Das aktuelle Wetter NRW 10°C
Panne

91-Jährige in Tresorraum von Bank in Frankreich vergessen

09.09.2013 | 11:22 Uhr
91-Jährige in Tresorraum von Bank in Frankreich vergessen
Eine 91-Jährige ist in Frankreich im Tresorraum einer Bank vergessen worden.Foto: Volker Speckenwirth

Rennes.  23 Stunden lang hat eine 91 Jahre alte Frau in Frankreich im stockdunklen Tresorraum einer Bank ausharren müssen. Die Mitarbeiter der Bank in Rennes hatten die alte Dame einfach vergesen. Erst als ihr Sohn die 91-Jährige vermisste und die Polizei alarmierte, wurden Wachleute losgeschickt.

Eine 91-jährige Bankkundin hat in Frankreich einen Tag im dunklen Tresorraum ihrer Bank ausharren müssen, nachdem Mitarbeiter sie dort vergessen hatten.

Die alte Dame hatte am Samstag um 11.30 Uhr in einer Filiale in Rennes um Zutritt zu ihrem Tresor gebeten, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Sonntag mitteilen. Gemäß den Vorschriften schloss die Bankangestellte die Tür hinter der Kundin wieder zu - und vergaß sie.

Ein Handy hatte die Seniorin nicht dabei. Als sie schon Stunden im Dunkeln ausgeharrt hatte, rief ihr Sohn am Samstagabend die Polizei an, weil seine Mutter nicht nach Hause zurückgekehrt war.

Lesen Sie auch:
Polizei befreit eingeschlossene Frau aus Kirche in Bochum

Ungewöhnlicher Einsatz für die Polizei: Zwei Beamte haben eine Frau aus einer Kirche befreit. Nach dem Gottesdienst war sie noch zur Toilette gegangen. Als sie dann die Kirche verlassen wollte, stieß sie auf verschlossene Kirchentüren. Zum Glück hatte die Frau ihr Handy dabei - und wählte die 110.

Die Beamten suchten in sämtlichen Vierteln, in denen sich die Frau für gewöhnlich aufhielt. Schließlich kontaktierten sie ihre Bank BNP Paribas, die sich bereit erklärte, Wachleute in ihre Filialen in Rennes zu schicken.

Am Sonntag um 10.30 Uhr hörten die Wächter in einer Filiale "eine schwache Stimme aus dem Tresorraum", wie die Polizei mitteilte. Sie fanden die 91-Jährige, die den Angaben zufolge in einer guten körperlichen und seelischen Verfassung war, aber trotzdem im Krankenhaus untersucht wurde. Die Polizei will nun aufklären, warum das Alarmsystem nicht funktionierte. (afp)



Kommentare
Aus dem Ressort
„Disslike“ – Promis rezitieren Hass-Kommentare aus dem Netz
Youtube
Der Youtube-Kanal „Disslike“ konfrontiert Promis mit bissigen Kommentaren aus dem Netz. Gregor Gysi und Jan Böhmermann amüsierten sich schon vor laufender Kamera. Andere Promis scheuen sich noch, vor allem Politiker. Dabei wäre ein möglicher Lieblingskandiat AfD-Chef Bernd Lucke.
Schweizer empört über Kaffeesahne mit Hitler und Mussolini
Sammeldosen
In der Schweiz sind Kaffeesahne-Verpackungen mit Porträts von Hitler und Mussolini aufgetaucht. Der Supermarktkette Migros ist es peinlich – der Produzent dagegen empfindet die Kritik als übertrieben. Die Packungen sind inzwischen aus dem Programm genommen worden.
Deutsche lehnen "Social Freezing" als Familien-Planung ab
Familienplanung
Die Mehrheit der Deutschen steht nicht hinter einer Familien- und Karriereplanung mit "Social Freezing". Facebook und Apple zahlen Mitarbeiterinnen jährlich bis zu 20.000 Euro für das Einfrieren von Eizellen – um das Kinderkriegen hinter die Karriere zu stellen.
Mörder des kleinen Dano muss lebenslang ins Gefängnis
Prozess
Danos Mörder muss lebenslang in Haft. Der 42-jährige Hilfsarbeiter aus Herford ist am Mittwoch vom Landgericht Bielefeld für den Mord an dem Jungen schuldig gesprochen worden. Er hatte bis zuletzt behauptet, Dano nicht habe töten zu wollen.
Kölner Jäger verliert Waffenschein wegen Trunkenheit
Jagd
Wein und Wodka wirkten wie Zielwasser: Der Jäger traf vom Hochsitz aus den Rehbock – trotz Alkohols. Aber seinen Waffenschein ist er nun los, obwohl der Vorfall schon acht Jahre zurückliegt.
Umfrage
Die Stadt Duisburg will Schul-Parkplätze an Lehrer vermieten – aber auch an Anwohner. Eine gute Idee?

Die Stadt Duisburg will Schul-Parkplätze an Lehrer vermieten – aber auch an Anwohner. Eine gute Idee?