400.000 Deutsche können sich Altersheim nicht mehr leisten
28.10.2012 | 08:31 Uhr 2012-10-28T08:31:36+0100
Berlin. Hunderttausende Senioren in Deutschland können sich aus eigener Kraft kein Altenheim mehr leisten. Das geht laut einem Medienbericht aus noch unveröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervor. Der Sozialverband VdK wertet dies als Alarmsignal: "Das Risiko, durch Pflegebedürftigkeit in Armut abzurutschen, steigt seit Jahren."
Hunderttausende Deutsche können sich einem Medienbericht zufolge ihre Unterbringung in Altersheimen nicht mehr leisten . Wie die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf unveröffentlichte Zahlen des Statistischen Bundesamts berichtete, stieg die Zahl der Empfänger von Hilfe zur Pflege im Jahr 2010 um rund fünf Prozent auf etwa 411.000 Menschen. Im Jahr 2009 hatten demnach etwa 392.000 Menschen die Leistung bezogen. Rund drei Viertel der Empfänger leben den Angaben zufolge in Heimen.
Die Zahl der Mülheimer Senioren, die auf Grundsicherung im Alter angewiesen sind, steigt. Maria T. ist eine von den vielen Rentnern, die ohne Geld vom Staat nicht auskommen. Obwohl sie 30 Jahre lang gearbeitet hat, muss die 70-Jährige heute jeden Cent zweimal umdrehen, bevor sie etwas kauft.
Der Sozialverband VdK wertete die Entwicklung als Alarmsignal. "Das Risiko, durch Pflegebedürftigkeit in Armut abzurutschen, steigt seit Jahren", sagte Verbandschefin Ulrike Mascher der Zeitung. Ein zentraler Grund für die höhere Betroffenenzahl seien kontinuierlich steigende Heimkosten . Zuletzt hätten sie in der höchsten Pflegestufe monatlich bei durchschnittlich fast 2900 Euro gelegen, während das Rentenniveau stagniere, sagte Mascher. Dem Bericht zufolge stiegen die Ausgaben für Hilfe zur Pflege auf mehr als 3,4 Milliarden Euro im Jahr 2010. (afp/dapd)

14:05
Gewinnstreben im Bereich der Altersversorgung widerspricht jeglicher Vernunft! so werden aus den 400.000 Menschen in den nächsten Jahren schnell 1 Millionen und mehr. Das System in Deutschland ist mangelhaft, aber politisch so gewollt. Warum wählen diese vielen alten Menschen ihren eigenen Henker? Das ist die Frage, denn es ändert sich dann nichts.
11:42
Der Kommentar von "neuich | #30" beschreibt genau die Entwicklung. Aber schon heute ist eine große Zahl von Rentnern nicht mehr in der Lage ihren Lebensabend durch eigene Rentenbezüge oder eigenes Vermögen zu finanzieren. Besonders Frauen! Zu den durchschn. Pflegekosten, die vom VdK genannt wurden, kommen noch zusätzlich die Wohnkosten in Heimen hinzu. Heimbewohner selbst werden mit einem Taschengeld von ca. 80 Euro/mon. abgespeist. Die Städte, die die Kostenlawine auffangen sollen, stehen vor der Pleite und sind mit dem Problem überfordert. Die Angehörigen von Heimbewohnern werden zur Kasse gebeten und finanzieren den Heimaufenthalt ihrer Eltern bis auf ihren schmalen Selbstbehalt. Sind alle Vermögenswerte aufgebraucht werden sogar die Beerdigungskosten zum Finanzierungsproblem. Durch Gesetzesänderung der Regierung hat man sich auch dieser Beilagen (Sterbegeld) entledigt. Ein Fakt, wie das Konnexitätsprinzip zwischen Bund und Gemeinden auf den Kopf gestellt wurde. Das hat System!
10:07
Liebe Leute,
wenn ich die Kommentare so lese habe ich das Gefühl, das das deutsche Volk komplett entmündigt, Hilflos und ohne Rechte in einer Zelle kauert...
Was wird dagegen getan? Die Antwort ist immer dieselbe: Nichts!
Geht irgendjemand auf die Straße? Niemand!
Es gibt über 300 Krankenkassen, x Rentenkassen, die Beamten haben eine eigene Rentenkasse usw.
Was sagt mir das? Ich als Migrant der seit fast 40 Jahren in Deutschland lebt sagt das nur eins. Wir haben min. eine 3 Klassen Gesellschaft.
Das Unfassbare daran ist, das jede Gesellschaft das auch noch mit Händen und Füssen verteidigt. Da gibt es einen Antidiskriminierungsgesetz, das kaum in Anspruch genommen wird (Stichwort Termine bei Ärzten als gesetzlich Krankenversicherte). Anscheinend ist es das Papier nicht wert wo es drauf steht.
Liebe Leute,
meckert lieber in der warmen Bude herum solange es geht. Bleibt lieber Zuhause statt gen Berlin zu Marschieren und friedlich zu Demonstrieren.
10:00
das Kinder und Ekel nicht nur ihre eigenen Vorfahren finanzieren müssen, sondern auch noch per Sozialabgaben alle die die keine Kinder haben.
Die Kinderlosen "zahlen" als Ausgleich eine höhere PV...
Man muß ja nicht jeden Schreibfehler anderer aufzeigen.
Ich selbst bemerke meine oft auch erst, wenn der Text schon versandt ist.
Dieses ggfs. fehlende "n" ist allerdings sehr sinnentstellend.
07:02
Und, den Staat interessiert das doch gar nicht.Das Sozialamt geht sofort an das Geld/Einkommen der Kinder heran. Man kommt sich dann vor wie ein Hatz4 Empfänger. Jeden Cent den man angesparte hat muss offengelegt werden. Sein eigenes Leben und der der Enkelkinder wird beschnitten. Man darf nur noch einen Grundfreibetrag behalten. Muss oder will man einen Kredit aufnehmen geht das nur noch mit Zustimmung der Sozialamtes.Aber, man soll für sich fürs Alter vorsorgen und muss, lt. unserem Gesatzgeber, seine Kinder/Enkel bis mindestens zum 25 Lebensjahr mit 670€ finanzieren. Was passiert den wenn die Generationen ohne Kinder nachkommen?Wer soll das denn dann noch bezahlen? Wie hoch werden dann die Steuern oder die Pflegeversicherung sein? Denn, Familien im herkömmlichen Sinn gibt es ja so gut wie überhaupt nicht mehr. Die Katastrophe kommt noch auf uns zu!!!
Eine Produktivitätssteuer (Maschinensteuer) wie sie Helmut Schmidt schon in den 70ern andeutete, könnte das Problem der Altersarmut schnell beseitigen. Leider wollen es die lobbyistengesteuerten Politiker nicht, obwohl sie wissen, dass daran nicht vorbeikommen werden. Man könnte jetzt schon handeln, wenn man nur wollte.
23:56
Die Wahrheit ist: würden alle Rentner vor ihrem Tod ins Altersheim müssen, könnten sich wahrscheinlich 80% keines leisten können.
22:45
Natürlich wissen auch diejenigen in Politik und Wirtschaft, die für die Entwicklungen Verantwortung tragen, genau um was es geht. Und versuchen die Menschen mit guten Worten und Versprechungen auf bessere Zeiten, zu beruhigen. Das Thema wird breit gequatscht. Man spricht von Überalterrung der Gesellschaft und vom demografischem Faktor. Das klappt auch, denn viele dieser Menschen wählen die Vertreter aus Politik und Statthalter der Wirtschaft wieder in die Parlamente. An die Stellen, wo sie weiter den Leuten das Blaue vom Himmel versprechen. Dabei ist es einfach. Würde man den Reichtum, der real in der Bundesrepublik existiert, umverteilen und die Reichen zur Kasse bitten, ihne Gewinne und Vermögen steuerlich so belasten, wie das auch in anderen europ. Staaten möglich ist, dann würde sich das Rentenproblem in Luft auflösten. Und jeder Mensch bräuchte sich um seine Altersversorgung nicht zu sorgen. Das ist aber mit der real existierenden Wirtschaftsmafia nicht zu machen.
Ein schöner Traum.
„Würde man den Reichtum, der real in der Bundesrepublik existiert, umverteilen und die Reichen zur Kasse bitten, ihne Gewinne und Vermögen steuerlich so belasten, wie das auch in anderen europ. Staaten möglich ist, dann würde sich das Rentenproblem in Luft auflösten“.
Wünschen Sie sich.
Ich denke, Sie werden desillusioniert werden, sollte jemals die Vermögensteuer wiederbelebt werden.
Die ist nämlich von der Verwendung her derart „überbucht“, daß für Rente und Pflege mit Sicherheit nichts übrig bleibt.
Erst gestern gab es folgende Forderung der IG Metall (zitiert nach dpa):
„...Sinnvoll sei es zudem, den Kauf energieeffizienter Haushaltsgeräten oder der energetischen Gebäudesanierung steuerlich zu begünstigen, erklärte der IG-Metall-Chef...
...Außerdem forderte Huber ein bildungspolitisches Sonderprogramm, das den Städten und Gemeinden Sonderinvestitionsmittel in Höhe von 100 Euro pro Einwohner zur Verfügung stellt. Um dies zu finanzieren, plädiert Huber für eine Vermögenssteuer von zwei Prozent, die Erhöhung des Spitzensteuersatzes auf 49 Prozent und eine höhere Erbschaftssteuer...“.
Stellt man dem Ihre Vorstellung entgegen, gilt also: Steuer ja - aber danach Kühlschrank vs. Rente!
Sie haben recht. Aber die von der Lobbyisten-Wirtschaftsmafia gesteuerte Politik wird nichts ändern. Der Wahlzettel ist doch Makulatur. Und viele Millionen Deutsche entscheiden sich für ihren eigenen Metzger. Warum? Sind die alle blöd? Die ersten 4 Parteien auf dem Stimmzettel sind nicht wählbar, wenn man etwas ändern will!
20:47
Herbert57 hat es genau richtig beschrieben. Oma kommt ins Heim, Ihr Vermögen wird aufgebraucht, wenn nichts mehr da ist, sind die Kinder dran, Stichwort Elternunterhalt !!
Seht zu dass die Omas und Opas Immobilien schnell genug vererben, bis zu einer Dauer von 10 Jahren kann der Staat die Schenkung zurückholen!
Appell an alle: sichert Euch und die Omas (natürlcih auch Opas) durch Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung rechtzeitig ab, damit Ihr noch was zu sagen habt. Ansonsten kommt der gesetzliche Betreuer und dann ist Schluß mit lustig.
20:46
Logisch, Morde und Unfälle sind nicht nur in der Zeitung wichtiger wie Menschen und ihre Gefühle - egal ob Alte oder Junge. Allerdings: wenn genug Geld auf dem Konto ist macht das hierzulande aus langweiligen Spiesern und Langweilern Heilige und auch gewöhnlichen Menschen Supertalente und Intelligenzbestien.,
19:41
Ob die Oma von Hartz IV leben muß,oder 2000 Euro Rente bekommt,spielt keine Rolle!
Oma bekommt immer ein Platz im Altenheim.
Die Rente und die Pflegeversicherung sackt sich das Altenheim ein.
Reicht das nicht aus,muß Oma ihre Ersparnisse aufbrauchen,bis auf ein paar Euros von der Sterbegeldversicherung.Notfalls muß sie ihr Haus verkaufen.(falls vorhanden).
Ist Oma pleite,zahlt das Sozialamt.Oma hat dan nur noch 100 Euro Taschengeld.
Sind Kinder vorhanden,holt sich das Sozialamt ihr Geld zurück.
Und zwar von Söhnen und Töchtern,mitsamt ihren Ehepartnern.
Das Familieneinkommen zählt.Dann beginnt das große heulen und zähneklappern,
aber nicht bei der Oma,oder dem Altenheim,sondern bei den unterhaltspflichtigen Kindern.