200 Wale stranden an Neuseelands Küste

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Wellington..  Dutzende gestrandete Grindwale sind an der Küste Neuseelands qualvoll verendet. Es seien 50 bis 70 Tiere gestorben, berichteten örtliche Medien gestern. In einem Wettlauf mit der Zeit versuchten mehr als 100 Helfer, die Meeressäuger feucht zu halten und zu retten. „Es ist eine echte Herausforderung“, sagte Andrew Lamason von der Umweltbehörde DOC. Es sei zu befürchten, dass mehrere Tiere eingeschläfert werden müssten. Insgesamt waren fast 200 Grindwale bei Farewell Spit gestrandet, einer schmalen Landzunge an der Nordspitze der Südinsel.

Einige der Tiere seien bis zu sechs Meter lang. Aber auch mehrere frischgeborene Kälber seien darunter, hieß es. „Es ist die größte Strandung von Walen in zehn oder 15 Jahren“, sagte DOC-Ranger Mike Ogle dem Sender TV3. Helfer der Tierschutzorganisation Project Jonah konnten zunächst zahlreiche der Wale mit Hilfe der einsetzenden Flut in tiefere Gewässer leiten. Viele seien aber umgekehrt und erneut gestrandet. „Wir bereiten uns auf das Schlimmste vor“, sagte Sprecherin Louisa Hawkes.