Acht Boote kentern im Rhein - 22 Insassen gerettet

Rund 90 Helfer waren am Rhein im Einsatz. Zwei Erzieherinnen mussten wegen Unterkühlung ins Krankenhaus gebracht werden.
Rund 90 Helfer waren am Rhein im Einsatz. Zwei Erzieherinnen mussten wegen Unterkühlung ins Krankenhaus gebracht werden.
Was wir bereits wissen
Eine Gruppe von Erzieherinnen hat einen Ausflug auf dem Rhein gemacht. Doch die Frauen unterschätzten die starke Strömung. Ihre Boote kenterten.

Neuenburg am Rhein.. Bei einem Ausflug mit Booten sind 22 Menschen auf dem Rhein verunglückt. Die acht Kanus der Gruppe kenterten bei Neuenburg südlich von Freiburg, teilte die Polizei mit. Grund sei die starke Strömung gewesen. Die Insassen der Boote stürzten ins Wasser. 18 von ihnen konnten sich ans Ufer retten oder wurden aus dem Wasser gezogen. Bei den Opfern des Unglücks handelte es sich um Erzieherinnen im Alter von 20 bis 50 Jahren, sagte eine Polizeisprecherin. In ersten Meldungen hatte die Polizei von verunglückten Kindern gesprochen.

Vier Insassen wurden zunächst vermisst. Sie konnten nach rund einer Stunde und einem Großeinsatz der Helfer gerettet werden. Zwei von ihnen mussten wegen Unterkühlung und Erschöpfung ins Krankenhaus.

Rettung Die Erzieherinnen hatten den Ausflug im Rahmen einer Weiterbildung mit dem Ziel des Teambildens angetreten. Zum Unglück kam es, als die Gruppe an Land wollte. Die starke Strömung riss die Boote um. Die Frauen fielen ins Wasser.

Gefahr des Flusses wird oft unterschätzt

Die Kanus wurden von den Fluten fortgespült. Eines von ihnen blieb verschwunden. Im Einsatz waren rund 90 Helfer, darunter Spezialkräfte mehrerer Rettungsorganisationen sowie ein Hubschrauber.

Nach dem Regen der vergangenen Tage hat der Rhein laut Polizei derzeit viel Wasser sowie eine starke Strömung. Die auf die Wasserrettung spezialisierte Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) warnte vor Leichtsinn. Mit dem Boot auf dem Rhein sollte nur unterwegs sein, wer Erfahrung habe. Die Gefahr des Flusses, vor allem die Strömung, werde oft unterschätzt. Immer wieder komme es zu Unglücken. (dpa)