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Günstigere Zinsen verringern den Druck auf Spanien

31.10.2012 | 17:47 Uhr
Foto: /dapd/Torsten Silz

Angesichts günstigerer Zinsen verspürt Spanien offenbar weniger Druck, das Programm zum Aufkauf von Staatsanleihen der Europäischen Zentralbank (EZB) in Anspruch zu nehmen. Seit dem Angebot der EZB im September seien die Refinanzierungskosten deutlich gesunken, verlautete am Mittwoch aus Madrider Regierungskreisen.

Madrid (dapd). Angesichts günstigerer Zinsen verspürt Spanien offenbar weniger Druck, das Programm zum Aufkauf von Staatsanleihen der Europäischen Zentralbank (EZB) in Anspruch zu nehmen. Seit dem Angebot der EZB im September seien die Refinanzierungskosten deutlich gesunken, verlautete am Mittwoch aus Madrider Regierungskreisen. Seit dem Sommer waren die Zinsen auf Anleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren von sieben auf rund 5,5 Prozent gesunken. Zudem habe die spanische Regierung ihren Finanzbedarf für 2012 bereits weitgehend gedeckt, sagte die Gewährsperson. Ministerpräsident Mariano Rajoy bekräftigte am Mittwoch, er sehe keinen unmittelbaren Bedarf, unter den Rettungsschirm zu schlüpfen.

Unterdessen teilte die Zentralbank in Madrid mit, in den ersten acht Monaten des Jahres seien 247 Milliarden Euro aus Spanien abgezogen worden. Damit war die Kapitalflucht 620-mal größer als im Vergleichszeitraum ein Jahr zuvor.

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