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Mit Ziergräsern im Herbst und Winter farbige Akzente setzen

14.11.2012 | 08:45 Uhr
Mit Ziergräsern im Herbst und Winter farbige Akzente setzen
Im Herbst bilden Ziergräser einen farbigen Blickpunkt im Garten.Foto: Thinkstock

Veitshöchheim/Bonn.  Auch in der dunklen Jahreszeit kann man seinen Garten farbig gestalten: mit Ziergräsern. Ihre gelben oder roten Blütenähren sind dann ein echter Lichtblick. Die Auswahl ist groß und bietet jedem Gartenfreund das Passende.

Mit ihren gelben oder roten Blütenähren sind Gräser an grauen Herbst - und Wintertagen ein echter Lichtblick. Grazil geformte Halme, die anmutig im Wind schaukeln und von glitzerndem Reif oder Schnee überzogen sind, faszinieren als wahre Gartenkunstwerke. Mit einer geschickten Auswahl lassen sich gezielt Farbtupfer und Formakzente setzen.

Standfestigkeit und späte Blüte

Allerdings ist nicht jeder Sorte als Winter-Blickfang geeignet, wie Angelika Eppel-Hotz, Gräser-Expertin bei der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau in Veitshöchheim, erläutert. "Viele Gräser knicken leicht um, und sobald Schnee fällt, liegen sie am Boden." Anders etwa das wintergrüne Silberährengras: "Das ist ein absolutes Stehaufmännchen", erklärt Eppel-Hotz. "Selbst vom Schnee platt gedrückte Halme richten sich wieder auf." Das etwa 80 Zentimeter hohe, weit ausladende Ziergras bilde ab Juni seine glänzenden Rispen aus und bleibe lange schön anzusehen. Auch das ab August blühende Chinaschilf bringe noch spät Farbe in den Garten: "Hier gibt es extrem viele Sorten, da ist für jeden das Passende dabei", führt Eppel-Hotz aus: spektakulär in Gelb- und Rottönen gefärbt oder silbrig schimmernd, schmal oder eher horstig wachsend, von einem halben bis zu vier Metern Höhe.

Niedrige Pflanzen in den Vordergrund pflanzen

Die Gräser gedeihen gut auf ganz normalen Gartenboden, mögen es, wenn es feucht ist und stecken selbst gelegentliche Trockenheit noch gut weg. "Und auch bei Reif oder Schnee sind sie eine wahre Zierde im Beet", schwärmt die Biologin. Dabei empfiehlt sie für eine gute Winterwirkung grundsätzlich eher niedrige Sorten mit straff aufrecht stehendem Laub, die entsprechend standfest sind - wie zum Beispiel Lampenputzer- oder Pfeifengräser: "Die straff abstehenden Blätter etwa von 'Moorhexe' oder 'Spagat' sind von ihrer Struktur her wunderschön und sorgen mit ihren leuchtend gelben Rispen für schöne Farbeffekte im Garten ", betont die Gräser-Expertin.

Info
Ziergräser richtig zurückschneiden

Um die volle Wirkung während der Wintermonate auszuschöpfen, sollten Gräser erst im zeitigen Frühjahr zurück geschnitten werden, rät Gräser-Expertin Angelika Eppel-Hotz von der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau in Veitshöchheim: "Etwa im März, wenn sie bereits von innen wieder grün austreiben." Dabei sollten alle sommer- und wintergrünen Gräser bis auf den Boden gestutzt werden - und zwar entsprechend rechtzeitig, bevor der Neuaustrieb einsetzt. Auch immergrüne Gräser könnten komplett zurückgeschnitten werden, wenn sie nach einem strengen Winter unansehnlich sind. Ansonsten genüge es, die abgestorbenen Teile zu entfernen. (dapd)

Dabei pflanzt man die niedrigen Pflanzen am besten in den Vordergrund. Freie, sonnige Flächen sind ideal für die Sommer- bis Herbstblüher - da sie feuchte Standorte bevorzugen, eigneten sie sich besonders gut für die Bepflanzung am Rand von Teichen. Aber das Lampenputzergras passe auch zu romantischen Ensembles aus Rosen und Prachtstauden, ergänzen die Experten der Gartenbau-Brancheninitiative "Das Grüne Medienhaus". Dank ihrer faszinierenden Vielfalt fügten sich Gräser in jeden Gartenstil harmonisch ein, betonen die Gartenexperten. Und gerade das macht sie so reizvoll.

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