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Geiselnahme

63-Jähriger tötet in Bremen offenbar seinen Bruder

15.07.2012 | 13:38 Uhr
63-Jähriger tötet in Bremen offenbar seinen Bruder
Großeinsatz in Bremen: Ein 63 Jahre alter Mann hat offenbar seinen älteren Bruder erst als Geisel genommen und dann getötet. Foto: dapd

Bremen.   Ein 63-jähriger Bremer soll am Sonntagvormittag seinen sieben Jahre älteren Bruder erst als Geisel genommen und dann getötet haben. Der mutmaßliche Täter hatte sich mit seinem Bruder im Keller verschanzt.

Ein 70-Jähriger ist im Bremer Stadtteil Huchting offenbar von seinem Bruder getötet worden. Gegen 8.00 Uhr am Sonntag hatte der 63-jährige mutmaßliche Täter seinen Bruder nach einem Gerangel mit einem Gegenstand bedroht und in den Keller verschleppt, wie die Polizei mitteilte. Beim Eintreffen der Polizei verschanzte er sich dort mit seinem Opfer. Als Beamte eines Spezialeinsatzkommandos die Räume gegen 11.30 stürmten, fanden sie die Leiche des 70-Jährigen. Sie wies den Angaben zufolge schwere Kopf- und Brustverletzungen auf.

Der mutmaßliche Täter, der als Waffenbesitzer registriert ist, soll Polizeiangaben zufolge psychisch krank sein. Ob das Opfer mit einer registrierten Waffe getötet wurde, war zunächst unklar. Die genaue Todesursache soll mit einer Obduktion ermittelt werden.

Erster Polizeieinsatz bereits in den frühen Morgenstunden

Bereits in frühen Morgenstunden hatte die 52-jährige Ehefrau des Tatverdächtigen wegen eines Streits die Polizei zur Hilfe gerufen. Die Streifenbeamten schätzten die Auseinandersetzung als harmlos ein und rückten wieder ab.

Kurz nach 8.00 Uhr wurde die Polizei erneut in das Wohngebiet gerufen. Die Ehefrauen der beiden Männer waren während eines Gerangels zwischen den Brüdern vom Grundstück geflohen und hatten die Beamten alarmiert.

Die Einsatzkräfte gingen zunächst von einer Geiselnahme aus und versuchten, mit dem Tatverdächtigen im Haus Kontakt aufzunehmen. Ob eine Kommunikation zustande kam, konnte ein Polizeisprecher auf dapd-Anfrage nicht sagen. Der Zugriff sei am späten Vormittag notwendig geworden, da ein Gasdetektor angeschlagen habe. Die Polizei vermutet, dass der Tatverdächtige die Gasleitung manipuliert hatte.

Der 63-Jährige war bereits früher polizeilich aufgefallen. Neben einer Anzeige seiner Frau wegen Körperverletzung vor zwei Jahren war gegen den Mann auch wegen unberechtigter Lagerung von Munition ermittelt worden.

Die beiden Ehefrauen werden psychologisch betreut. (dapd)


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