24 afghanische Kinder in Kanalisation in Rom entdeckt
05.04.2009 | 13:20 Uhr 2009-04-05T13:20:00+0200
Rom. Die italienische Polizei hat Medienberichten zufolge in der Kanalisation von Rom 24 Kinder aus Afghanistan entdeckt. Die zehn bis 15 Jahre alten Kinder und Jugendlichen lebten ohne Eltern im Kanalsystem unter einem Bahnhof. Einige von ihnen seien in einem schlechten körperlichen Zustand.
Erschütterndes Flüchtlingsdrama in Italien: In der Kanalisation von Rom wurden 24 Flüchtlingskinder aus Afghanistan entdeckt, wie die italienische Presse am Samstag berichtete. Nach Angaben der Sozialdienste, die sich nun um die Kinder kümmern, wurden die zwischen zehn und 15 Jahre alten Kinder von Schlepperbanden nach Italien gebracht und hofften, zu Angehörigen «nach Nordeuropa» weiterreisen zu können.
Die Minderjährigen wurden im Kanalsystem und in den unterirdischen Gängen am Bahnhof Ostiense aufgespürt, einem der drei großen Bahnhöfe der italienischen Hauptstadt. Dort hatten sie nach Angaben von Sozialarbeitern bereits fünf Tage verbracht, als sie entdeckt wurden. Einige von ihren waren körperlich deutlich geschwächt. Der Zeitung «La Repubblica» zufolge schliefen die Kinder unter Pappen und schmutzigen Tüchern in ihrem Versteck. Vermutlich seien sie über die Türkei und Griechenland nach Italien gekommen.
Der Chef der römischen Bahnpolizei, Carlo Casini, äußerte sich am Sonntag schockiert über das Schicksal der Minderjährigen. Diese Kinder hätten wohl Fürchterliches mitgemacht, bis sie nach Italien kamen, sagte Casini, der die Sozialdienste alarmiert hatte. Keines der Kinder spricht Italienisch, keines konnte genau sagen, woher es kam, oder konnte auch nur sein genaues Alter angeben, wie Sozialarbeiter berichteten.
Außer den Minderjährigen entdeckte die Bahnpolizei bei einem Sondereinsatz an dem Bahnhof auch fast hundert weitere illegale Einwanderer aus verschiedenen Nationen. Nach einem Bericht des italienischen Fernsehsenders Sat 2000 hatte sich unter den Flüchtlingen eine regelrechte Hierarchie entwickelt. Demnach waren Indern und Pakistanern die sichersten Schlafplätze vorbehalten, Iraner oder Afghanen hingegen hätten bis ins Kanalisationssystem nach einem ruhigen Platz für die Nacht suchen müssen.
Schande für die Stadt
Roms Bürgermeister Gianni Alemanno sagte in einem Fernsehinterview, der Vorfall sei eine Schande für die Stadt. «Die Zahl minderjähriger Afghanen steigt in Rom ständig an», sagte Valerio Neri von der Hilfsorganisation «Save the Children» in Italien. 2004 seien in Rom 32 Kinder und Jugendliche aus Afghanistan entdeckt worden, 2007 bereits 264. (afp)
20:15
seit Jahrezehnten sterben TÄGLICH über 40.000 Kinder...was tut die Welt, oder die Kommentatoren hier dagegen?
Trotzdem macht es keinen Sinn, wenn wir alle Hungernden und Armen der Welt aufnehmen wollen..dann werden auch wir zum Pflegefall..
20:09
#10
Sie haben vollkommen Recht. So wie hier einige denken, sollen die Kinder kurz aufgepeppelt werden und anschließend Kinderarbeit verrichten um sich den Freiflug in die Wüste zu verdienen.
Mensch Leute diese Denke im 21 Jahrhundert ist beschämend. Möge es künftig mehr Hirn vom Himmel regnen, oh Herr.
20:00
... es lebe das einfache Weltbild.
Unser Wohlstand basiert sehr wohl auf der Not dieser Menschen, da Deutschland einer der grössten Exporteure von Kriegsmitteln ist.
Insofern kann sich dieses Land da auch nicht wirklich aus der Verantwortung stehen.
Anderer Leid ist unser Wohlstand.
Ansonsten frage ich mich nun wirklich, wie bedroht die Existenzen der sich dauernd fremdenfeindlich äußernden sein muss. Keine Butter mehr auf dem Brot?
Ich kann soviel Missgunst einfach nicht verstehen.
Meine Vermutung ist, dass hier ein paar im Leben ganz schwer gescheiterte Existenzen, sich ihren ganz persönlichen Lebensfrust auf Kosten eines einfach zusammengezimmerten Sündenbocks, von der Seele schreiben.
Mal ganz nebenbei: Hier geht es um Kinder, die sicherlich keinerlei Verantwortung für irgendetwas tragen.
Wie kann man so unglaublich unmenschliche Kommentare zu so einem Artikel bringen?
19:57
@ #5 vantast,
Zitat: Ich nehme zur Entlastung des Welt-Sozialamt-Schreibers an, daß er Christ ist., Zitat Ende.
Den Zusammenhang müssen Sie mir erst noch erklären.
19:31
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19:24
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18:24
Wir bauen Schulen und Infrastrukturen in Afghanistan..wir, und Soldaten aus aller Welt.. helfen den Menschen dort
wieviel Menschen können wir noch aufnehmen?
10 Mio, 100 Mio, 1 Milliarde?? ab wann sagen Sie..Stopp !
17:18
Welt-Sozialamt? Die eu hat beim Afghanistankrieg mitgeholfen, Familien zu zerstören und hilft weiter mit, Afrika durch Hilfen für europäische Bauern, Fischer und Zusammenarbeit mit Diktaturen arm zu machen.
Somit ist es nur zu gerecht, wenn die Hungernden zu uns kommen. Ich nehme zur Entlastung des Welt-Sozialamt-Schreibers an, daß er Christ ist.
16:05
abschieben....die EU kann nicht das Welt-Sozialamt sein
14:17
abzugeben sollte es heissen