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60 Milliarden Tiere werden getötet, um gegessen zu werden

09.01.2014 | 17:37 Uhr
60 Milliarden Tiere werden getötet, um gegessen zu werden
Immer mehr Ackerland wird in Weideland umgewandelt oder zur Produktion von Futtermitteln verwendet. Weltweit seien bereits 70 Prozent der Ackerflächen mit Tierfutter belegt, heißt es im neuen „Fleischatlas“.Foto: Robert Schlesinger/dpa

Berlin.   Umweltschützer warnen vor den Folgen des global wachsenden Fleischkonsums. Weltweit seien 70 Prozent der Ackerflächen mit Tierfutter belegt. „Diese Flächen fehlen den Ärmsten beim Anbau ihrer Lebensmittel“, sagte die Vorsitzende der Heinrich-Böll-Stiftung, bei der Vorstellung des „Fleischatlas“.

Über 60 Milliarden Tiere würden weltweit jährlich geschlachtet und verzehrt, eine eigentlich unglaubliche Zahl. So steht es in der neuen Ausgabe des „Fleisch-Atlas“, den die Umweltorganisation BUND, die grüne Heinrich-Böll-Stiftung und die Zeitung Le Monde Diplomatique am Donnerstag präsentierten. Sie verbanden damit die Warnung vor den ökologischen und sozialen Folgen des zunehmenden weltweiten Fleischkonsums.

Den Schätzungen zufolge ließen im Jahr 2011 rund 58 Milliarden Hühner ihr Leben, um Menschen als Nahrung zu dienen. Außerdem knapp drei Milliarden Enten, 1,4 Milliarden Schweine, 517 Millionen Schafe und 300 Millionen Rinder. Die Kritiker gehen davon aus, dass diese Zahlen in den kommenden Jahrzehnten noch stark steigen, da vor allem in den Schwellenländern die Nachfrage steigen werde. Sie fordern das Gegenteil. „Die Umwelt ließe sich durch einen geringeren Fleischkonsum und eine andere Art der Produktion schützen,“ heißt es im Fleisch-Atlas.

Deutsche essen weniger Fleisch

Diese Botschaft haben sich die deutschen Konsumenten offenbar zu Herzen genommen. Hierzulande sinkt der Fleischkonsum. 2012 verspeisten die Deutschen pro Kopf durchschnittlich 87 Kilogramm Fleisch und Fleischerzeugnisse, wie das Agrarministerium weiß. 2011 waren es drei Kilo mehr, 1990 noch 102 Kilogramm.

Lesen Sie auch:
Warum Soja als Fleischersatz ökologisch bedenklich ist

Wenn es denn nur um den Tofuburger oder das Tofuwürstchen als Fleischersatz ginge, wäre es kein Poblem. Doch 80 Prozent des weltweit produzierten Soja werden mittlerweile als Futtermittel in der Massentierhaltung eingesetzt. Mit massiven Folgen für Landschaft und Menschen.

Ein Grund: Es gibt mehr Vegetarier und Konsumenten, die bewusst weniger Fleisch essen. Das ergab eine Umfrage der Universitäten Göttingen und Hohenheim im vergangenen Jahr. Auch haben offenbar Lebensmittelskandale zu der Zurückhaltung beigetragen, Stichworte: Gammelfleisch und Pferdefleisch in der Lasagne. Dagegen sehen drei Viertel der Deutschen ihren Fleischkonsum als unproblematisch an.

Ein Tag ohne

Vor der Bundestagswahl bekamen die Grünen Schwierigkeiten, weil sie vorschlugen, dass die Unternehmen in ihren Kantinen an einem Tag pro Woche nur vegetarisches Essen anbieten sollten. Ernährungsexperten raten seit Langem zu mindestens einem fleischlosen Tag.

Barbara Unmüßig, die Chefin der Böll-Stiftung, ging davon aus, dass die Fleischproduktion weiter wächst, weil in Ländern wie China und Indien mehr Menschen in die Mittelklasse aufsteigen. Diese Bürger könnten sich dann mehr Fleisch leisten, das oft teurer ist als pflanzliche Lebensmittel. Durch den steigenden Wohlstand werden die Menschen zur Mitte des Jahrhunderts weltweit 470 Millionen Tonnen Fleisch essen und damit 150 Millionen Tonnen mehr als heute, heißt es in dem Bericht.

Steigende Nahrungsmittelpreise

„Das Futter für die zusätzliche Produktion von Millionen Tonnen Fleisch wird die Land- und Nahrungsmittelpreise explodieren lassen“, befürchtete Unmüßig. „Die Zeche zahlen die Armen, die von ihrem Land verdrängt werden und sich aufgrund der hohen Preise weniger Nahrung leisten können.“

Auf die Flächenkonkurrenz zwischen Fleischproduktion und billigen Grundnahrungsmitteln wies auch BUND-Agrarexpertin Reinhild Benning hin. „70 Prozent aller Agrarflächen der Erde werden inzwischen von der Tierfütterung beansprucht.“

Ein Beispiel dafür ist der großflächige Soja-Anbau in Südamerika, vor allem Brasilien und Argentinien. Nicht nur Ackerflächen würden dadurch knapper, so Benning. Die Folgen seien insgesamt fatal: „Wertvolle Regenwälder gehen verloren, Böden und Gewässer werden mit Pestiziden belastet.“

Hannes Koch



Kommentare
13.01.2014
14:06
60 Milliarden Tiere werden getötet, um gegessen zu werden
von milfhunter | #9

Das ist eine sehr gute Nachricht! Man stelle sich den Aufschrei der Veganapostel vor, wenn die alle nur zum Spaß getötet würden!

10.01.2014
13:17
60 Milliarden Tiere werden getötet, um gegessen zu werden
von passblossaufmaenneken | #8

Nichts weiter als ein Propagandapamphlet der Körnerfresser-Lobby.

Anatomie und Physiologie weisen den Menschen eindeutig als Omnivoren (Allesesser) aus. Wer tierische Produkte komplett aus seinem Speiseplan streicht, ernährt sich wie ein Piepmatz oder Karnickel und damit nicht artgerecht für einen Menschen. Gesundheitliche Spätfolgen durch Mangelernährung sind sehr wahrscheinlich, werden aber von grün-alternativen Ideologen gerne ignoriert.

2 Antworten
60 Milliarden Tiere werden getötet, um gegessen zu werden
von Harry-Cane | #8-1

Das ist aber so nicht ganz richtig.
Prinzipiell ist der Mensch ein Allesfresser, da er alles mögliche verdauen kann (z.B. auch Pappe) Die Physiologie weist aber eindeutig seeehr viel mehr Übereinstimmung mit reinen Pflanzenfressern auf!
Es war zu früherer Zeit eine Frage des Überlebens, dass wir glücklicherweise auch Fleisch verdauen können, aber es ist nicht unsere Anbestimmte übliche Nahrungsquelle.

Aber ganz abgesehen davon: Es geht einfach darum, dass keine 7 Mrd. Menschen so leben (konsumieren) können wie wir es z.B. tun! Das hat also überhaupt nichts mit Gerechtigkeit zu tun. Unser Konsumstil geht zu lasten anderer (heute lebender und zukünftig lebender). Soviel Klarheit sollte inzw. bei jedme vorhanden sein.
Es würde sicher ausreichen, wenn die westlichen Nationen zum Sonntags-Braten zurückkehren würden. Das war früher ausreichend und wäre es auch heute. Niemand würde da verhungern.
Es ist viel Ideologie im Spiel (von beiden Seiten, klar). Die Negativfolgen sind einfach heftig

60 Milliarden Tiere werden getötet, um gegessen zu werden
von Harry-Cane | #8-2

Aber da ihr Kommentar leider vor blankem Populismus und Stammtischgeschrei nur so strotzt, hat eine sachliche Diskussion wahrscheinlich eh keinerlei Sinn!

10.01.2014
13:10
60 Milliarden Tiere werden getötet, um gegessen zu werden
von ichausessen | #7

Ein Land wie Indien, dessen Bevölkerung sich fast ausschließlich vegetarisch ernährt, wäre ohne Weiteres in der Lage, seine Bevölkerung zu ernähren. Trotzdem sind ca 200 Mio Inder unterernährt oder müssen zeitweise hungern.
Warum? Weil eine marode Infrastruktur und nicht aus- und unzureichende Lagerkapazitäten ca. 1/3 der Ernten vergammeln lassen.
Dafür ist aber nicht der (deutsche) Fleischesser verantwortlich!
Fleischverzehr mag aus vielen Gründen problematisch sein. Nur die momentane Tendenz, mit dem moralischen Finger hier auf den Fleischesser zu zeigen a la „du bist schuld, wenn in Indien ein Kind Hunger leidet“, ist nicht nur unfair, sondern einfach falsch.

1 Antwort
60 Milliarden Tiere werden getötet, um gegessen zu werden
von Harry-Cane | #7-1

Es gibt genügend Gründe, mit dem moralischen Finger auf Fleischesser zu zeigen.
Man muss sich das halt auch gefallen lassen, wenn man die weltweiten Problematiken einfach ausblendet und blind weiter macht wie bisher.
Wir leben nunmal nichtmehr in der Mitte des 20. Jahrhunderts und haben eine doppelt so hohe Weltbevölkerung. Und wir müssen uns daran anpassen, und das hat insbesondere sehr viel mit unserem Konsumstil zu tun, auch und speziell der Ernährung!

Niemand sagt, dass es die reine Schuld von westlichen Fleischessern ist, wenn in Indien immer noch die große Masse der Menschen in völliger Armut leben.
Das hat viel mit Ausbeutung, Politik und dem schrankenlosen neoliberalen Kapitalismus zu tun, der große Ungerechtigkeiten - gerade in der 3. Welt - sorgt.
Keine Frage! Aber der Fleischkonsum und die gewaltigen Folgeeffekte tragen ebenfalls nicht unterheblich dazu bei!
Man muss sich schon etwas mehr mit der Materie beschäftigen, es gibt eine Welt jenseits vom Schwarz-Weiß-Denken

10.01.2014
13:09
60 Milliarden Tiere werden getötet, um gegessen zu werden
von ichausessen | #6

Fleisch ja oder nein oder wie viel es sein darf, das ist eine Frage der Aufklärung und der Transparenz von Fakten.
Hier bei uns beugt sich die Politik regelmäßig dem Diktat der Lebensmittelkonzerne. Die übersichtliche Ampelkennzeichnung des Inhalts wurde von der Industrie gestoppt, neuerdings dürfen Verpackungen beliebige Inhaltsmengen haben, die man nur noch durch Beherrschung des Dreisatzes und Taschenrechner vergleichen kann.
Alles, um den Verbraucher zu verwirren. Und weil sich die Politik ihr Versagen nicht eingestehen kann (wie immer), wird der Fleischessen moralisch diskreditiert.

1 Antwort
60 Milliarden Tiere werden getötet, um gegessen zu werden
von Harry-Cane | #6-1

Das zur Lebensmittelindustrie kann ich nachvollziehen. Kaufen Sie einfach möglichst wenig Produkte von den großen Firmen, das ist ein klares Statement dass man mit jedem Einkauf abgeben kann.

Was das jetzt allerdings mit der "Diskreditierung" von Fleischessern zu tun hat, erschließt sich mir nicht wirklich.
Ich habe hier ja schon genug Kommentare zu dem Thema abgegeben. Das Thema hat eindeutig globale Relevanz, das ist leider nicht zu leugnen.

Es bringt aber nichts, hier jetzt zwei völlig verschiedene Themen einfach in einen Topf zu schmeißen. Dann kommt nur Stammtisch bei raus.

10.01.2014
09:56
60 Milliarden Tiere werden getötet, um gegessen zu werden
von Doep | #5

Grob gesagt: ja und?

Was interessieren denn den Fleischesser in den Schwellenländern irgendwelche Bauern? Die Deutschen essen ja bekanntlich gar nicht mehr so viel Fleisch, seitdem der Magerwahn immer mehr um sich greift.

Oder soll Deutschland auch auf dem Gebiet mal wieder durch vorbildlichen Verzicht die Welt retten?

8 Antworten
"Die Deutschen essen ja bekanntlich gar nicht mehr so viel Fleisch"
von Catman55 | #5-1

Die aktuellen Zahlen zeigen keine signifikate Bewegung in irgendeiner Richtung - liegt alles noch im Bereich normaler Schwankungen. Wenn es tatsächlich Magerwahn (?) einen Einfluß haben könnte, scheint Völlerei einen gegenteiligen Effekt zu haben....

60 Milliarden Tiere werden getötet, um gegessen zu werden
von Doep | #5-2

Zumindest sehe ich bei Bekannten immer mehr Töchter, die auf Gemüsesüppchen usw. stehen. Mit einem saftigen Braten kann ich bei Einladungen ebenfalls nicht mehr so recht punkten - Leichtigkeit ist angesagt.

Vielleicht essen irgendwelche Zuwandererfamilien oder so dafür doppelt und dreifach soviel Fleisch, aber ich sehe im privaten Umfeld eine deutliche Verlagerung Richtung Fleischverzicht.

60 Milliarden Tiere werden getötet, um gegessen zu werden
von Harry-Cane | #5-3

Oder soll Deutschland auch auf dem Gebiet mal wieder durch vorbildlichen Verzicht die Welt retten?

Achso, wir Deutschen sind also Meister des Verzichts. Also ein sehr demütiges, bescheidenes Völkchen. Wusste ich gar nicht.
Meines wissens nach sind die westlichen Industrienationen eben die, die maßgeblich dafür verantwortlich sind, dass wir unseren Planeten zu etwa 60 - 70 % übernutzen.
Und wenn alle 7 Mrd. Menschen nur annähernd so einen Lebensstil genießen würden wie wir (also eher eine Minderheit des Planeten), dann könnten wir getrost sofort "gute Nacht" sagen.
So schieben wir das Unvermeidlich eben noch eine Weile auf...Kinder, Enkelkinder eben.

Und die Deutschen essen nichtm ehr so viel Fleisch....das ist ja wohl relativ.
Nicht mehr SO viel, wie es mal war. Global gesehen gehören wir immer noch zu den oberen. Gucken Sie doch in die Einkaufswagen der Leute im Supermarkt. Da weiß man bescheid.

60 Milliarden Tiere werden getötet, um gegessen zu werden
von Doep | #5-4

Ja, wir sind Meister des Verzichts, in der Tat. Zumindest durch politischen
Druck erzeugt. Wir trennen weltmeisterlich Müll, Energiesparen aus erneuerbaren Energien ist up to Date. CO2 einzusparen ist Dauerthema in den Medien.

Alles politisch gewollt, um unsere Umwelt zu schützen. Währenddessen sorgt der wachsende Lebensstandard in besagten Schwellenländern für Zustände, die wir nur noch vom Deutschland der 70/80er Jahre kennen.

Und nun also mal wieder der Fleischverzicht, wo die Deutschen mal wieder dazu gebracht werden sollen, Pseudoumweltschutz zu betreiben, wie man an Vorschlägen wie dem Vegetarischen Tag sieht.

Deutschland kann nicht für den Rest der Welt die Umwelt retten, solange jeder kleine Fortschritt und jede deutsche Einschränken, durch doppelten Umweltfrevel woanders wieder kaputt gemacht wird.

60 Milliarden Tiere werden getötet, um gegessen zu werden
von Harry-Cane | #5-5

Doep,

hälst du Recycling (wo immer es geht) nicht für sinnvoll?
Energiesparen aus Erneuerbaren Energien? Ich bin nicht sicher, was du da jetzt meinst, da das zwei Dinge sind, die du zusammen haust.
1) Energie Sparen ist sehr sehr sinnvoll und wichtig. Und das dürfte in diesem Jahrhundert über sehr viel entscheiden, denn wir verschwenden immer noch gigantische Mengen
2) aus Regenerativen Ressourcen die Energie zu gewinnen halte ich für (a) sinnvoll und (b) mittelfristig vollkommen alternativlos. Denn Atom, Kohle, Öl...haben nunmal dramatische Nebeneffekte und Ewigkeitskosten jenseits unserer Vorstellungskraft und auch Gas ist nicht "neutral" oder so. Und eines haben sie auf jeden Fall alle gemeinsam: Sie sind fossil = also endlich! Wenn sie weg sind, sind sie weg. Unwiederbringlich. Und das werden wir in diesem Jahrhundert erleben.
PS: Der Umstieg von Kohle auf Öl hat ca. 50 J. gebraucht, der jetzt anstehende Umstieg wird ebenfalls ein Dekaden-Projekt sein!

60 Milliarden Tiere werden getötet, um gegessen zu werden
von Harry-Cane | #5-6

Und man kann jetzt auch nicht daher gehen und zu den Chinesen und Indern einfach sagen: Sorry, wir haben die große Party gefeiert, den Kater haben jetzt aber alle. IHR dürft aber erst gar nicht nur ein bisschen feiern!
Es gibt Länder, die müssen sich noch etwas mehr entwickeln, um ein gutes Niveau zu erreichen, wir müssten gleichzeitig deutlich reduzieren. Langfristig geht es nur mit Regenerativen Energien. Logisch, oder?

Du solltest ein intrinsisches Interesse haben, unsere Umwelt (unser Habitat) zu schützen, denn das ist die Grundlage unseres Lebens. Schonmal nachgedacht?
Traurig, wenn die Politik das vorgeben muss.

Fleischverzicht ist kein Pseudo-Umweltschutz. Ganz im Gegenteil, das ist der "Hebel", mit dem jeder Mensch ganz schnell durch eine minimale Umstellung seinen persönlichen Einfluss ganz erheblich wahrnehmen kann.
Aber dazu müsste man sich wirklich einmal intensiv mit dem Thema befassen - den Eindruck habe ich bei dir aber nicht, das der Wille dazu da ist.

60 Milliarden Tiere werden getötet, um gegessen zu werden
von Harry-Cane | #5-7

Außedem ist es ganz sicher kein Grund, etwas nicht zu tun, nur weil man es nicht zu 100%ig vollkommen machen kann oder weil andere nicht mitziehen.
Das ist Idioten-Denken und genau deshalb ändert sich ja auch viel zu wenig.

Man sollte - wenn man die Dinge erkannt hat - ein gutes Beispiel vorleben und sich einfach von der Illusion befreien, dass man selbst die Welt retten könnte oder müsste.
Aber man sollte es so leben, wie man es von anderen gerne auch erwarten würde.
Das ist die Möglichkeit, die dem durchschnittlichen Individuum gegeben ist.
Der Rest könnte sich von ganz alleine irgendwann ergeben, denn je mehr Menschen ihre Prinzipien aufzeigen, desto mehr lassen sich ebenfalls überzeugen oder animieren. Zumindest, um mal kritische Denkprozesse anzustoßen.
Und es sind alles Prozesse...und die brauchen meistens Zeit.

60 Milliarden Tiere werden getötet, um gegessen zu werden
von Doep | #5-8

Natürlich ist das alles sinnvoll. Nur muss man aufpassen, dass man den Bogen nicht überspannt. Mir persönlich braucht man das nicht zu sagen, ich liege in allen Belangen des Naturschutzes unter den durchschnittlichen Verbräuchen.

Ich weiß aber auch, dass es Grenzen gibt, die die Menschen in Deutschland nicht überschritten sehen wollen.

10.01.2014
09:31
Weltweit und bundesweit ...
von sichau1 | #4

Eine Zahl taucht leider nicht auf: Rechnerisch wären das bundesweit wöchentlich ca. 1,7 kg Fleisch- und Wurstwaren pro Person oder rund 239 Gramm pro Tag (den entstehenden Abfall nicht eingerechnet) ....

1 Antwort
60 Milliarden Tiere werden getötet, um gegessen zu werden
von Catman55 | #4-1

Woher haben sie die Zahlen? Ich komme auf ca 570 Gramm pro Woche.

Quelle: http://www.bvdf.de/in_zahlen/tab_06/

10.01.2014
08:25
60 Milliarden Tiere werden getötet, um gegessen zu werden
von mannsen3 | #3

Darauf werde ich mir heute ein saftiges argentinisches Filetsteak gönnen. Richtig blutig-englisch gebraten. Ach ne, ich mache mir 2, dann brauche ich kein Gemüse.

1 Antwort
60 Milliarden Tiere werden getötet, um gegessen zu werden
von snafuprinzip | #3-1

Mein vollstes Mitleid ist ihnen sicher!

Mit freundlichen Grüßen,
snafu.

10.01.2014
01:20
60 Milliarden Tiere werden getötet, um gegessen zu werden
von Samuw | #2

Sie wissen es eben nicht besser.
Die Fleischgegner erzählen Legenden, weil sie die Realität des pflanzlichen Landbaus nicht kennen. Über die Mengen an Kunstdünger, der für den Fleischersatz benötigt wird, machen sich diese Einfachdenker ebenfalls keinerlei Gedanken.
Auch nicht darüber, dass es Böden gibt, die keine andere Nutzung zulassen als Viehzucht.

Die Sache ist nämlcih komplexer als es hier dargestellt wird.

Wer weiß schon: ohne die industrielle Fertigung von Chemie für die Erzeugung von Nahrungspflanzen wäre die Welt gar nicht mehr ernährbar.


4 Antworten
60 Milliarden Tiere werden getötet, um gegessen zu werden
von Andy1909 | #2-1

Schreibt da etwa ein Fleischlobbyist?
Es wird doch ein vielfaches an Pflanzen für die Fleischproduktion angebaut, als für die fleischlose Ernährung benötigt wird.
Und somit wird auch ein vielfaches an Kunstdünger für die Fleischproduktion gebraucht, als für die fleischlose Ernährung.
Würde man gar auf eine Ernährung mit Fleisch komplett verzichten, ist gar eine ökologische Landwirtschaft ohne Pestizide möglich.
Diese käme der Umwelt, den Tieren und auch den "kleinen" Bauern zu Gute, allerdings nicht den großen Konzernen...

60 Milliarden Tiere werden getötet, um gegessen zu werden
von Harry-Cane | #2-2

Ja nee, iss klar Samuw!

Einzig sinnvoller Satz in Ihrem Kommentar war "dass es Böden gibt, die keine andere Nutzung zulassen als Viehzucht"

Solche Böden gibt es wirklich, und genau auf diesen Böden sollte man auch Viehzucht betrieben. Da wird sich niemand beschweren.
Aber die Ackerflächen der Welt sollten mit pflanzlicher Nahrung bewirtschaftet werden und nicht den "Umweg" über das Tier suchen, was eine unfassbare Verschwendung ist. Und selbst auf eher kargen Böden lassen sich noch anspruchslose Pflanzen wie Amaranth etc. anbauen.
Da, wo wirklich nichts mehr geht, können gerne Ziegen, Schafe und Rinder weiden.
Aber hier sprechen wir von einem kleinen Prozentsatz, und wir sollten uns wohl über das maßgebliche unterhalten.
Und da geht ihr Kommentar leider Lichtjahre an der eigentlichen Problematik und der Realität vorbei.

60 Milliarden Tiere werden getötet, um gegessen zu werden
von rapo | #2-3

Das einzige, was an Ihrem Kommentar richtig ist, ist die Tatsache, dass es wenige Böden gibt, die für Pflanzenanbau nicht oder schlecht geeignet sind. Aber auch das ist eine Frage der Arten- oder Sortenauswahl. Der am wenigsten treffende Satz Ihres ist der letzte: wer weiß schon, ohne industrielle Fertigung von Chemie für die Erzeugung von Nahrungspflanzen wäre die Welt gar nicht mehr ernährbar. das Gegenteil ist richtig: Für die Erzeugung eines Kilos Fleisch benötigen Sie zwischen acht und zehn Kilo Futterpflanzen, wegen des hohen Eiweißgehalts eben gern Soja. Würde dieses sehr hochwertige Eiweiß direkt verzehrt, könnte der Sojaanbau um 70 - 80 % zurückgefahren werden, ohne Ernährungsmängel weltweit. Und bereits frühe südamerikanische Völker kannten die Jahrhunderte vorhaltende Verbesserung armer Böden durch Pflanzenkohle, effizienter als chemische Düngung und ohne ihre desaströsen Folgen. Ebenso wie die Vermeidung des zerstörerischen Anbaus nicht lokaler Pflanzen in Monokulturen.

60 Milliarden Tiere werden getötet, um gegessen zu werden
von Harry-Cane | #2-4

Danke rapo! Es ist ermutigend und macht zumindest ein Fünkchen Hoffnung, dass es noch Menschen gibt, die mit dem eigenen Kopf denken und sich mit Themen ausführlich auseinander setzen, statt die Bildzeitung und Schrott-TV zu konsumieren.
Das Ergebnis sieht man ja leider an der Vielzahl der Kommentare hier, die oftmals ihr Halbwissen wohl in den Kopf gepflanzt bekommen haben.

Das Bildungsniveau bei uns ist erschreckend gefallen! Und damit offenbar auch die Fähigkeit, eigenständig die Dinge IM DETAIL zu hinterfragen, geschweige denn selbst zu recherchieren. Und das, obwohl wir im totalen Informationszeitalter leben.
Aber ich vermute, die Möglichkeiten werden wohl nur noch zur "Berieselung" auf der Couch genutzt, bei der man dann zu echten Themen max. einseitige Bruchstücke mitbekommt und meint, man könnte und müsste jetzt mitreden.
Einfach traurig dieser Niedergang.

09.01.2014
23:28
60 Milliarden Tiere werden getötet, um gegessen zu werden
von Xenesis | #1

Parallel zu den rund 87 Kg Fleisch plus -erzeugnisse kursiert in anderen Quellen auch die Zahl von 60 kg. Möglicherweise wurden bei der höheren Angabe auch Abfälle, Nutzung als industriellen Rohstoffen oder gar Exporte mitgerechnet.

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