Ein Denkmal des Schreckens
01.03.2010 | 08:00 Uhr 2010-03-01T08:00:00+0100
Auf dem Ettersberg bei Weimar ließen die Nazis ein Konzentrationslager bauen, in dem politische Gegner unschädlich gemacht sowie Juden, Sinti und Roma oder Homosexuelle aus dem "deutschen Volkskörper" ausgegrenzt werden sollten. Sein Name: Buchenwald.
Das KZ ist heute eine der am meisten besuchten Gedenkstätten in Europa. Das Lager, das an die schrecklichen Ereignisse der Naziherrschaft erinnert, jagt den meisten Menschen auch heute noch einen Schauer über den Rücken. Riesige Überwachungstürme, ein Krematorium, das Desinfektionsgebäude, das Gebäude für Effekten-, Kleider- und Gerätekammer stehen noch heute auf dem großen Platz.
Bedrückender Anblick
Nicht nur der Anblick ist bedrückend. Auch der Gedanke an die Ereignisse, die sich dort zugetragen haben. Viele Menschen, die sie erzählt bekommen und sie sich veranschaulichen können, kommen teilweise weinend und mit nachdenklichem Blick heraus. Warum konnte man nichts gegen die Konzentrationslager unternehmen und warum sind so viele Leute gestorben?
Alles begann damit, dass nach Kriegsbeginn viele Menschen aus ganz Europa nach Buchenwald verschleppt wurden. 250 000 Menschen waren auf dem Ettersberg und seinen Außenlagern inhaftiert. Sie wurden dort zur Arbeit für die deutsche Rüstungsindustrie gezwungen. Sie lebten in unwürdigen Zuständen, schliefen zu zwölft in einem Bett, hatten kaum zu Essen und die hygienischen Verhältnisse waren erschreckend.
Befreiung durch Amerika
Über 56 000 Menschen starben an Folter, durch Experimente oder Auszehrung. In der Tötungsanlage wurden über 8000 sowjetische Kriegsgefangene erschossen. Im Krematorium wurden die Leichen verbrannt. Um den Verbrennungsprozess zu beschleunigen, wurden mehrere Leichen auf einmal in die Einführungstür hineingeschoben.
Auf dem Lagertor befindet sich die Inschrift "Jedem das Seine", die jedoch nur von innen zu lesen ist. Am 11. April 1945 wird Buchenwald durch die Amerikaner befreit. Heute ist es ein Mahnmal dafür, dass solche grausamen Dinge nirgendwo auf der Welt passieren dürfen.
Lisa Mingels, Klasse 8b, Freies Christliches Gymnasium, Düsseldorf
Der Artikel ist zuerst am 13. November 2009 auf der Zeus-Seite in der NRZ Düsseldorf erschienen.

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