10-Dollar-Note wird erstmals weiblich

Washington..  Rosa Parks, die schwarze Kämpferin gegen die Rassentrennung, käme sicher infrage. Oder auch Eleanor Roosevelt, die tapfere „First Lady“ des Kriegspräsidenten. Die Entscheidung, welches prominente und historisch wertvolle Frauengesicht ab 2020 auf den 10-Dollar-Scheinen prangen wird, von denen Amerikas Zentralbank knapp zwei Milliarden in Umlauf gesetzt hat, ist aber noch nicht gefallen.

Nur dass zum ersten Mal seit über 100 Jahren feminine Züge auf dem begehrten Zahlungsmittel zu sehen sein werden, und nicht mehr wie heute ausschließlich Alexander Hamilton, der erste Finanzminister der USA, das steht nun fest. „Amerikas Währung sagt auch aus, wer wir sind und für was wir als Nation stehen“, erklärte der amtierende Finanzminister Jack Lew am Mittwochabend und läutete den Namensfindungsprozess mit pathetischen Worten ein: „Ich bin stolz, dass nach langer Zeit ein Frauenporträt auf der 10-Dollar-Note erscheinen wird.“

Lews einzige Vorgabe: Das Gesicht muss die Demokratie symbolisieren.