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Betrüger

43-Jähriger ohne Schulabschluss unterrichtet am Gymnasium

25.04.2012 | 10:27 Uhr
43-Jähriger ohne Schulabschluss unterrichtet am Gymnasium
Ein "Lehrer" hat jahrelang an einem Gymnasium unterrichtet, ohne selbst studiert zu haben oder auch nur Abitur zu haben.Foto: dapd

Landau.  Ein 43-jähriger Mann hat jahrelang als Gymnasiallehrer in den Fächern Biologie und Sport unterrichtet. Er selbst hatte allerdings nicht studiert, nicht einmal das Abitur kann er nachweisen. Nun hat die Staatsanwaltschaft ihn wegen Betrugs und Urkundenfälschung angeklagt.

Ein 43-Jähriger hat offenbar ohne die notwendigen Qualifikationen jahrelang als Gymnasiallehrer in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz gearbeitet. Die Staatsanwaltschaft Landau hat den aus der Pfalz stammenden Mann nun wegen Betrugs und Urkundenfälschung angeklagt, wie die Staatsanwaltschaft am Mittwoch mitteilte. Der Beschuldigte soll bei seiner Bewerbung beim Regierungspräsidium Stuttgart unter anderem sein Abitur und einen Studienabschluss an der Uni Mainz angegeben haben.

Allerdings, heißt es in der Anklage, hatte der 43-Jährige nie ein Gymnasium oder eine Hochschule besucht. Seine Masche hatte aber offenbar Erfolg: Er arbeitete mehrere Jahre an einem Gymnasium in Rastatt und später in Landau. Seine Fächer waren Biologie und Sport. (dapd)

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Kommentare
25.04.2012
17:26
43-Jähriger ohne Schulabschluss unterrichtet am Gymnasium
von IgorSoukharyev | #7

Ja... So arbeitet man in Deutschland. Hat er vielleicht ein Konto in der Schweiz, wie alle beste Bürger? Und Verwandten im Gericht, in der Staatsanwaltschaft?

25.04.2012
16:13
Talente fördern und sie nicht geißeln
von sagittarius-andy | #6

Das dieser Mann jahrelang an einem Gynasium (nein, nicht Hauptschule) unterrichten konnte zeigt doch deutlich, wie überflüssig mittlerweile Studium und Abitur für den Lehrberuf sogar am Gymnasium geworden ist. Das notwendige Rüstzeug für den Unterrcht googeln sich doch heute schon die Lehrkräfte zusammen. Vielleicht sollten die Einstellungskriterien so geändert werden, dass pädagogisches Talent vor Schulabschlüssen geht. Den Lehrberuf als Ausbildungsberuf. Schlimmer als es heute schon an deutschen Schulen zugeht, kann es nicht werden. Es könnten sich höchstens unendeckte Talente durchsetzen.

25.04.2012
14:03
43-Jähriger ohne Schulabschluss unterrichtet am Gymnasium
von soulseeker | #5

Wenn er ein guter Lehrer war, sollte man ihm eher dankbar sein.

@meinemal - Chapeau ist wie "sic!" ein unglaublich überflüssiger Spruch. Ich frage mich, warum so viele Leute meinen, damit ihre Postings verschönern zu müssen ...

25.04.2012
13:44
43-Jähriger ohne Schulabschluss unterrichtet am Gymnasium
von Dieselpumpe | #4

"Jahrelang" unterrichtet?
Da muss er aber doch über eine gewisse Qualifikation verfügen.

Es gibt schlimmeres im Leben, daher sollte eine Ohr-Watschen reichen!

25.04.2012
11:29
43-Jähriger ohne Schulabschluss unterrichtet am Gymnasium
von jokilobi | #3

Es fehlt bei der Einstellung der "Fachkräfte"Lehrer an Kontrollmechanismen. Der gute Name einer Uni verbunden mit einem gefälschten Diplom genügt anscheinend, um hurra zu rufen und Lehrer bedingungslos einzustellen. Hoffentlich sind die SchülerInnen nicht besser ausgebildet, als durch reguläre Fachkräfte. ;-)

1 Antwort
43-Jähriger ohne Schulabschluss unterrichtet am Gymnasium
von oderfla | #3-1

.......lehramtsstudenten machen gar kein diplom........die machen ein staatsexamen. mit diesem, so es denn bestanden wurde, gehen die lehramtsantwärter in ein referendariat, welches mit einem 2. staatsexamen endet. mit dem 2. staatsexamen werden die lehramtsamwärter nach einer anstellung lehrer und i.d.R. nach kurzer zeit verbeamtet.......mit einem gefälschten uni-abschluss (wie im artikel dargestellt) müsste der hochstapler also zumindest das referendariat absolviert und mit dem 2.SE abgeschlossen haben.........oder er hat auch dieses gefälscht.........

25.04.2012
11:24
...
von sebas | #2

an #1

Ich denke, beides trifft zu.

Sehen wir die Sache realistisch:
Fachliche Kompetenz kann auch außerhalb von Uni-Vorlesungen, Seminaren erworben werden.
Das gilt selbstverständlich nicht nur für die genannten Fächer; und auch für andere Studiengänge, z.B. BWL...).

Gleiches gilt für didaktische Fertigkeiten.

Eine "Lehrer-Persönlichkeit" wird ohnehin nicht an der Uni erworben.

Nicht nur im Lehramtsstudium werden zwangsweise Inhalte gelehrt, die man später niemals wieder benötigt. (Das gilt übrigens auch für die Schule).

Welche Strafe droht dem Hochstapler?
Wird er sein jahrelang bezogenes A13-Salär vollständig zurückzahlen müssen?
(was ja wohl den Gang in die Privatinsolvenz bedeuten würde).

25.04.2012
10:49
43-Jähriger ohne Schulabschluss unterrichtet am Gymnasium
von Meinemal | #1

Entweder war dieser Pseudolehrer ein ausgezeichneter Autodidakt oder die sogenannte Lehrerausbildung ist ehe für die Katz. Nur hängen soviel Pöstchen an dieser Farce. Trotzdem, chapeau! Er hat lange durchgehalten und die Schulbürokratie gekonnt vera...!

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