Sport

Ralf Fährmann kämpft fürs Comeback

24.04.2012 | 10:40 Uhr
Ralf Fährmann kämpft fürs Comeback
Ralf Fährmann hofft, bald wieder für Schalke spielen zu können. Foto: Thomas Schmidtke

Gelsenkirchen. Im Medicos Center werden die müden Knochen und Muskeln der Schalker Spieler wieder fit gemacht. Holger Just leitet dort die Abteilung Orthopädische Rehabilitation. Abgehetzt kommt er ins Medicos vom Lauftraining mit dem Torwart Lars Unnerstall. „Ich brauche erst einmal ein frisches T-Shirt“, sagt der durchgeschwitzte Just. Wir gehen in einen der Behandlungsräume und er fängt an, mir über seine Aufgaben im Medicos zu berichten.

Studiert hat Holger Just Sportwissenschaften und Sportmedizin, danach eine Ausbildung in Sportphysiotherapie gemacht. Es sei sein Traumberuf, da er schon immer was mit Sport und Bewegung zu tun hatte und er gerne anderen hilft, wieder fit zu werden. Seinem Beruf geht er schon zwölf Jahre nach, im Medicos arbeitet er seit Juni 2007.

Just hat die Verantwortung für 55 Mitarbeiter in der Abteilung Ergotherapie, Physiotherapie, Sportphysiotherapie, Trainingstherapie und Arbeitstherapie. Allerdings arbeitet er mit Patienten und Sportlern relativ wenig, er hat mehr mit der Führung und Leitung der Mitarbeiter zu tun. Vorwiegend werden in der Abteilung Therapie und Rehabilitationstherapie Privatpatienten und Profisportler behandelt.

Täglich werden in seiner Abteilung rund 15 Patienten pro Therapeut versorgt. Die Schalker Jungs werden von Holger topfit gemacht, angefangen hat es 1998 mit Sven Kmetsch. Weiter ging es mit Ebbe Sand, Frank Rost und Jörg Böhme. Aktuell in Behandlung sind Peer Kluge, Jefferson Farfan und Ralf Fährmann. Er ist derzeit verletzt und wird im Medicos behandelt. Der Torwart war bereit, mit mir über seine Therapie im Medicos zu sprechen.

Zeus-Reporterin: Wie und wann haben Sie sich verletzt?

Ralf Fährmann: Ich habe mir meine Verletzung Ende Oktober bei dem Heimspiel gegen Kaiserlautern zugezogen.


Wie kam es zu der Verletzung und was haben Sie genau?

Ich habe eine rote Karte bekommen. Ich bin dem gegnerischen Stürmer entgegengerutscht und wollte ihm den Ball abnehmen. Dabei ist er mir gegen den Oberschenkel gelaufen und mein Knie hat sich verdreht. So habe ich mir einen Kreuzbandriss und einen Innenbandeinriss zugezogen.

Wie schwer ist Ihre Verletzung genau?

Es ist eine ziemlich schwere und langfristige Verletzung, aber ich hoffe, dass ich spätestens in vier Wochen wieder beim Mannschaftstraining einsteigen kann.

Wo und von wem werden Sie behandelt?

Ich werde im Medicos auf Schalke behandelt. Mich unterstützen die zwei weltbesten Therapeuten hier im Haus: Holger Just und Sibille.

Wie sieht Ihr Reha-Plan aus?

Mein Reha-Plan beginnt morgens um 9 Uhr und endet um 18 Uhr. Das ist ganz schön anstrengend, aber es ist gut so, da es den Rehabilitationsprozess steigert. Am Anfang konnte ich nicht ganz so viel machen. Ich hatte viel mehr Behandlungen nötig. Mittlerweile ist die Belastung in den einzelnen Trainingseinheiten gestiegen.

Wann können Sie das Fußballtraining denn wieder aufnehmen?

In spätestens vier Wochen. Ich aber fahre nach der Devise: Lieber eine Woche länger warten, als eine Stunde zu früh einsteigen. Das Problem ist, würde ich jetzt einen Rückfall bekommen, würde es mich womöglich meine ganze Karriere kosten. Deswegen lasse ich mir lieber mehr Zeit.

Und wann hoffen Sie persönlich wieder auf dem Platz für Schalke im Tor zu stehen?

Wenn es nach mir geht, würde ich in vier Wochen wieder spielen. Aber das ist relativ unrealistisch. Voraussichtlich werde ich erst wieder in der nächsten Saison spielen können.

Was wünschen Sie sich für ihre Zukunft?

Dass ich noch sehr viele Spiele bei Schalke machen darf und ich nicht mehr so häufig im Medicos erscheinen muss.

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