JP Morgan-Banker verzocken zwei Milliarden Dollar
11.05.2012 | 09:38 Uhr 2012-05-11T09:38:00+0200
New York. Die New Yorker Bank hat zwei Milliarden Dollar bei riskanten Geschäften an der Börse verloren - und das in nur sechs Wochen. Die Aktien der größten US-Bank sackten nach der Bekanntgabe des Verlustes um fast sieben Prozent ab. Der Abwärtssog griff auch auf andere Geldhäuser über.
Die US-Großbank JP Morgan Chase hat sich nach eigenen Angaben mit einem riskanten Handelsportfolio verspekuliert und in den vergangenen sechs Wochen zwei Milliarden Dollar (etwa 1,54 Milliarden Euro) abschreiben müssen. „Das Portfolio hat sich als risikoreicher, verletzlicher und für eine wirtschaftliche Absicherung weniger effektiv erwiesen als wir dachten“, räumte der Chef des Geldhauses, Jamie Dimon, vor Reportern ein.“ Es gab viele Fehler, Schlampereien und schlechtes Urteilsvermögen.“ Mit dem Derivate-Paket wollte sich das Institut eigentlich gegen Risiken bei Geldgeschäften absichern.
Die Aktien von JP Morgan sackten nach der Bekanntgabe des Verlustes um fast sieben Prozent ab. Auch Wertpapiere anderer Banken wie Citigroup und Bank of America mussten schwere Einbußen hinnehmen.
JPMorgan räumt Mängel bei Kontrolle ein
Teils durch den massiven Handelsverlust bedingt sei im Segment Coporate und Private Equity mit Einbußen von 800 Millionen Dollar zu rechnen, teilte JP Morgan mit. In dem Geschäftsfeld hatte das Kreditinstitut ursprünglich auf einen Gewinn von 200 Millionen Dollar gehofft.
Dimon räumte ein, das Unternehmen hätte den Geschäftsbereich strenger unter die Lupe nehmen sollen. Er entschuldigte sich für die verlustreichen Spekulationen: „Wir werden das zugeben, daraus lernen, das wieder geradebiegen und dann weitergehen“, sagte er in einer eilig einberufenen Konferenz zu Wertpapieranalysten.
JP Morgan ist die größte Bank der USA. Die Finanzkrise im Jahr 2008 hatte das Kreditinstitut nicht zuletzt deswegen besser weggesteckt als andere Mitbewerber, weil es von risikoreichen Investitionen die Finger gelassen hatte.
„Der enorme Verlust, den JP Morgan heute verkündete, ist nur ein neuer Beweis, dass das, was die Banken als „Absicherungen“ bezeichnen, oft riskante Wetten sind“, sagte der demokratische Senator Carl Levin. „Die sogenannten ‘Großbanken’ sollten damit nichts zu tun haben.“ (dapd)

18:48
Gier frisst Hirn.
Solange es keine Haftung der Verantwortlichen mit dem eigenen Vermögen gibt und die Versager von der Bildfläche verschwinden, wird der Irrsinn nie aufhören. Der Steuerzahler wird schon blechen.
12:10
wenn das Volk wach wird und mal "reinhaut".
11:47
Und? Was solls, waren ja nur 2 Mrd$, am Besten auf ne deutsche Tochtergesellschaft übertragen, bei der HRE ist der Steuerzahler ja auch mit Garatntien 100 Mrd€ eingesprungen und im SoFFiN stehen aktuell ja 80 Mrd€ Kapitalhilfen an Steuergeldern und 400 Mrd€ Garantien (natürlich auch Steuergelder) für Bankenrettungen bereit. Aber um die Millionenboni von ein paar Bankstern zu sichern tun Merkel und Fipsi ja alles, nur 70 Millionen um 11000 Schlecker-MitarbeitterInnen eine Perspektive zu bieten und einem Investor für die noch bestehenden Schleckerfilialen Rechtssicherheit zu geben ist unbezahlbar.
10:23
Macht nix!
Mit einem buchhalterischen Trick wird der Verlust auf eine deutsche Tochtergesellschaft übertragen die den Verlust dann zunächst steuerlich geltend macht, anschließend in finanzielle "Schieflage" gerät und vom deutschen Steuerzahler "gerettet" werden muss weil die HRE oder WestLB für den Ausfall gebürgt hat.
Wir machen das schon!
Das dauert nur eine SMS von Merkel an Schäuble.
10:00
Keine Sorge, das stecken die locker weg. Im Konglomerat mit Goldman Sachs, Warburg, Rothschild, Rockefeller usw. werden sich die Anteilseigner der FED ihre Verluste schon wieder bei den Bürgern zurück holen.
Genauso ist es.