Das aktuelle Wetter NRW 14°C
Erdbeben im Iran

306 Tote nach schwerem Erdbeben in Iran

12.08.2012 | 14:59 Uhr
Das Erdbeben zerstörte das Zuhause von Tausenden. Foto: ap

Warseghan.   Zwei Erdbeben in schneller Folge haben im Iran Furchtbares angerichtet. 306 Menschen starben, mehr als 3.000 Menschen wurden verletzt.

Nach den schweren Erdbeben im Nordwesten des Iran hat sich die Zahl der Toten auf 306 erhöht. Die iranische Gesundheitsministerin Marsieh Wahid Dastadscherdi berichtete am Montag dem Parlament, dass die Opferzahl gestiegen sei, nachdem rund 50 weitere Opfer in Krankenhäusern verschieden seien. Mehr als 3.000 Menschen wurden bei den Erdstößen verletzt.

Am Samstag hatten zwei Beben der Stärke 6,4 und 6,3 den Nordwesten erschüttert und mindestens sechs Dörfer dem Erdboden gleichgemacht und mehr als 130 zum Teil schwer beschädigt. Der Iran liegt in einem seismisch sehr aktiven Gebiet: Im Durchschnitt gibt es in dem Land ein leichtes Erdbeben pro Tag. Bei einem heftigen Beben 2003 in der im Südosten gelegenen Stadt Bam kamen rund 26.000 Menschen ums Leben.

Besonders schweres Beben in Iran im Jahr 2003

Im Iran gibt es häufig Erdbeben, weil dort mehrere tektonische Platten aufeinander treffen. Ein besonders schweres Beben ereignete sich im Dezember 2003. Damals kamen im Südosten des Landes 31.000 Menschen ums Leben.

Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad sprach den Menschen im Erdbebengebiet in einer auf seiner Internetseite veröffentlichten Erklärung sein Beileid aus. Er forderte die Behörden auf, alles zu tun, um der betroffenen Bevölkerung zu helfen.

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) sprach seinem iranischen Kollegen Ali Akbar Salehi nach Angaben des Auswärtigen Amts in Berlin in einem Telegramm sein Mitgefühl aus und bot an, dem Iran „in diesen schweren Stunden zu helfen“.

Video
Damaskus, 08.08.12: Der Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrats des Iran, Said Dschalili, hat am Dienstag mit einem Besuch in der syrischen Hauptstadt dem angeschlagenen Machthaber Baschar al-Assad demonstrativ den Rücken gestärkt.

 



Kommentare
Aus dem Ressort
Verdacht auf Steuernhinterziehung bei Fernsehkoch Lafer
Staatsanwaltschaft
Gegen den Fernsehkoch Johann Lafer besteht der Verdacht auf Steuerhinterziehung. Am Montag durchsuchten 45 Beamte Lafers Restaurant in Stromberg und seine Kochschule in Guldental. Die Staatsanwaltschaft will die Unterlagen und elektronische Dateien auswerten.
Foodwatch sucht wieder die größten Werbelügen
Werbelügen
Hühnersuppe ohne Huhn, falsche Gesundheitsversprechen und irreführende Behauptungen. Die Verbraucher-Organisation Foodwatch vergibt wieder den "Goldenen Windbeutel" für die größte Werbelüge des Jahres. Fünf Produkte sind nominiert, den Gewinner küren die Verbraucher per Abstimmung.
Promi-Nacktbilder zeigen, wie unsicher private Daten sind
Hacker
Die Veröffentlichung gestohlener Nackfotos von Stars wie Jennifer Lawrence zeigt, wie anfällig die Datensicherheit im Internet für alle ist. Manche finden Logins mit Kennwort nicht mehr zeitgemäß. Im Netz wird aber auch eine ganz andere Frage diskutiert: Müssten Promis nicht vorsichtiger sein?
Hühnersuppe ohne Huhn - Foodwatch sucht größte Werbelügen
Werbelügen
Hühnersuppe ohne Huhn, falsche Gesundheitsversprechen und irreführende Behauptungen. Die Verbraucher-Organisation Foodwatch vergibt wieder den "Goldenen Windbeutel" für die größte Werbelüge des Jahres. Fünf Produkte sind nominiert, den Gewinner küren die Verbraucher per Abstimmung.
Pirate-Bay-Mitgründer steht in Dänemark vor Gericht
Datendiebstahl
Bis zu sechs Jahre Haft drohen dem Mitgründer der Filesharing-Website "Pirate Bay", Gottfrid Svartholm Warg. Der steht in Dänemark wegen Datendiebstahls vor Gericht. Er soll seit Frühjahr 2012 im Auftrag eines mitangeklagten Dänen öffentliche Datenbanken gehackt und Datensätze kopiert haben.
Umfrage
Bastian Schweinsteiger wird neuer Kapitän der Fußball-Nationalmannschaft. Was halten Sie von der Entscheidung?

Bastian Schweinsteiger wird neuer Kapitän der Fußball-Nationalmannschaft. Was halten Sie von der Entscheidung?