Zum Gruseln schön
26.10.2009 | 16:47 Uhr 2009-10-26T16:47:00+0100Zeus-Reporterinnen schauten bei Tanz der Vampire hinter die Kulissen
Das von Roman Polanski verfasste Musical Tanz der Vampire, das seit dem 7. November 2008 im Metronom Theater Oberhausen aufgeführt wird, verzaubert das Publikum. Am 4. Oktober 1997 startete das Stück des Oscar-Preisträgers in Wien. Michael Kunzes amüsante und bissige Texte, Dennis Callahans ausgefeilte Choreographien, William Dudleys aufwendige Bühnenbilder, Sue Blanes prächtige Kostüme und Jim Steinmanns atemberaubenden Musik machten Tanz der Vampire zu einem einzigartigen Erlebnis.
Im Musical geht es um Professor Abronsius und Alfred, die auf der Suche nach Vampiren in einen kleinen Ort gelangen. Sarah, die Tochter des Wirts, verdreht nicht nur Alfred sondern auch dem Vampirgraf von Krolock den Kopf. Der Graf lädt sie auf den Mitternachtsball ein. Alfred und der Professor schleichen Sarah hinterher, um einen Beweis für die Existenz von Vampiren zu finden. Was Sarah aber nicht wusste: Sie steht auf der Speisekarte der Vampire.
Vom Studium zum Professor
Eine der Hauptrollen hat Professor Abronsius, der von Christian Stadlhofer gespielt wird. Stadlhofer hat sein Studium für Gesang, Schauspiel und Tanz auf der Folkwang Hochschule abgeschlossen. Alfred wird von dem Wuppertaler Krisha Dalke gespielt, der sein Studium genau wie Stadlhofer absolvierte. Nele-Liis Vaiksoo spielt Sarah und stand schon bei 15 Musicals auf der Bühne. Jan Ammann spielt den Grafen von Krolock. Er hat in seiner Schulzeit Gesangsunterricht genommen und wurde dann als klassischer Sänger von Bariton Douglas Yates ausgebildet und erhielt Stipendien von der Rice University in Houston. Kevin Tarte ist die zweite Grafen-Besetzung. Der Amerikaner absolvierte seine Ausbildung an der Eastman School of Music in New York und an der Music Academy of the West in Santa Babara.
Hintergrund-Musik
Doch um diese fantastische Show überhaupt auf die Bühne bringen zu können, braucht man mehr als nur gute Darsteller. Während man selber gemütlich im Zuschauerraum sitzt, merkt man gar nicht, wie viele Leute sich hinter der Bühne befinden. Etwa 120 Personen sind in der Bühnentechnik, Licht, Ton, Maske oder Kostüm beschäftigt. Knut Herbertz ist einer davon. Er ist Techniker und bewegt während einer Vorstellung das Haus, die Särge und viele andere Bühnenbilder, die von der Decke kommen.
Als Techniker trägt man eine große Verantwortung, denn wenn man nicht aufpasst, kann das zu großen Schäden führen. Ebenfalls sehr wichtig ist der Ton. Jeder Hauptdarsteller trägt zwei Mikrofone, die unter der Perücke befestigt sind. Damit man die Darsteller nicht schon während des Umziehens hört, gibt es Tontechniker Thomas Wirtz. Er sitzt am Tonpult und dreht nur dann den Ton auf, wenn einer der Darsteller an der Reihe ist oder das Orchester anfängt zu spielen. Dabei hält er stets Blickkontakt zur Bühne, um alles zu sehen. Außerdem spricht er jedes einzelnes Wort mit, damit er nicht zu spät den Ton einschaltet. Er kennt jede Stimme aus dem Ensemble.
Auch die Kostüme sind ein wichtiger Bestandteil. Insgesamt gibt es 230 handbemalte Kostüme und 80 Paar Handschuhe mit 800 künstlichen Fingernägeln. Alle Vampire, außer Graf von Krolock, tragen diese Handschuhe, allerdings in verschiedenen Farben. Graf von Krolock schminkt sich vor jeder Vorstellung die Hände und klebt sich extralange Fingernägel an. Gerade das Umziehen will gelernt ein, denn teilweise haben die Darsteller nur eine halbe Minute dazu Zeit.
Auch Michel Driesse, der im Musical die zweiteBesetzung vom Diener Koukol spielt und ins Gesangsensemble gehört, musste dafür lange üben. Der 35-jährige gebürtige Amsterdamer ist seit seinem 22. Lebensjahr professioneller Darsteller und stand schon bei vielen Musicals auf der Bühne. Früher wollte er Flugbegleiter werden, doch heute ist er sehr zufrieden mit seiner Arbeit. „Ich liebe die Abwechslung vom Alltag”, sagt er.
Nicht ewig leben
An dem Stück Tanz der Vampire gefällt ihm besonders die rockige Musik, und es macht ihm großen Spaß, einen Vampir zu spielen. Allerdings würde Michel kein Vampir sein wollen, weil ihm das ewige Leben nicht gefällt.
Wir wünschen ihnen viel Spaß beim Musical!
Lea Panning und Laura Lehmann, 8 e, Elsa-Brändström-Gymnasium

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