Gesundheitsministerium vor E-Zigaretten gewarnt hatte, will der Verband des E-Zigarettenhandels die Landesregierung auf 90 Millionen Euro Schadenersatz verklagen. Das Bundesverwaltungsgericht hatte entschieden, dass die Flüssigkeiten für E-Zigaretten weiter frei verkauft werden dürfen.
Partygast schießt und verletzt 11 Menschen in Athener Lokal
Schießerei
Ein Mann hat in einem Nachtlokal in der griechischen Hafenstadt Piräus um sich geschossen und elf Menschen verletzt. Nach Angaben der Polizei wurden drei der Opfer schwer verletzt. Das Motiv für die Schüsse war zunächst völlig unklar. Der mutmaßliche Täter ist laut Medienberichten polizeibekannt.
Umfrage
Viele Manager von städtischen Unternehmen verdienen mehr als eine halbe Million Euro im Jahr. Die Einkommen richten sich nach Branche, Unternehmensgröße und Umsatz. Finden Sie die hohen Gehälter angemessen?

Viele Manager von städtischen Unternehmen verdienen mehr als eine halbe Million Euro im Jahr. Die Einkommen richten sich nach Branche, Unternehmensgröße und Umsatz. Finden Sie die hohen Gehälter angemessen?