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Erdbeben im Iran

306 Tote nach schwerem Erdbeben in Iran

13.08.2012 | 12:17 Uhr
306 Tote nach schwerem Erdbeben in Iran
Das Erdbeben zerstörte das Zuhause von Tausenden. Foto: ap

Warseghan.   Zwei Erdbeben in schneller Folge haben im Iran Furchtbares angerichtet. 306 Menschen starben, mehr als 3.000 Menschen wurden verletzt.

Nach den schweren Erdbeben im Nordwesten des Iran hat sich die Zahl der Toten auf 306 erhöht. Die iranische Gesundheitsministerin Marsieh Wahid Dastadscherdi berichtete am Montag dem Parlament, dass die Opferzahl gestiegen sei, nachdem rund 50 weitere Opfer in Krankenhäusern verschieden seien. Mehr als 3.000 Menschen wurden bei den Erdstößen verletzt.

Am Samstag hatten zwei Beben der Stärke 6,4 und 6,3 den Nordwesten erschüttert und mindestens sechs Dörfer dem Erdboden gleichgemacht und mehr als 130 zum Teil schwer beschädigt. Der Iran liegt in einem seismisch sehr aktiven Gebiet: Im Durchschnitt gibt es in dem Land ein leichtes Erdbeben pro Tag. Bei einem heftigen Beben 2003 in der im Südosten gelegenen Stadt Bam kamen rund 26.000 Menschen ums Leben.

Besonders schweres Beben in Iran im Jahr 2003

Im Iran gibt es häufig Erdbeben, weil dort mehrere tektonische Platten aufeinander treffen. Ein besonders schweres Beben ereignete sich im Dezember 2003. Damals kamen im Südosten des Landes 31.000 Menschen ums Leben.

Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad sprach den Menschen im Erdbebengebiet in einer auf seiner Internetseite veröffentlichten Erklärung sein Beileid aus. Er forderte die Behörden auf, alles zu tun, um der betroffenen Bevölkerung zu helfen.

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) sprach seinem iranischen Kollegen Ali Akbar Salehi nach Angaben des Auswärtigen Amts in Berlin in einem Telegramm sein Mitgefühl aus und bot an, dem Iran „in diesen schweren Stunden zu helfen“.

Video
Damaskus, 08.08.12: Der Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrats des Iran, Said Dschalili, hat am Dienstag mit einem Besuch in der syrischen Hauptstadt dem angeschlagenen Machthaber Baschar al-Assad demonstrativ den Rücken gestärkt.

 

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